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World Press Photo Award in Frankfurt: Florian Bachmeier zeigt „Leben an den Rändern“ im Haus am Dom

Florian Bachmeiers Ausstellung „Leben an den Rändern“ im Haus am Dom Frankfurt zeigt jetzt auch sein preisgekröntes World Press Photo Award-Bild 2025.

Redaktion
·
25. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 53 Minuten

Ein preisgekröntes Bild, das niemanden kaltlässt

Die Ausstellung „Leben an den Rändern“ von Fotograf Florian Bachmeier im Haus am Dom hat eine neue, bedeutende Dimension bekommen. Wie wir in einem früheren Beitrag bereits berichtet haben, zeigt der bayerische Fotograf 49 großformatige Aufnahmen aus Kriegs- und Krisengebieten – von Afghanistan über Venezuela bis zur Ukraine. Jetzt gibt es einen Grund mehr, ins Haus am Dom zu kommen: Unter den Bildern befindet sich das Foto, das 2025 mit einem renommierten World Press Photo Award ausgezeichnet wurde.

Das Bild, das die Welt bewegt hat

Es zeigt die sechsjährige Anhelina, die apathisch im Bett der Großmutter liegt – traumatisiert vom ständigen Beschuss nahe der ukrainischen Front, leidend unter Panikattacken. Bachmeier war mit einer Hilfsorganisation unterwegs, die Lebensmittel und Schulmaterial für das Mädchen lieferte, als er diesen stillen, erschütternden Moment festhalten durfte. Die Jury des World Press Photo Awards würdigte, wie es dem Fotografen gelang, „ein solch stilles Bild aufzunehmen, das gleichwohl den Betrachter veranlasst, innezuhalten und einen Aspekt des russischen Kriegs gegen die Ukraine zu bedenken, der ansonsten nicht ausreichend berücksichtigt wird.“

Mehr als 30 Mal ist Bachmeier allein in der Ukraine gewesen – vor dem Krieg und immer wieder auch mitten hinein. Meist hält er sich in frontnahen Dörfern auf. Auf die Frage nach der Angst antwortet der 51-Jährige trocken: „Das ist ein Wort, das ich schwierig finde. Die Situationen sind sehr unterschiedlich.“ Im Donbass wurde er mehrfach von prorussischen Einheiten festgehalten. Und dennoch, sagt er, habe er „eine tiefe Faszination für Osteuropa“.

49 Bilder – magisch, melancholisch, bewegend

Die Ausstellung umfasst Fotografien aus den Jahren 2012 bis 2026, entstanden auf Reisen in Krisengebiete rund um den Globus. Kuratiert wurde „Leben an den Rändern“ von Mechtild Manus, die die Bilder mit poetischen Texten ergänzt hat. Bachmeier dokumentiert dabei nicht nur Krieg und Gewalt – seine Aufnahmen tragen auch eine tiefe Melancholie und eine unerwartete Schönheit in sich. Es sind Bilder, die zeigen, was Medien oft übersehen: das Leben von Menschen am Rand der Gesellschaft, geprägt von Krieg, Klimawandel und Ausbeutung. Neu hinzugekommen sind außerdem Aufnahmen aus dem März 2026, die das Bild der Ausstellung noch eindringlicher machen.

Bachmeier selbst betont, warum das Großformat für seine Arbeit so wichtig ist: „Im Großformat wirken diese Bilder doch ganz anders als auf dem Handy-Display.“ Frankfurt ist übrigens die erste Stadt, in der er überhaupt ausstellt – ein besonderer Moment für den vielfach preisgekrönten Fotografen.

Termine: Vernissage, Führung und freier Eintritt

Die gute Nachricht für alle Frankfurterinnen und Frankfurter: Der Eintritt ist frei! Hier sind alle wichtigen Infos auf einen Blick:

  • Vernissage: Donnerstag, 3. September, 18 Uhr
  • Ausstellungsdauer: bis 24. September 2026
  • Finissage mit Führung durch Florian Bachmeier: 24. September, 18 Uhr
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9–17 Uhr, Samstag und Sonntag 11–17 Uhr
  • Ort: Haus am Dom, Domplatz 3, Frankfurt
  • Eintritt: frei

Hingehen – es lohnt sich!

„Leben an den Rändern“ ist keine bequeme Ausstellung – aber eine notwendige. Wer verstehen will, was hinter den Schlagzeilen steckt, wer Gesichter sehen möchte statt Zahlen, der sollte sich diese Chance nicht entgehen lassen. Und wer Florian Bachmeier persönlich begegnen und mit ihm ins Gespräch kommen möchte, sollte sich den 24. September im Kalender rot markieren. Der Sound der Weltstadt hat Platz für Bilder, die unter die Haut gehen – jetzt reinhören und hingehen!

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