
Eintracht Frankfurt nach dem Rekord-Pokalcoup: Trainer Hütter geht fest von einem Uzun-Verbleib aus und benennt klare Kader-Baustellen vor dem Bundesliga-Start.
Das 11:0 gegen den SC St. Tönis war historisch – keine Frage. Wie wir in unserem früheren Beitrag zum Rekordpokalerfolg bereits berichtet haben, schrieb die Eintracht damit echte Vereinsgeschichte. Doch der Rausch ist vorbei. Was jetzt zählt, sind die Fragen, die hinter den Kulissen auf Antworten warten: Wer kommt? Wer geht? Und bleibt Can Uzun?
Trainer Adi Hütter zeigte sich nach dem Spiel zwar grundsätzlich zufrieden: „Es waren tolle Tore dabei, der Sieg war auch in dieser Höhe verdient. Wir haben sehr seriös gespielt.“ Aber ganz glücklich war er nicht. Denn in der zweiten Hälfte steuerten die Frankfurter gegen völlig ausgelaugte Amateurkicker aus der fünften Liga lange auf eine Nullnummer zu – und das sah man Hütter deutlich an. Er schrie aufs Feld, drehte kopfschüttelnd ab. Erst ein weiterer Treffer von Fares Chaibi zehn Minuten vor dem Ende sorgte für etwas Entspannung.
Auch Mario Götze ordnete den Auftritt nüchtern ein: „Wir wissen, dass das mit der Bundesliga nichts zu tun hat.“ Und Ansgar Knauff legte nach: „Was zählt, ist nächste Woche in Berlin. Bei Union ist es immer unangenehm zu spielen.“ Klare Ansage – der Fokus liegt längst auf dem Bundesliga-Auftakt.
Das heißeste Eisen dieser Tage trägt den Namen Can Uzun. Berichte über Interesse von Galatasaray Istanbul hatten die Gerüchteküche zum Brodeln gebracht. Doch Hütter stellte klar: „Ich gehe davon aus, dass er bleibt.“ Er habe nichts anderes gehört und wolle sich nicht an Spekulationen beteiligen. Mehr noch: Der Coach will aus dem jungen Spieler noch mehr rausholen. „Ich möchte den Jungen noch besser machen. Er ist noch kein fertiger Spieler.“ Uzun soll dem Vernehmen nach Galatasaray Istanbul bereits abgesagt haben. Für Eintracht-Fans definitiv eine gute Nachricht!
Sportchef Markus Krösche hat bis spätestens Anfang September alle Hände voll zu tun. Die Aufgabe ist klar: Weitere Spieler verkaufen, gleichzeitig drei, vier oder sogar fünf Neuzugänge verpflichten. Hütter blieb dabei bewusst vage: „Ich bin mit dem Kader zufrieden, aber wir halten unsere Augen offen.“
Konkret wird’s beim Torwart-Thema: Vieles deutet auf Noah Atubolu hin, der noch bei Freiburg unter Vertrag steht – die Finanzierung ist aber noch die große Hürde. Ein Bekenntnis zu Keeper Kaua Santos mied Hütter auch in Krefeld konsequent. Für die Innenverteidigung soll der Franzose Lilian Brassier von Stade Rennes ein ernsthafter Kandidat sein.
Beim Pokalspiel fehlten Arthur Theate, Elye Wahi und Niels Nkounkou im Kader komplett. Stattdessen saßen mit Jeremiaha Maluze, Julian Etse und Malik Pimpong drei Nachwuchskräfte auf der Bank – ein mehr als deutliches Zeichen von Hütter an die Verkaufskandidaten, sich nun endlich einem neuen Klub anzuschließen.
Die Wahrheit liegt bei Eintracht Frankfurt derzeit eben nicht nur auf dem Platz. Die spannenden Wochen beginnen gerade erst – Radio Frankfurt hält euch auf dem Laufenden!






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