Der 37. Hessische Film- und Kinopreis 2026 kommt klein, aber stark: Nur 130 Gäste, tolle Preisträger und 215.000 Euro für Hessens Kinos. Alle Infos hier!
Neue Infos zum Hessischen Film- und Kinopreis 2026! Wie wir in einem früheren Beitrag bereits berichtet haben, findet die Verleihung des 37. Hessischen Film- und Kinopreises am 9. Oktober 2026 im Kino des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums in Frankfurt statt. Jetzt steht fest: Die Veranstaltung wird deutlich kleiner als gewohnt. Nur 130 Gäste dürfen dabei sein – ein klares Statement von Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels. „Eine opulente Gala wäre das falsche Signal zu einer Zeit, in der gespart werden muss“, so Gremmels. Dennoch: An den Inhalten und Preisen wird nicht gespart!
Der Newcomer-Preis – dotiert mit 5.000 Euro und allein vom Minister vergeben – geht in diesem Jahr an Joscha Bongard. Der Kasseler Regisseur und Drehbuchautor wird für seinen Film „Babystar“ geehrt, der eine brisante gesellschaftliche Frage aufwirft: Wie viel Öffentlichkeit ist Kindern zuzumuten? Der Film dreht sich um eine Familie, die sich mit Social Media ihren Lebensunterhalt verdient, feierte seine Weltpremiere in Toronto und wird seitdem auf Festivals weltweit gezeigt. Stark!
Besondere Anerkennung gibt es auch für Melika Foroutan und Edin Hasanović – das Ermittlerduo des HR-„Tatort“. Sie erhalten den Schauspielerpreis des Hessischen Rundfunks, insbesondere für die Episode „Fackel“, in der die Ursache eines fatalen Hochhausbrandes vertuscht werden soll. Jurymitglied und Moderatorin Cécile Schortmann – bekannt aus der 3sat-Sendung „Kulturzeit“ – begründet die Entscheidung so: „Manchmal überzeugt die schauspielerische Leistung mehr als der Film selbst – hier ist es beides.“ Beide tasten laut Jury „auf beeindruckende Weise die Bruchstellen einer Gesellschaft ab.“ Gänsehaut garantiert!
Auch Vielfalt wird großgeschrieben: Der QMS Respect Award der Queer Media Society geht in diesem Jahr an Karin Hanczewski und Godehard Giese – und zwar für ihre Coming-out-Aktion #ActOut aus dem Jahr 2021. Diese Initiative ermöglichte es 185 Schauspieler:innen, sich als Teil der LGBTQIA+-Community zu outen. Ein Zeichen, das bis heute nichts an Relevanz verloren hat!
Den Preis für die beste Buchadaption erhält Volker Schlöndorff für „Heimsuchung – eine Jahrhundertgeschichte“, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Jenny Erpenbeck aus dem Jahr 2007. Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, hebt hervor, wie der Film anhand eines „Panoramas von Schicksalen“ Zeitgeschichte greifbar macht, in dem Herkunft, Heimat und Zugehörigkeit neu verhandelt werden.
Auch die Hessischen Kinos können sich freuen! Insgesamt schüttet das Land Hessen im Rahmen des Kinopreises 215.000 Euro aus. Die Hauptpreise in Höhe von je 20.000 Euro gehen an das Kino Traumstern in Lich und das Kino Mal Seh’n in Frankfurt. Insgesamt werden 21 gewerbliche und zehn nichtgewerbliche Kinos ausgezeichnet. Zusätzlich bekommt das Frankfurter Kino Harmonie einen Sonderpreis von 5.000 Euro. Minister Gremmels betont: „Kinos sind wichtige Bestandteile der kulturellen Identität eines Landes.“ Dem ist nichts hinzuzufügen!
Wie und wo die Preisverleihung im nächsten Jahr über die Bühne gehen soll, ist noch offen. Klar ist aber: Minister Gremmels will an den Fördermitteln festhalten, um Hessen als lebendigen Film- und Kinostandort zu stärken – für Toleranz, Demokratie und Freiheit in der Kunst. Wir halten euch auf dem Laufenden. Jetzt reinhören und dran bleiben – der Sound der Weltstadt!






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