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Hessen kürzt an Brennpunktschulen – und schadet damit der Bildungsgerechtigkeit

Hessen streicht Stellen an Brennpunktschulen und gefährdet damit sein eigenes Bildungschancenpaket. Was das für Kinder in der Region bedeutet, liest du hier.

Redaktion
·
9. September 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 8 Minuten

Mehr Mathe und Deutsch – aber weniger Lehrer? Das passt nicht zusammen!

Hessen hat gerade ein „Bildungschancenpaket“ angekündigt – mehr Deutschunterricht in Grundschulen, flächendeckende Mathe-Förderstunden und sogar ein neues Fach namens „Digitale Welt und KI“. Klingt erstmal richtig gut, oder? Aber gleichzeitig passiert etwas, das den ganzen Plan konterkariert: Die hessische Landesregierung streicht massiv Stellen an Brennpunktschulen und Gesamtschulen. Und genau das trifft die Kinder, die am meisten Unterstützung brauchen.

Was läuft da schief in Hessen?

Die Kritik ist eindeutig: Wer auf der einen Seite bessere Bildung verspricht und auf der anderen Seite die Lehrerzuweisung für individuelle Förderung an Gesamtschulen streicht, der kann nicht ernsthaft vom Ziel sprechen, Bildungsgerechtigkeit zu schaffen. Erst nach heftigstem Protest zeigte sich die Landesregierung bereit, diese Kürzungen teilweise zurückzunehmen – aber nur teilweise.

Dazu kommt: Die massiven Stellenkürzungen an Brennpunktschulen sollen lediglich zum Teil zurückgenommen werden. Und die Förderung der Sprach-Kitas? Die endet komplett. Damit trifft die Regierung genau die Schwächsten im Bildungssystem – Kinder, die auf jede Förderung angewiesen sind.

Bildungsgerechtigkeit ist kein Nice-to-have

Es reicht eben nicht, mehr Mathe und Deutsch in den Lehrplan zu schreiben, wenn gleichzeitig die Lehrkräfte fehlen, die das umsetzen sollen. Gute Bildung bedeutet immer auch, wirklich kein Kind zurückzulassen. An Brennpunktschulen und Gesamtschulen lernen viele Kinder, die besondere Unterstützung brauchen – sei es sprachlich, sozial oder fachlich. Genau diese Unterstützung wird jetzt gestrichen.

Hessen läuft so Gefahr, den Trend zur immer größer werdenden Spreizung der Bildungschancen weiter anzuheizen. Und das ist nicht nur eine Frage der Fairness – es ist auch ein gesellschaftliches und wirtschaftliches Problem. Wer Kinder frühzeitig abhängt, zahlt dafür später einen hohen Preis.

Was jetzt gebraucht wird

Ein echtes Umdenken ist unerlässlich. Das neue Bildungspaket kann nur dann wirken, wenn es nicht durch Sparpolitik an anderer Stelle ausgehebelt wird. Mehr Deutschunterricht und neue digitale Fächer sind gut und richtig – aber sie brauchen auch ausreichend gut ausgestattete Schulen und genug Lehrkräfte. Besonders dort, wo die Herausforderungen am größten sind.

Frankfurt und die ganze Region schauen genau hin, was die Landesregierung jetzt entscheidet. Denn Bildung ist die Grundlage für alles – für die Zukunft der Kinder und für die Zukunft unserer Stadt. Wir bei Radio Frankfurt halten euch auf dem Laufenden!

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