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Hessischer Film- und Kinopreis 2026: Alles, was ihr wissen müsst!

Der 37. Hessische Film- und Kinopreis 2026 wird am 9. Oktober im Frankfurter Filmmuseum verliehen. Alle Nominierten, Preisträger und Highlights auf einen Blick.

Redaktion
·
9. September 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 47 Minuten

Ein Abend für die Filmkunst – ganz ohne Schnickschnack

Am Freitag, den 9. Oktober 2026, ist es so weit: Der 37. Hessische Film- und Kinopreis wird verliehen – und zwar mitten in Frankfurt! Der Abend findet im Kino des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums statt. Statt großer Gala gibt’s diesmal einen fokussierten Abend für die Filmbranche. Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels macht klar: In Zeiten, in denen gespart werden muss, wäre eine opulente Show das falsche Signal. Aber keine Sorge – die Preise, die Preisgelder und die Förderung bleiben vollständig bestehen. Frankfurt feiert Film – und das richtig!

Newcomer-Preis geht nach Kassel

Der mit 5.000 Euro dotierte Newcomer-Preis geht in diesem Jahr an Joscha Bongard aus Kassel. Der Regisseur und Drehbuchautor begeistert gerade die internationale Filmwelt mit seinem Abschluss- und Debütfilm „Babystar“, der sogar auf dem Toronto International Film Festival Weltpremiere feierte. Der Film dreht sich um eine Influencer-Familie und stellt gesellschaftlich brennende Fragen: Wie viel Öffentlichkeit verträgt Kindheit? Welche Verantwortung tragen Eltern, Plattformen – und wir als Gesellschaft? Minister Gremmels sieht in Bongard ein Paradebeispiel für das kreative Filmschaffen aus Hessen.

Diese Filme sind nominiert

Die Jury hat spannende Nominierungen in verschiedenen Kategorien beschlossen. Hier ein Überblick:

  • Spielfilm: „A Sad And Beautiful World“ (Cyril Aris), „I’ll be gone in June“ (Katharina Rivilis), „Vaterland“ (Paweł Pawlikowski)
  • Dokumentarfilm: „10s Across the Borders (The Beauty of Ballroom)“ (Sze-Wei Chan), „Haus 4″ (Philipp Schaeffer), „Sieben Kreise der Hölle“ (Andrzej Klamt)
  • Kurzfilm: „Bleifrei 95″ (Emma Hütt & Tina Muffler), „Hinterland“ (Catrine Val), „Strangers with Hats“ (Petra Stipetić & Karolin Twiddy)
  • Hochschulabschlussfilm: „Blut und Wasser“ (Nathalie Linke & Johanna Best, Hochschule Darmstadt), „Nijigen Confinement“ (Zirui Chen, Kunsthochschule Kassel), „Ob Du das selbe für mich fühlst“ (Janek Adelheim, Hochschule Darmstadt)
  • Drehbuch: „Brennende Haut“ (Behrooz Karamizade & Sanaz Ghotb), „Die Bären sind geblieben“ (Nur Muhammed Tarhan), „Prinzessin frisst Löwe“ (Friederike Holtz)

Frankfurter Kinos räumen ab

Auch die Kinolandschaft Hessens wird kräftig gefeiert! Der Hessische Kinopreis ist mit insgesamt 215.000 Euro dotiert und geht an 21 gewerbliche sowie zehn nicht-gewerbliche Kinos. Die Hauptpreise – jeweils 20.000 Euro – teilen sich das Kino Traumstern in Lich und das Mal Seh’n Kino in Frankfurt. Das Harmonie Kino in Frankfurt erhält zusätzlich den Sonderpreis der Kino-Jury (5.000 Euro) für sein herausragendes Engagement bei der Publikumsansprache. Auch das Kino des DFF in Frankfurt, die Pupille – Kino in der Uni sowie das naxos.Kino gehören zu den ausgezeichneten Spielstätten.

Schauspielpreis, QMS RESPECT Award & Buchmessen-Preis

Der Hessische Rundfunk vergibt seinen Schauspielpreis in diesem Jahr an Melika Foroutan und Edin Hasanović – das neue Ermittlerduo im HR-Tatort, das seit Herbst 2025 in Frankfurt auf Verbrecherjagd geht. Die Jury lobt ihre authentische und vielschichtige Darstellung gesellschaftlicher Bruchstellen.

Den QMS RESPECT Award der Queer Media Society erhalten Karin Hanczewski und Godehard Giese. Die beiden Schauspieler:innen haben 2021 die Coming-out-Aktion #ActOut initiiert, bei der sich 185 Schauspieler:innen öffentlich outeten und Diskriminierung in der Branche anprangerten – ein Meilenstein für queere Sichtbarkeit.

Den Preis der Frankfurter Buchmesse für die beste Adaption gewinnt „Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte“ von Regisseur Volker Schlöndorff, basierend auf Jenny Erpenbecks gleichnamigem Roman. Die Moderation des gesamten Abends übernimmt Cécile Schortmann, bekannt aus der 3sat-Sendung „Kulturzeit“.

Frankfurt im Mittelpunkt der Filmkultur

Der Hessische Film- und Kinopreis 2026 zeigt einmal mehr: Die Filmszene in Hessen ist lebendig, vielfältig und international wettbewerbsfähig. Frankfurt steht im Herzen dieser Entwicklung – als Veranstaltungsort, als Heimat preisgekrönter Kinos und als Bühne für mutige Filmkunst. Wir von Radio Frankfurt sind gespannt auf den Abend am 9. Oktober – der Sound der Weltstadt trifft auf die Welt des Films!

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