Frankfurt findet trotz erneuter Prüfung keinen einzigen neuen Park-and-Ride-Standort. Selbst die fünf Konzept-Flächen stehen frühestens ab 2033 zur Verfügung.
Pendler aufgepasst: Frankfurt hat ein echtes Problem – und eine Lösung ist nicht in Sicht. Der Magistrat hat auf Wunsch der Stadtverordnetenversammlung noch einmal alle möglichen Standorte für neue Park-and-Ride-Anlagen unter die Lupe genommen. Das ernüchternde Ergebnis: Kein einziger neuer Standort ist dabei rausgekommen. Null. Nada. Nichts.
Dabei ist die Idee hinter Park-and-Ride doch so simpel und sinnvoll: Wer nicht direkt vom Wohnort mit Bus oder Bahn in die Stadt kommt, soll sein Auto an einem gut gelegenen P&R-Platz abstellen und von dort in die Öffentlichen umsteigen. Weniger Autos in der Innenstadt, weniger Stau – das wäre gut für alle in der Weltstadt am Main. Aber genau hier hakt es gewaltig.
Bereits im P&R-Konzept von 2025 wurden fünf mögliche Standorte ermittelt. Doch Freude kommt dabei kaum auf, denn keiner davon steht kurzfristig zur Verfügung. Ein Überblick über den aktuellen Stand:
Kurzum: Selbst die Standorte aus dem offiziellen Konzept sind auf absehbare Zeit nicht realisierbar. Das beste Programm im Main-Gebiet wäre ein echter P&R-Ausbau – aber Frankfurt wartet weiter.
Weil die fünf Konzept-Standorte so schleppend vorankommen, hat der Magistrat zusätzlich alle früher bereits verworfenen Flächen noch einmal geprüft. Auch hier: keine guten Nachrichten.
An der Friedberger Landstraße liegt die fragliche Fläche in der Bauverbotszone entlang der Autobahn und wird voraussichtlich noch für eine neue Autobahnauffahrt gebraucht. In Eschersheim stehen auf der Fläche Kleingärten, die unter besonderem Schutz stehen. In Rödelheim wurde eine früher vorgesehene Fläche bereits anderweitig genutzt. Am Kaiserlei steht die Fläche wegen des Baus einer Eisenbahnbrücke nicht mehr zur Verfügung. In Neu-Isenburg schützt man Wald und Natur. Am Rebstockbad werden höherwertige Nutzungen bevorzugt, und in Unterliederbach beansprucht die Hessische Landesbahn die Fläche.
In Fechenheim, im Mertonviertel sowie an der Raststätte Taunusblick gibt es zwar ebenfalls Hindernisse – dort laufen immerhin noch weitere Prüfungen. Aber ein Durchbruch ist das noch lange nicht.
Die Botschaft ist klar: Wer täglich mit dem Auto Richtung Frankfurt pendelt und auf einen gut erreichbaren P&R-Platz hofft, muss sich noch sehr lange gedulden. Der Magistrat selbst verweist darauf, dass das Thema Park-and-Ride sinnvollerweise gemeinsam mit den Nachbarkommunen angegangen werden sollte. Ob und wann daraus konkrete Projekte werden, steht aber in den Sternen.
Für eine wachsende Stadt wie Frankfurt, die den Autoverkehr in der Innenstadt reduzieren will, ist das eine unbefriedigende Situation. Der Sound der Weltstadt braucht auch eine smarte Verkehrslösung – und die lässt bisher auf sich warten. Wir bleiben für euch dran und halten euch auf dem Laufenden!






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