
The Dune auf Platz 1: Frankfurt hat einen neuen Fine-Dining-König!
The Dune führt erstmals die Top-Liste „Frankfurt exklusiv
Der BUND kritisiert Frankfurts „lasche Haltung
Die Lage spitzt sich zu – und der BUND verliert die Geduld. Wie wir in einem früheren Beitrag bereits berichtet haben, schlägt der Bund für Umwelt und Naturschutz schon länger Alarm wegen der Trinkwassersituation in Frankfurt und der Rhein-Main-Region. Jetzt gibt es neue, deutlichere Töne – und konkrete Kritik direkt an der Stadtregierung.
BUND-Vorstandsmitglied Wolf-Rüdiger Hansen spricht Klartext: „Die Hitzerekorde, die seit Wochen über Hessen hereingebrochen sind, erfordern eine noch größere Sensibilität zu diesem Thema.“ Er sei entsetzt über „die lasche Haltung Frankfurts“. Der trockene Sommer macht die Schwächen im System schonungslos sichtbar – und die Stadt reagiert aus Sicht der Umweltschützer viel zu zögerlich.
Das Frankfurter Klimadezernat beruhigt: Akuter Mangel bestehe nicht, die Stadt verfüge über ein leistungsfähiges Verbundnetz mit der Region. Auch die Wasserversorgerin Hessenwasser betont, ihren Lieferverpflichtungen vollständig nachkommen zu können. Hessenwasser-Geschäftsführerin Elisabeth Jreisat erklärt, das Unternehmen unterstütze sogar einige Kunden „über die vertraglichen Verpflichtungen hinaus“. Ein Aufruf zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser sei reine Vorsorgemaßnahme – keine Einschränkung.
Der BUND sieht das ganz anders. Das Verbundnetz, das Hessenwasser betreibt, reicht bis nach Marburg, auf den Vogelsberg und ins Hessische Ried. Und genau dort zeigt sich das ganze Ausmaß der Dürre: „In all diesen Gewinnungsgebieten versiegen derzeit Quellen“, warnt Hansen. „Bäche fallen trocken“ – Nidda, Bracht und andere. Im Burgwald leiden die Moore, und im Hessischen Ried sterben Bäume, weil der Grundwasseranschluss seit Jahrzehnten fehlt.
Auch die Oberhessische Versorgungsbetriebe AG (Ovag) hat Alarm geschlagen: Hitze und Dürre hätten „für die Umwelt und damit auch die Wasserversorger zu einer nie dagewesenen Situation geführt“. Die von der Ovag versorgten Kommunen wurden aufgefordert, mit den bisherigen Liefermengen auszukommen – das gelang aber nur in einigen Fällen. Ab September sollen die Abnahmemengen reduziert werden, um die Versorgungssicherheit langfristig zu erhöhen.
Für den BUND ist das ein klarer Beleg: Rhein-Main nimmt mehr Wasser ab, als nachhaltig ist. Hansen macht deutlich, dass Frankfurt 75 Prozent seines Trinkwassers aus dem Umland bezieht – und weder die Stadt noch Hessenwasser zögen daraus die nötigen Konsequenzen. Die Belastung für Natur und Menschen in den Entnahmegebieten werde einfach verschwiegen. Hansen: „In der Umgangssprache nennt man das einäugig.“
Die Folgen der Wasserknappheit sind auch im Frankfurter Stadtwald sichtbar – und zwar buchstäblich: Über die Onlinekamera auf dem Goetheturm hat der BUND erkannt, dass die Stadtwaldbäume „durchgängig braun gefärbt“ sind. Der teils trockengefallene Jacobiweiher zeige die Situation „in erschreckender Weise“. Hansen vermutet, dass selbst die 25 Prozent Trinkwasser, die Frankfurt auf der eigenen Flur gewinnt, schon zu viel sein könnten: „Man könnte folgern, dass die 25 Prozent des Trinkwassers, die die Stadt auf der eigenen Flur gewinnt, schon zu viel sind.“
Es reiche nicht, darauf zu warten, dass kein Notstand eingetreten ist. Der BUND fordert eine nachhaltige Wasserspar-Strategie – jetzt, nicht irgendwann. Der Wetterbericht verspricht Regen für die nächste Woche. Für Frankfurt und die gesamte Rhein-Main-Region wäre das ein Segen. Aber die grundlegenden Probleme löst ein Regenschauer nicht.

The Dune führt erstmals die Top-Liste „Frankfurt exklusiv



The Dune führt erstmals die Top-Liste „Frankfurt exklusiv


Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Radio Frankfurt
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.