
The Dune auf Platz 1: Frankfurt hat einen neuen Fine-Dining-König!
The Dune führt erstmals die Top-Liste „Frankfurt exklusiv
Der BUND schlägt Alarm: Frankfurts Trinkwasser ist unter Druck – Quellen versiegen, Bäche trocknen aus.
Der Sommer macht uns zu schaffen – und nicht nur wegen der Temperaturen. Im Rhein-Main-Gebiet wächst die Sorge ums Trinkwasser. Quellen versiegen, Bäche fallen trocken, und der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) schlägt laut Alarm. Was steckt dahinter – und wie ernst ist die Lage wirklich?
Eine Sache vorab: Akuter Trinkwassernotstand herrscht nicht. Das Klimadezernat Frankfurt betont, die Stadt verfüge über eine leistungsfähige Wasserversorgung und ein historisch gewachsenes Verbundnetz mit der Region. Auch die Wasserversorgerin Hessenwasser versichert, ihren Lieferverpflichtungen vollständig nachzukommen – ja, sogar einige Kunden über die vertraglichen Pflichten hinaus zu unterstützen. Hessenwasser-Geschäftsführerin Elisabeth Jreisat stellt klar: Der Aufruf zum Wassersparen diene der Vorsorge, eine Einschränkung der Versorgung bestehe nicht.
Genau hier liegt aber das Problem, das der BUND anprangert. BUND-Vorstandsmitglied Wolf-Rüdiger Hansen ist entsetzt über das, was er als „lasche Haltung Frankfurts“ bezeichnet. Er sagt: „Die Hitzerekorde, die seit Wochen über Hessen hereingebrochen sind, erfordern eine noch größere Sensibilität zu diesem Thema.“
Denn das Wasserverbundnetz, das Hessenwasser betreibt, reicht weit – bis nach Marburg, auf den Vogelsberg und ins Hessische Ried. Und genau in diesen Gewinnungsgebieten, aus denen Grundwasser für Frankfurt gepumpt wird, ist die Lage alarmierend: Quellen versiegen, Bäche wie Nidda und Bracht fallen trocken. Im Burgwald leiden die Moore. Und im Hessischen Ried, etwa im Jägersburger Wald, sterben Bäume in großem Umfang, weil es seit Jahrzehnten nicht gelungen ist, den Baumwurzeln wieder einen Grundwasseranschluss zu verschaffen.
Frankfurt bezieht 75 Prozent seines Trinkwassers aus dem Umland – doch weder die Stadt noch Hessenwasser zögen laut Hansen Konsequenzen aus dieser Situation. Sein Vorwurf: „Die Belastung der Natur und der Menschen in den Wasserentnahmegebieten wird verschwiegen. In der Umgangssprache nennt man das einäugig.“
Auch die Oberhessische Versorgungsbetriebe AG (Ovag) hat die Dringlichkeit erkannt. Hitze und Dürre hätten „für die Umwelt und damit auch die Wasserversorger zu einer nie dagewesenen Situation geführt“, hieß es. Die von der Ovag versorgten Kommunen wurden aufgefordert, mit den bisherigen Liefermengen auszukommen – mit nur teilweisem Erfolg. Ab September sollen die Abnahmemengen daher reduziert werden. Der Grund: Rhein-Main nimmt mehr Wasser ab, als für die Reserven nachhaltig ist. Die Ovag spricht von einer „dringend erforderlichen“ Maßnahme, um die Versorgungssicherheit über den Sommer hinaus zu sichern.
Die Folgen zeigen sich auch mitten in Frankfurt: Im Frankfurter Stadtwald hat der BUND durch die Onlinekamera auf dem Goetheturm erschreckende Bilder ausgemacht. „Man erschrickt angesichts der falschen Farbe der Stadtwaldbäume: Sie sind durchgängig braun gefärbt“, so Hansen. Der teils trockengefallene Jacobiweiher unterstreiche die Lage auf beunruhigende Weise.
Hansen zieht daraus eine klare Schlussfolgerung: Selbst die 25 Prozent des Trinkwassers, die Frankfurt auf der eigenen Flur gewinnt, könnten schon zu viel sein. „Man könnte folgern, dass die 25 Prozent des Trinkwassers, die die Stadt auf der eigenen Flur gewinnt, schon zu viel sind.“
Die Botschaft ist klar: Kein Notstand bedeutet nicht, dass alles gut ist. Der BUND fordert eine nachhaltige Strategie für den Umgang mit Trinkwasser in Frankfurt und der gesamten Rhein-Main-Region. Weniger pumpen, mehr schonen – und endlich die Folgen für Mensch und Natur in den Entnahmegebieten ernst nehmen.
Schau in deinen Alltag: Duschen statt Baden, Rasen nicht wässern, Regentonnen sinnvoll nutzen. Jeder Liter zählt – auch wenn der Hahn noch läuft. Jetzt reinhören und informiert bleiben – Radio Frankfurt, der Sound der Weltstadt!

The Dune führt erstmals die Top-Liste „Frankfurt exklusiv



The Dune führt erstmals die Top-Liste „Frankfurt exklusiv


Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Radio Frankfurt
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.