
Die Kita Kleyerstraße im Frankfurter Gallus ist Finalist beim Deutschen Kita-Preis 2026 – als einzige Kita aus Hessen unter acht Bewerbern aus über 600…
Was für eine Nachricht aus dem Gallus! Die Kita Kleyerstraße in Frankfurt hat es unter die letzten acht Finalisten des Deutschen Kita-Preises 2026 geschafft – und das bei über 600 Bewerbungen aus ganz Deutschland. Noch dazu ist sie die einzige Einrichtung aus ganz Hessen, die es so weit gebracht hat. Der Sound der Weltstadt macht auch in den Kitas Eindruck!
Der Deutsche Kita-Preis wurde 2017 ins Leben gerufen und ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung – in Partnerschaft mit weiteren Organisationen. Der Preis zeichnet Kitas aus, die sich besonders für frühkindliche Bildung engagieren. Die acht Finalisten kommen aus insgesamt sechs Bundesländern. Die Kita Kleyerstraße, getragen vom Verein Jugendberatung und Jugendhilfe e.V. und mit Sitz in der Kleyerstraße 7, ist Frankfurts Vertreter in diesem bundesweiten Wettbewerb.
Die Bewerbung entstand Anfang des Jahres spontan – und als dann der Anruf kam, dass man sich unter den letzten acht befinde, herrschte im Besprechungsraum erst mal Stille. Die gute Neuigkeit musste sich erst setzen. Inzwischen befindet sich die Kita in der dritten und letzten Bewerbungsphase. Zwei Fachexpertinnen des Deutschen Kita-Preises, Elena Rahm und Anna Range, sind eigens aus Berlin nach Frankfurt gereist, um die Arbeit vor Ort unter die Lupe zu nehmen. Ihre Eindrücke fließen in einen detaillierten Bericht ein, der der Jury als Grundlage für die Entscheidung dient.
Was macht die Kita Kleyerstraße so besonders? Kitaleiterin Yvonne Sidjabat, die die Einrichtung seit 2024 führt, nennt zwei klare Schwerpunkte: Partizipation und Sozialraum. Die Kinder – betreut werden sie ab einem Alter von zehn Monaten – dürfen aktiv mitentscheiden: über Ausflugsziele, neue Spielsachen und vieles mehr. Eine sogenannte Demokratiesäule macht es möglich, dass die Kleinen auch über verschiedene Themen abstimmen können. Regelmäßige Kinderkonferenzen orientieren sich an Kinderrechten – insbesondere am Recht auf Beteiligung und freier Meinungsäußerung, wie Cem Joshua Özbakir aus dem Leitungsteam betont.
„Kinderrechte spielen bei uns eine bedeutende Rolle“, so Özbakir. Und Sidjabat ergänzt: „In unserem Kindergarten kommen Kinder aus vielen verschiedenen Schichten zusammen. Aber wir alle gehören zu diesem Stadtteil.“ Das klingt nach echter Gemeinschaft – und genau das überzeugt auch die Jury.
Übrigens: Für eine Nominierung muss eine Kita nicht perfekt sein. „Wir möchten Kitas haben, die permanent dazulernen“, erklärt Expertin Elena Rahm. Der Preis soll zeigen, wie viel gute Arbeit im frühkindlichen Bereich geleistet wird – und das soll auch die vielen engagierten Fachkräfte wertschätzen. Sidjabat bringt es auf den Punkt: „Wir spielen hier schließlich nicht den ganzen Tag nur Brettspiele, sondern leisten Bildungsarbeit.“
Dass das Thema Kita-Qualität gerade viele bewegt, zeigt sich auch anderswo in der Region. Erst kürzlich haben wir darüber berichtet, wie die Kita Kunterbunt in Babenhausen für bis zu 150.000 Euro eine Klimaanlage bekommt, um Kindern und Fachkräften bei extremer Hitze bessere Bedingungen zu bieten. Ob Preiswürdigungen oder bauliche Investitionen – Hessens Kitas stehen gerade zu Recht im Rampenlicht.
Die Preisverleihung des Deutschen Kita-Preises 2026 findet im November statt. Bis dahin heißt es: Daumen drücken für die Kita Kleyerstraße! Frankfurt, wir drücken die Daumen – jetzt reinhören und mitfiebern!






Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Radio Frankfurt
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.