
Eintracht Frankfurt gewinnt nach sieben Monaten endlich wieder zu Hause: Ebnoutalib schießt die Hessen gegen Köln zum verdienten 1:0-Sieg im Deutsche Bank Park.
Der Knoten ist geplatzt! Eintracht Frankfurt hat sich gegen den 1. FC Köln mit 1:0 durchgesetzt und damit den ersten Bundesliga-Heimsieg seit über sieben Monaten eingefahren. Vor 59.600 Zuschauern im Deutsche Bank Park reichte ein Treffer von Younes Ebnoutalib in der 77. Minute, um die lange Heimflaute zu beenden. Nach der bitteren 0:6-Pleite in Leipzig eine Woche zuvor war das genau die Reaktion, die sich die Fans vom Team von Trainer Adi Hütter gewünscht hatten.
Matchwinner Younes Ebnoutalib, mittlerweile Neu-Nationalspieler unter Bundestrainer Jürgen Klopp, war über die gesamte Spielzeit der aktivste Frankfurter Offensivspieler. Nach hohem Ballgewinn auf der rechten Seite leitete er selbst ein, Einwechselspieler Noëll Aséko spielte den Ball mit feiner Klinge durch die Beine von Luka Lochoshvili in den Lauf von Ebnoutalib – der überwand Kölns Torhüter Marvin Schwäbe aus spitzem Winkel mit einem strammen Flachschuss in die kurze Ecke. Laut Bundesliga.com wurde Ebnoutalib von 60 Prozent der Fan-Stimmen zum Spieler des Spiels gekürt. Kapitän Robin Koch sprach bei Sky von einem Riesenkompliment an die Mannschaft, die es über 90 Minuten auf den Platz gebracht habe.
Schon nach 43 Sekunden musste Frankfurts Torhüter Noah Atubolu ran und parierte stark gegen Kölns Stürmer Marius Bülter. Der 24-Jährige, der im Sommer vom SC Freiburg kam, bestritt sein 100. Bundesliga-Spiel und zeigte sich in bestechender Form – auch bei einer weiteren Großchance von Bülter nach einer guten halben Stunde war er zur Stelle. Nach der Pause erhöhte die Eintracht den Druck deutlich: Chancen durch Ebnoutalib, Lilian Brassier und Farès Chaïbi häuften sich, ehe der verdiente Führungstreffer fiel. Das Abschlussverhältnis im zweiten Durchgang stand laut Bundesliga.com bei 11:2 für die Hessen.
Der 1. FC Köln unter Trainer René Wagner war nach dem 2:1-Derbysieg gegen Borussia Mönchengladbach mit Selbstvertrauen angereist und spielte phasenweise auf Punktgewinn. Nationalspieler Saïd El Mala war dabei Kölns schnellster Mann auf dem Platz und vergab vor der Pause nach einem sehenswerten Solo die große Chance zur Führung. „Es tut einfach unfassbar weh, dass wir diese drei Punkte nicht mit nach Hause nehmen können“, sagte El Mala nach der Partie. Nach Angaben von Bundesliga.com wartet der FC nun bereits seit über einem Jahr und 16 Gastspielen auf einen Auswärtssieg in der Bundesliga.
Nach dem Debakel von Leipzig hatte Adi Hütter sein Team auf drei Positionen umgestellt: Für Can Uzun, Noël Aséko und Ansgar Knauff rückten Chaïbi, Mario Götze und Top-Torschütze Ebnoutalib in die Startelf. Götze blieb zwar eher unauffällig, lieferte aber laut den Bundesliga Match Facts die beste Pass-Effizienz der Partie. Hütter begründete seine Entscheidung damit, dass der Ex-Weltmeister sehr erfahren sei und der Mannschaft in dieser Situation guttue. Die Statistik gab dem Frankfurter Chefcoach recht: Mit einem xGoals-Wert von 1,68 gegenüber 0,49 für Köln war der Heimsieg auch nach den Expected-Goals-Zahlen hochverdient.
Sieben Monate ohne Heimsieg – das ist jetzt Geschichte! Die Eintracht zeigt, dass nach dem Tief von Leipzig sofort wieder Charakter da war. Für Frankfurt ist dieser Dreier mehr als nur drei Punkte, er ist ein Signal an die eigenen Fans im Deutsche Bank Park. Jetzt reinhören und weiter dranbleiben – wir halten euch auf dem Laufenden, wie es für die Hessen weitergeht. DANKE AN 344.000 HÖRER, die mit uns den Sound der Weltstadt feiern und das beste Programm im Main-Gebiet verfolgen!
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