
Condor-CEO Peter Gerber macht klar: Ein Verkauf an Golf-Airlines wie Emirates oder Qatar Airways ist wahrscheinlich.
Die Gerüchte verdichten sich – und jetzt spricht Condor-Chef Peter Gerber Klartext: Ein Verkauf des Frankfurter Ferienfliegers ist nicht nur möglich, sondern aus seiner Sicht sogar wahrscheinlich. Gegenüber dem Magazin „Stern“ ließ Gerber alle Masken fallen und brachte dabei auch Airlines aus dem Nahen Osten ins Spiel. Für Frankfurt und den Main-Gebiet könnte das richtig große Auswirkungen haben!
In einem früheren Beitrag hatten wir bereits berichtet, dass Gerber Golf-Airlines wie Emirates, Etihad oder Qatar Airways als potenzielle Käufer ins Spiel gebracht hat. Jetzt legt der Condor-Chef nochmal nach – und wird dabei deutlich konkreter. Sein Zitat aus dem „Stern“ bringt es auf den Punkt: „Natürlich muss man kein Prophet sein, um zu sagen, dass sich Condor wahrscheinlich an einem größeren Konglomerat andocken wird.“ Das ist kein Konjunktiv mehr – das klingt nach einer klaren Marschrichtung.
Und warum kommt Lufthansa als Käufer nicht infrage? Ganz einfach: kartellrechtliche Gründe machen eine Übernahme durch den deutschen Platzhirsch praktisch unmöglich. Damit rücken internationale Großairlines – allen voran die mächtigen Carrier aus dem Persischen Golf – ganz automatisch in den Vordergrund. Diese Airlines haben das nötige Kapital, die globale Reichweite und den Hunger nach Expansion.
Wer die Geschichte kennt, versteht, warum es jetzt so weit gekommen ist. Condor hat die Corona-Krise nur dank eines staatlichen Millionenkredits überlebt. Seitdem steht die Airline unter Druck, langfristig auf eigenen Beinen zu stehen – oder eben einen starken Partner zu finden, der das nötige Kapital mitbringt. Gerber macht keinen Hehl daraus: Für die Zukunft des Unternehmens braucht Condor genau diesen starken Rückhalt.
Für uns hier im Main-Gebiet ist das natürlich ein Thema, das wir genau im Blick behalten müssen. Der Frankfurter Flughafen ist Condors Heimatbasis – und je nachdem, wer den Ferienflieger übernimmt, könnte das den Flugverkehr in Frankfurt ordentlich durchmischen. Auf der positiven Seite: Eine Partnerschaft mit einer Gulf-Airline würde wahrscheinlich neue Verbindungen in den Nahen Osten und darüber hinaus bringen. Mehr Ziele, mehr Verbindungen – das klingt erstmal gut für Reisende!
Auf der anderen Seite stehen rund 5.000 Condor-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich berechtigte Fragen stellen: Was passiert mit meinem Job? Was passiert mit dem Unternehmen, das ich kenne? Diese Unsicherheit ist real – und sie verdient ehrliche Antworten.
Fest steht: Die Gespräche laufen, die Lage entwickelt sich weiter – und das Thema Condor-Verkauf wird uns noch eine Weile begleiten. Peter Gerber hat mit seinen Aussagen im „Stern“ nochmal klar signalisiert, wohin die Reise gehen könnte. Ob Emirates, Etihad oder Qatar Airways am Ende das Rennen machen – das bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: In Frankfurt beobachten wir das ganz genau für euch!
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