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Trauer und Wut nach CSD-Attacke in Berlin – Hessen reagiert mit Mahnwachen

Nach der tödlichen CSD-Attacke in Berlin reagiert Hessen mit Mahnwachen in Frankfurt und Darmstadt. Radio Frankfurt berichtet über Trauer, Wut und Solidarität.

Redaktion
·
26. Juli 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 20 Minuten

Ein Anschlag erschüttert die queere Community – auch in Hessen

Die Nachrichten vom Samstag lassen viele Menschen fassungslos zurück: Beim Christopher Street Day in Berlin ist eine Frau bei einer Attacke ums Leben gekommen, 16 weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Mehrere von ihnen befinden sich noch immer auf Intensivstationen der Berliner Charité. Bei dem mutmaßlichen Fahrer soll es sich laut Polizei um einen Anhänger der islamistischen Szene handeln. Die Fahndung nach dem 21-jährigen Verdächtigen Abdul B. läuft weiterhin – und möglicherweise war sogar mehr als eine Person an dem Anschlag beteiligt. Hinweise aus Sicherheitskreisen deuten darauf hin, dass im Tatfahrzeug nicht nur der Airbag auf der Fahrerseite, sondern auch auf der Beifahrerseite ausgelöst haben soll.

„Wir fühlen uns nicht mal an diesem einen Tag sicher“

Der Angriff trifft die queere Community mitten ins Herz – auch in Frankfurt und Darmstadt. Die Veranstalter des Frankfurter CSD bringen es auf den Punkt: „Dass der CSD in Berlin gestern aufgrund eines Anschlags abgebrochen werden musste, trifft uns tief. Wir haben Angst, und wir sind wütend. Weil wir uns nicht mal an diesem einen Tag im Jahr sicher fühlen können.“ Stärker könnte die Botschaft kaum sein.

Als direkte Reaktion rufen die Frankfurter CSD-Veranstalter für Sonntagabend um 18 Uhr zu einer Mahnwache am Römer auf. Wer in Frankfurt ist: Kommt zusammen, zeigt Gesicht und Solidarität!

Auch Darmstadt setzt ein Zeichen

Auch in Darmstadt regt sich Widerstand gegen die Ohnmacht. Der Verein vielbunt und die dortigen CSD-Organisatoren rufen für denselben Abend um 19 Uhr zu einer Mahnwache auf dem Luisenplatz auf. Ihre Botschaft: „Es ist unverständlich, wie solch eine Tat bei einer Veranstaltung passieren kann, bei der vor allem eine Sache im Vordergrund steht: Liebe. Wir verurteilen diese Handlung und wollen zum Ausdruck bringen, wie erschüttert wir sind, aber auch, dass wir weiterhin zusammenstehen.“

Reaktionen aus der Hessischen Politik

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) nannte den Angriff auf X eine augenscheinliche „Terrortat“: „Wieder hat ein feiger und menschenverachtender Anschlag friedlich feiernde Menschen getroffen – diejenigen, die für unsere freie und offene Gesellschaft stehen.“ Auch die Grünen im Hessischen Landtag meldeten sich zu Wort. Miriam Dahlke erklärte: „Wir sind noch immer geschockt und fassungslos. Ausgerechnet an dem Tag, an dem die queere Community für ihre Sichtbarkeit, ihre Sicherheit, Akzeptanz und gleiche Rechte auf die Straße geht und sich zumindest für diesen einen Tag in der Mehrheit fühlt, hat ein feiger Anschlag einer Person das Leben genommen.“

Frankfurt steht zusammen

Die Mahnwachen in Frankfurt und Darmstadt sind ein klares Signal: Hessen lässt sich nicht einschüchtern. Die Solidarität mit den Opfern und der queeren Community ist spürbar – auf den Straßen, in den sozialen Netzwerken und in den Herzen der Menschen hier im Main-Gebiet. Radio Frankfurt berichtet weiter über alle Entwicklungen rund um dieses erschütternde Ereignis.

Übrigens: Wer sich abseits der schweren Nachrichten ein besonderes Erlebnis gönnen möchte, dem sei unser früherer Beitrag über das Zeppelin-Museum nahe Frankfurt ans Herz gelegt – dort könnt ihr per VR-Brille in die Welt historischer Luftschiffe eintauchen.

Quellen


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