
Von 33 Pfennig bis über zwei Euro: So haben sich Benzin- und Dieselpreise seit 1950 entwickelt. Alle Zahlen und Fakten zur Spritpreis-Geschichte im Überblick.
Ihr steht an der Zapfsäule und denkt euch: Boah, ist das teuer geworden! Stimmt – aber die Geschichte der Spritpreise ist eine echte Achterbahnfahrt. Wir haben für euch mal zurückgeblickt, was Benzin und Diesel seit 1950 wirklich gekostet haben. Schnallt euch an, hier kommen die Zahlen!
Nach Angaben des ADAC kostete ein Liter Diesel im Jahr 1950 gerade mal 33,8 Pfennig, Normalbenzin lag bei 56,3 Pfennig. Klingt nach Schnäppchen, oder? Auch die autokiste.de-Daten bestätigen: 1950 zahlte man umgerechnet rund 0,29 Euro für Normalbenzin und nur 0,17 Euro für Diesel. Die Preise blieben über Jahrzehnte erstaunlich stabil – erst in den 1970er-Jahren ging’s spürbar bergauf, als die Ölkrise zuschlug.
Noch Anfang 1999 kostete ein Liter Super laut ADAC durchschnittlich weniger als 79 Cent. Seitdem ging’s Schlag auf Schlag: Die Ökosteuer wurde zwischen 1999 und 2003 schrittweise erhöht, 2007 kam die Mehrwertsteuererhöhung dazu. Zusammen mit steigenden Rohölpreisen hat das den Sprit immer teurer gemacht.
2022 war laut ADAC der bisherige Rekordhalter: Im Schnitt mussten Autofahrer 186,0 Cent für einen Liter Super E10 und satte 194,6 Cent für Diesel hinlegen. Grund war vor allem der Ukraine-Krieg, der die Energiemärkte komplett durcheinandergewirbelt hat. Zum Vergleich: Im bisherigen Rekordjahr 2012 lag Benzin noch rund 27 Cent darunter, Diesel sogar fast 47 Cent.
Die gute Nachricht: 2024 und 2025 wurde es wieder günstiger. 2025 kostete Super E10 im Jahresschnitt 1,688 Euro – rund 17 Cent weniger als im Rekordjahr 2022. Diesel war sogar rund 33 Cent billiger. Nach Angaben von autokiste.de lagen die Jahresdurchschnittswerte 2025 bei 1,749 Euro für Super und 1,627 Euro für Diesel.
Und jetzt haltet euch fest: Der September 2026 war laut ADAC der teuerste Tankmonat überhaupt! Super E10 kostete im Schnitt 2,266 Euro pro Liter, Diesel sogar 2,386 Euro. Die bisherigen Höchststände aus April und August wurden damit locker geknackt. Grund dafür ist der Krieg mit Beteiligung des Iran, der die Ölexporte aus der Golfregion ins Wanken bringt – dazu kommen laut ADAC noch begrenzte Raffineriekapazitäten.
Besonders bitter für Diesel-Fahrer: Nach Angaben von autokiste.de kletterte der Dieselpreis in Kalenderwoche 43 erneut um 0,8 Cent auf 2,255 Euro, während Super E10 um 4,1 Cent auf 2,110 Euro sank. Der Ölpreis für ein Barrel Brent lag demnach bei rund 109 US-Dollar – das höchste Niveau seit Mai. Die einsetzende Heizperiode treibt zusätzlich die Nachfrage nach Heizöl und damit auch den Dieselpreis nach oben.
Spannend auch ein Blick auf die Infrastruktur: Laut autokiste.de gab es 1950 gerade mal 18.200 Tankstellen in Deutschland, 1970 waren es mit 46.091 sogar deutlich mehr als heute. Seitdem ist die Zahl kontinuierlich gesunken – 2024 zählte man nur noch 14.442 Tankstellen.
Ob 33 Pfennig oder über zwei Euro – Tanken bleibt ein Thema, das uns alle bewegt. Eins ist klar: Kraftstoffpreise sind Marktpreise, wie der ADAC betont, und hängen von Wettbewerb, Steuern und der Weltpolitik ab. Wir von Radio Frankfurt bleiben für euch am Ball und halten euch auf dem Laufenden – das beste Programm im Main-Gebiet eben!






Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Radio Frankfurt
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.