Vier Feuerwehren übten in Betzenrod gleichzeitig zwei Autounfälle – mit hydraulischem Spreizer, Motorsäge und Gefahrstoffen. So lief die spektakuläre Übung ab!
Zwei Unfälle, zwei Einsatzorte, vier Feuerwehren – und das alles gleichzeitig! In Betzenrod haben Einsatzkräfte aus Schotten, Götzen, Rudingshain und Betzenrod knapp zwei Stunden lang den Ernstfall geprobt. Was sich da abgespielt hat, war alles andere als ein normaler Übungsabend!
Der erste Unfallort lag direkt im Ortskern – an der Gabelung zweier Nebenstraßen. Zwei Autos waren mit voller Wucht zusammengestoßen, eines davon sogar auf die Seite gekippt. In beiden Fahrzeugen befanden sich „Verletzte“, die gerettet werden mussten. Keine leichte Aufgabe: Beide Türen waren verklemmt und ließen sich nicht öffnen.
Beim umgestürzten Fahrzeug entfernten die Einsatzkräfte kurzerhand mit einem elektrischen Trennschleifer die Frontscheibe, um den Dummy aus dem Inneren zu holen. Beim zweiten Wagen war mehr Kraftaufwand nötig: Ein hydraulischer Spreizer musste her, um die hintere Tür auf der Fahrerseite aufzuhebeln. Wehrführer Dr. Fabian Frank – der die Übung nicht nur organisiert hatte, sondern auch selbst als lauthals rufender „verletzter Fahrer“ mitwirkte – wurde schließlich aus dem Fahrzeug befreit.
Als wäre das nicht genug, stieg aus dem Motorblock des umgestürzten Autos Rauch auf, der Brandgefahr signalisierte. Zwei Schlauchleitungen zu nahe gelegenen Hydranten wurden deshalb blitzschnell verlegt. Zusätzlich hatten sich aus einem der Fahrzeuge gefährliche Stoffe auf der Straße ausgebreitet – ein weiterer Faktor, der die Lage noch komplexer machte.
Zeitgleich lief außerhalb der Wohnhäuser auf einer Obstbaumwiese oberhalb von Betzenrod eine zweite Rettungsaktion. Dort war ein Pkw gegen einen Obstbaum geprallt. Abgebrochene Äste hatten das Auto und seinen Fahrer unter sich begraben. Die Einsatzkräfte mussten mit der Motorsäge das Astgewirr zerstückeln, um überhaupt erst an das Fahrzeug heranzukommen. Auch hier sorgte Rauchentwicklung für zusätzlichen Druck – mitgeführtes Löschwasser brachte die Situation unter Kontrolle.
Stadtbrandinspektor Rouven Keil, der gleichzeitig Wehrführer der Schottener Feuerwehr ist, brachte es auf den Punkt: „Die Einsatzkräfte müssen das immer wieder üben, um im Notfall schnell helfen zu können.“ Denn das reibungslose Zusammenspiel mehrerer Wehren ist kein Selbstläufer – es will geübt und koordiniert sein.
Die 15 Stadtteilfeuerwehren der Schottener Großgemeinde sind in mehrere Löschbezirke eingeteilt, in denen der Übungsbetrieb zunehmend gemeinsam gestaltet wird. Betzenrod, Schotten, Götzen und Rudingshain gehören zum Löschbezirk Nord. Das gemeinschaftliche Agieren werde laut Keil immer wichtiger – auch, weil viele ehrenamtliche Kräfte tagsüber beruflich unterwegs und damit bei einem Alarm oft nicht greifbar seien.
Das Fazit der Übung fiel positiv aus: „Insgesamt verlief die Übung sehr zufriedenstellend und hat das gute Einsatzniveau der Feuerwehren im Zusammenwirken gezeigt“, so Keil. Ein echtes Kompliment an alle Ehrenamtlichen, die ihren Feierabend für die Sicherheit der Region opfern!






Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Radio Frankfurt
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.