Am 6. September ab 18 Uhr versammelt sich ein breites Bündnis auf dem Frankfurter Römerberg – für ein AfD-Verbotsverfahren und gegen Rechtsextremismus.
Frankfurt macht mobil! Am Wahlsonntag, dem 6. September, ab 18 Uhr versammelt sich ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis auf dem Römerberg – dem Herz unserer Stadt. Der Anlass: das voraussichtliche Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt. Die Botschaft: laut, klar und unmissverständlich. Unter dem Motto „Rechtsextreme raus aus unseren Parlamenten – AfD-Verbotsverfahren jetzt“ wird zu einer Kundgebung mit anschließender Demonstration aufgerufen.
Initiiert wurde die Kundgebung vom Frankfurter Bündnis gegen Rechtsextremismus. Doch das war erst der Anfang – denn das Bündnis wächst. Mit dabei sind unter anderem das Römerbergbündnis, die Omas gegen Rechts, der DGB Frankfurt, die GEW Hessen und die Naturfreunde. Ein breites Spektrum der Frankfurter Zivilgesellschaft zieht an einem Strang.
Besonders bemerkenswert: Das traditionsreiche Römerbergbündnis, in dem sich seit den 1970er-Jahren Kirchen, Gewerkschaften, die Jüdische Gemeinde und der Jugendring zusammengeschlossen haben, hat anlässlich dieser Wahl den Bündnisfall ausgerufen. Ein starkes Signal aus der Mitte Frankfurts.
Die Eröffnung übernimmt Philipp Jacks, Frankfurter DGB-Vorsitzender, der zugleich für das Römerbergbündnis und die Initiative „Wählen ja. AfDnee“ spricht. Seine Forderung ist deutlich: „Wir fordern die Bundesregierung dringend auf, das Verbotsprüfungsverfahren gegen die AfD einzuleiten. Der Ansatz, rechtsextreme Kräfte allein durch politische Arbeit zu schwächen, ist gescheitert.“
Als weitere Rednerinnen und Redner sind unter anderem der ehemalige Präsident von Eintracht Frankfurt, Peter Fischer, sowie Simone Claar, stellvertretende Vorsitzende der GEW Hessen, angekündigt. Prominente Gesichter, die für Frankfurt stehen – und die Haltung zeigen.
Auch die Frankfurter Kirchen machen klar, wo sie stehen. Der evangelische Stadtdekan Holger Kamlah bringt es auf den Punkt: „Nächstenliebe kennt keine Ausnahmen, die AfD schon. Das ist der Grund, warum die ev. Kirche die Demonstration mitträgt.“
Die Leitung der Katholischen Stadtkirche, Christiane Moser-Eggs und Michael Thurn, ergänzt: „Auch wenn man unterschiedlicher Auffassung zum AfD-Verbot sein kann, ist eins klar: Gemeinsam lehnen wir ganz entschieden die Politik der AfD sowie Rechtsextremismus und rechtsextreme Tendenzen ab. Die AfD ist aus christlicher Sicht nicht wählbar und darf keine Regierungsverantwortung bekommen.“
Am 6. September ab 18 Uhr ist der Römerberg der Ort, an dem Frankfurt Haltung zeigt. Ob jung oder alt, aus welchem Viertel auch immer – wer für eine offene, demokratische Stadtgesellschaft einsteht, ist herzlich eingeladen, dabei zu sein. Gemeinsam ist das Signal stärker. Der Sound der Weltstadt – und diesmal klingt er nach Demokratie und Zusammenhalt.






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