
Die U5-Station Güterplatz in Frankfurt ist jetzt geschlossen: Mit 24 Metern Tiefe wird sie die tiefste Station im VGF-Netz.
Großer Moment auf der U5-Baustelle in Frankfurt: Die Station am Güterplatz ist jetzt geschlossen! Die Stadtbahn Entwicklung und Verkehrsinfrastrukturprojekte Frankfurt (SBEV) hat den letzten Abschnitt der Stationsdecke betoniert – ein riesiger Schritt für das wohl spannendste Infrastrukturprojekt der Stadt. Wie wir in einem früheren Beitrag bereits berichtet haben, war die Fertigstellung des letzten Deckenabschnitts ein lang ersehnter Meilenstein – und jetzt ist klar: Die nächste Phase kann beginnen.
Was hier unter der Erde entsteht, ist wirklich beeindruckend. In rund 24 Metern Tiefe – noch tiefer als die bisher bekannten 20 Meter aus den ersten Bauberichten – wird die künftig tiefste Station der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) Gestalt annehmen. Die Decke selbst ist bis zu 2,30 Meter stark. Kein Wunder, schließlich lastet oberirdisch eine Menge drauf – Hochhäuser, Leitungen und das dicht bebaute Europaviertel.
Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert (Grüne) bringt es auf den Punkt: Noch vor einem Jahr war die Station ein Wald aus Traggerüsten. Heute ist die helle, großzügige Atmosphäre der Station bereits spürbar – und fünf Lichtdome sorgen dafür, dass Tageslicht bis in die Tiefe gelangt. Das klingt nicht nur technisch beeindruckend, das klingt schlicht cool.
Mit dem fertigen Rohbau öffnet sich die Tür für die nächsten Gewerke. Gleisbau, Signaltechnik und technische Gebäudeausstattung können bald ihre Arbeit aufnehmen. Gleichzeitig laufen an der Oberfläche bereits die nächsten Schritte: Seit Anfang August werden Leitungen umverlegt, um Baufreiheit für die nördlichen Zugänge der Station zu schaffen. Bis Ende 2027 werden laut SBEV insgesamt rund 20 Kilometer Leitungen auf dem gesamten Baufeld umverlegt – Wasser, Energie und Kommunikation.
Besonders spannend: Unterhalb der Auskragung des Hochhauses „The Spin“ entsteht gerade die erste Baugrube für einen der insgesamt vier Zugänge der Station. Der Zugang „Südost“ ist bereits so weit ausgegraben, dass man von der künftigen B-Ebene aus durch die geöffnete Bauwerkswand nach oben in die Baugrube blicken kann. Klingt abstrakt? Dann schau es dir einfach selbst an!
Genau das ist nämlich möglich! Am Samstag, 19. September 2026, laden die Stadt Frankfurt und die SBEV von 10 bis 16 Uhr zum Tag der offenen Baustelle im Projekt „Stadtbahn Europaviertel“ ein. Ihr könnt euch vor Ort ein Bild machen, wie das größte U-Bahn-Projekt der Stadt gerade Schicht für Schicht Realität wird. Weitere Infos gibt es unter sbev-frankfurt.de.
Das große Ziel bleibt klar: Ab 2029 soll die U5 vom Hauptbahnhof über den Güterplatz bis ins Europaviertel fahren. Das Projekt läuft bereits seit 2017 – und mit einer Station, die 105 Meter Bahnsteiglänge, vier Ebenen und rund 100 technische Betriebsräume umfassen wird, entsteht hier echte Stadtbahn-Geschichte. Der Sound der Weltstadt wird bald noch ein Stück tiefer reichen – 24 Meter, um genau zu sein!






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