
Nach dem tödlichen Unfall im Frankfurter Osthafen vom April hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt. Jetzt ist klar, was der Fahrer tat.
Der Frankfurter Osthafen ist ein Ort voller Leben – bekannt für Kultur, Feiern und Begegnungen. Zuletzt haben wir euch von einem rauschenden Osthafen-Festival mit 200.000 Besuchern berichtet. Doch das gleiche Areal war auch Schauplatz einer Tragödie, die Frankfurt im Frühjahr tief erschüttert hat – und zu der es jetzt eine erschütternde Antwort gibt.
Am Abend des 24. April stürzte ein Auto, besetzt mit fünf jungen Menschen, acht Meter tief in das Nordbecken des Frankfurter Osthafens. Drei Personen konnten sich selbst aus dem Fahrzeug befreien, zwei weitere mussten von Tauchern geborgen werden. Der 18-jährige Fahrer verstarb noch in der Unfallnacht. Ein 17-jähriges Mädchen erlag rund eine Woche später ihren lebensgefährlichen Verletzungen.
Das Fahrzeug durchbrach dabei frontal das Schutzgitter an der Kaimauer und versank anschließend im Hafenbecken. Es gab laut Polizei keine Hinweise auf ein weiteres beteiligtes Fahrzeug – die Ermittler gingen von Anfang an von einem Unfallgeschehen aus.
Noch in der Unfallnacht wurde dem Fahrer Blut abgenommen. Die Ergebnisse lieferten keinen Hinweis auf Alkohol oder Betäubungsmittel. Auch ein technischer Defekt am Fahrzeug konnte nicht festgestellt werden. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hatte daraufhin Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet.
Nun hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt diese Ermittlungen eingestellt. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur teilte die Behörde mit: Der Fahrer habe auf dem Gelände Fahrübungen gemacht. Die Behörde geht von einem tragischen Unfall aus – ohne strafrechtliche Konsequenzen für weitere Personen.
Der Osthafen steht für das pulsierende Frankfurt – für Festivals, Musik und Gemeinschaft. Gleichzeitig ist er nun auch Ort einer Tragödie, die zwei junge Leben gekostet hat. Der Abschluss der Ermittlungen bringt zwar rechtliche Klarheit, aber keinen Trost für die Familien der Opfer.
Frankfurt trauert. Und auch wenn die Ermittlungen nun abgeschlossen sind – dieser Unfall bleibt ein schmerzhafter Teil der Geschichte dieses Viertels.






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