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Tankrabatt ab Donnerstag: Das müsst ihr jetzt wissen

Der neue Tankrabatt startet ab Donnerstag mit 16,7 Cent Nachlass pro Liter. Alle wichtigen Infos zu Preisen, Timing und Weitergabe für Frankfurter Autofahrer.

Redaktion
·
29. September 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 11 Stunden

Der Sprit wird billiger – zumindest auf dem Papier

Aufgepasst, Frankfurt! Ab Donnerstagnacht greift der neue Tankrabatt, und Millionen Autofahrer im Main-Gebiet fragen sich: Wie komm ich am günstigsten an die Zapfsäule? Der Steuernachlass liegt bei 14,04 Cent pro Liter Energiesteuer, durch die gesparte Mehrwertsteuer ergibt sich am Ende ein Rabatt von 16,7 Cent. Bundestag und Bundesrat haben die Maßnahme im Eilverfahren durchgewunken, wie tagesschau.de berichtet. Gültig ist der Rabatt für drei Monate, von Oktober bis Ende Dezember.

Sinken die Preise sofort um Mitternacht?

Kurze Antwort: teilweise. Tankstellen sind nicht verpflichtet, den Rabatt sofort weiterzugeben, und um Punkt Mitternacht hat praktisch keine Tankstelle schon steuerbegünstigten Sprit im Tank. Trotzdem zeigt die Erfahrung der letzten beiden Rabatte, dass viele Preise direkt sinken – einfach weil die Kundschaft das erwartet. Dass gleich überall die vollen 16,7 Cent ankommen, ist aber eher unwahrscheinlich.

Wer jetzt denkt, Frühaufstehen bringt was – Fehlanzeige! Wegen der 12-Uhr-Regel können die Preise bis Mittag nur sinken, nicht steigen. Wer am späten Vormittag tankt, bekommt in der Regel den günstigsten Preis des Tages. Aber Vorsicht: Wer erst nach 12 Uhr an die Zapfsäule kommt, zahlt oft kräftig drauf – Daten des Portals Tankerkönig zeigen Preissprünge von bis zu 20 Cent nach oben.

Preisvergleich lohnt sich – gerade jetzt

In größeren Städten wie unserem Frankfurt kann der Unterschied zwischen günstigen und teuren Tankstellen locker im zweistelligen Centbereich liegen – manchmal sogar mehr als der Rabatt selbst bringt. Wie zdfheute.de erklärt, lohnt sich ein Preisvergleich gerade zu Beginn des Rabatts noch mehr als sonst, weil die Weitergabe von Tankstelle zu Tankstelle stark schwanken kann.

Kommt der Rabatt wirklich komplett an?

Das ist und bleibt umstritten. Beim letzten Rabatt im Mai und Juni hatten Ifo-Institut, Monopolkommission und Bundeskartellamt nur eine unvollständige Weitergabe festgestellt. Die Mineralölwirtschaft sieht das anders und beteuert, den Rabatt vollständig weitergegeben zu haben. Laut Ifo-Institut kam die Entlastung bei Super E5 und E10 fast vollständig an – beim Diesel aber nur mit durchschnittlich 12 Cent statt der vollen 16,7 Cent, wie tagesschau.de berichtet.

Was bringt’s dem Durchschnittsfahrer?

Nach Berechnungen von zdfheute.de, die sich auf Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes stützen, legt ein durchschnittliches Auto rund 900 Kilometer im Monat zurück. Bei einem Verbrauch von 7 bis 8 Litern auf 100 Kilometer spart ein Durchschnittsfahrer über die volle Laufzeit von drei Monaten also grob 32 bis 36 Euro. Klar, je nach Fahrleistung und cleverem Timing kann das auch mehr oder weniger sein.

Drohen Engpässe an den Tankstellen?

Weil der Rabatt nur für Sprit gilt, der nach Mitternacht am 1. Oktober geliefert wird, ist es für Tankstellen attraktiv, mit kleinen Lagerbeständen in den Stichtag zu gehen. Auch viele Autofahrer werden ihre Tanks vorher nicht komplett füllen. Beim letzten Rabatt führte das zu mehr Andrang, aber laut BörsenNEWS.de nicht zu großflächigen Problemen.

Wer zahlt die Zeche?

Die Bundesregierung rechnet mit rund 2,485 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen. Neu ist diesmal: Die Länder tragen die Hälfte mit, der Bund tritt ihnen dafür etwas weniger Umsatzsteuer ab. Wie tagesschau.de einordnet, ist das durchaus ungewöhnlich – normalerweise finanzieren die Länder Bundesentscheidungen nur ungern mit.

Warum ist Sprit gerade so teuer?

Hauptgrund ist der Iran-Krieg, der Export von Rohöl und Treibstoffen aus der Golf-Region ist dadurch eingeschränkt. Dazu kommen fehlende Raffineriekapazitäten und lokal auch logistische Probleme. Vor Kriegsausbruch kostete ein Liter Super E10 laut ADAC im bundesweiten Schnitt noch 1,78 Euro, Diesel 1,75 Euro – der Abstand zu den aktuellen Preisen ist damit deutlich größer als der geplante Rabatt. Ein Fallen unter 2 Euro ist deshalb eher unwahrscheinlich.

Fazit für alle Frankfurter Autofahrer

Der Tankrabatt ist da, aber Wunder darf keiner erwarten. Wer clever ist, vergleicht die Preise, tankt am späten Vormittag und bleibt entspannt, wenn’s am ersten Tag mal eng wird an der Zapfsäule. Das beste Programm im Main-Gebiet gibt’s natürlich weiter bei uns – Jetzt reinhören und immer auf dem Laufenden bleiben!

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