
Der Tankrabatt ist da: Die Preise fallen, doch die 12-Uhr-Regel entscheidet über den günstigsten Moment zum Tanken. Alle Infos für Frankfurt im Überblick!
Seit Donnerstag ist es amtlich: Der neue Tankrabatt läuft und die Preise an der Zapfsäule sind spürbar gefallen. Wir hatten euch in einem früheren Beitrag schon erklärt, was auf euch zukommt. Jetzt zeigt sich: Die Ersparnis ist real, aber der richtige Zeitpunkt zum Tanken macht einen riesigen Unterschied. Wir sagen euch, worauf ihr jetzt achten müsst!
Seit Mitternacht auf Donnerstag ist die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14,04 Cent pro Liter gesunken. Inklusive Mehrwertsteuer-Effekt ergibt das eine Entlastung von rund 16,7 Cent je Liter. Wie ZDFheute berichtet, gilt der Rabatt nicht für den Verkauf, sondern für die Lieferung des Sprits an die Tankstelle. Das heißt: Nicht jede Zapfsäule hatte in der ersten Nacht sofort günstigeren Kraftstoff im Tank. Erfahrungsgemäß fallen die Preise aber schnell, oft schon kurz nach Mitternacht.
Und jetzt kommt der Clou, den viele nicht auf dem Schirm haben! Wie die Berliner Zeitung unter Berufung auf eine Auswertung des ADAC berichtet, ist Tanken aktuell kurz vor 12 Uhr mittags im Schnitt am günstigsten. Bei Super E10 liegt der Preis dann rund 3,7 Cent, bei Diesel rund 4,3 Cent unter dem Tagesdurchschnitt. Der Grund ist die sogenannte 12-Uhr-Regel: Tankstellen dürfen ihre Preise nur einmal am Tag erhöhen, und zwar exakt um 12 Uhr. Senkungen sind dagegen jederzeit erlaubt. Das Ergebnis: Um 12 Uhr springt der Preis für Super E10 im Schnitt um 14,6 Cent nach oben, bei Diesel sogar um 18,4 Cent.
Vor Einführung dieser Regel war laut ADAC der frühe Abend die günstigste Zeit zum Tanken. Das hat sich komplett gedreht. Wer also morgens um 6 Uhr volltankt, zahlt oft mehr als jemand, der bis kurz vor Mittag wartet. Der ADAC sieht das mittlerweile kritisch und fordert sogar die Abschaffung der 12-Uhr-Regel, weil die Unterschiede innerhalb eines Tages dadurch größer geworden sind.
Ob der komplette Rabatt bei euch an der Kasse ankommt, ist eine andere Frage. Beim ersten Tankrabatt im Mai und Juni wurde der Steuervorteil laut Berechnungen des ifo Instituts größtenteils, aber eben nicht vollständig weitergegeben, vor allem beim Diesel blieb ein Teil auf der Strecke. Eine gesetzliche Pflicht zur vollständigen Weitergabe gibt es auch diesmal nicht. Ein Preisvergleich vor dem Tanken lohnt sich also mehr denn je, besonders in den ersten Tagen nach dem Start.
Nach Zahlen des Kraftfahrtbundesamts, auf die ZDFheute verweist, fährt ein durchschnittliches Auto in Deutschland rund 900 Kilometer im Monat. Bei einem Verbrauch von 7 bis 8 Litern auf 100 Kilometer kommt da über die vollen drei Monate gerechnet eine Ersparnis von grob 32 bis 36 Euro zusammen. Wer geschickt tankt und die Preise vergleicht, kann noch etwas mehr rausholen. Insgesamt rechnen Bund und Länder mit Mindereinnahmen von rund 2,485 Milliarden Euro durch den Tankrabatt.
Der Tankrabatt ist da und die Preise fallen tatsächlich spürbar. Aber: Wer sein Auto volltanken will, sollte nicht in Panik schon um 6 Uhr morgens an die Zapfsäule hetzen. Kurz vor 12 Uhr ist aktuell oft der beste Moment. Und danach gilt: Augen auf beim Preisvergleich, denn nicht jede Tankstelle gibt die volle Entlastung weiter. Das beste Programm im Main-Gebiet hält euch natürlich weiter auf dem Laufenden, wenn sich an der Zapfsäule was tut.






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