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Tankrabatt ist durch: Was sich jetzt an der Zapfsäule ändert

Tankrabatt ist beschlossen: Bundestag und Bundesrat sagen Ja zu 17 Cent weniger pro Liter. Was Autofahrer in Frankfurt jetzt zum Start im Oktober wissen müssen.

Redaktion
·
1. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 19 Stunden

Der Sound der Weltstadt tankt günstiger – zumindest bis Dezember

Jetzt ist es amtlich: Der Bundestag hat den Tankrabatt beschlossen, und auch der Bundesrat hat zugestimmt. Wie ZDFheute berichtet, sollen Benzin und Diesel dadurch rund 17 Cent pro Liter günstiger werden – für die Monate Oktober bis Dezember. In einem früheren Beitrag hatten wir euch schon erklärt, was zum Start des Rabatts auf euch zukommt. Jetzt gibt’s das Update mit allen frischen Fakten!

So viel bringt der Rabatt wirklich

Konkret sollen die Energiesteuern auf Diesel und Benzin zum 1. Oktober um 14,04 Cent pro Liter sinken. Weil auf die wegfallende Energiesteuer auch keine Mehrwertsteuer anfällt, ergibt sich laut ZDFheute eine Steuerreduzierung von insgesamt 16,7 Cent – gerundet eben die viel zitierten 17 Cent. Diesel darf nach EU-Recht nicht stärker gesenkt werden, deshalb gilt für Benzin der gleiche Wert, damit alle Autofahrer gleich behandelt werden.

Wichtig zu wissen: Die Tankstellen sind nicht verpflichtet, die Steuersenkung eins zu eins weiterzugeben. Aus Erfahrung mit dem letzten, ähnlich angelegten Tankrabatt im Mai und Juni ist aber laut ZDFheute zu erwarten, dass die Preise in der Nacht zum 1. Oktober schnell fallen – oft schon um Mitternacht. Der Steuerrabatt gilt dabei nur für Sprit, der nach Mitternacht die Raffinerien oder Großtanklager verlässt. Bis überall steuerverbilligter Sprit im Lager ist, kann es also ein paar Tage dauern.

Lohnt sich die Schlange an der Tanke?

Nein, sagt ZDFheute ganz klar – es gibt keinen Grund, extra früh aufzustehen. Wegen der sogenannten 12-Uhr-Regel kann der Preis bis Mittag nur sinken, nicht steigen. Typischerweise ist sogar der späte Nachmittag der günstigste Moment des Tages. Wer noch genug Sprit im Tank hat, kann sich also die Warteschlangen am ersten Tag locker sparen.

Ob der Rabatt am Ende auch komplett bei euch ankommt, ist allerdings umstritten. Beim letzten Rabatt im Frühjahr hatten unter anderem Ifo-Institut, Monopolkommission und Bundeskartellamt nur eine unvollständige Weitergabe errechnet, wie ZDFheute berichtet. Die Mineralölwirtschaft selbst bestreitet das. Gerade zu Beginn des neuen Rabatts können die Unterschiede zwischen den Tankstellen groß sein – ein Preisvergleich lohnt sich also doppelt.

Was das Ganze kostet – und wer zahlt

Die Bundesregierung rechnet mit 2,485 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen durch den Rabatt. Neu ist dabei: Die Hälfte der Kosten sollen diesmal die Länder tragen, der Bund tritt ihnen dafür weniger Umsatzsteuereinnahmen ab als sonst üblich. Laut ZDFheute ist das durchaus ungewöhnlich, denn normalerweise finanzieren die Länder Bundesentscheidungen nur widerwillig mit.

Für den durchschnittlichen Autofahrer bedeutet der Rabatt übrigens keine Riesensumme: Bei rund 900 gefahrenen Kilometern im Monat und einem Verbrauch von 7 bis 8 Litern auf 100 Kilometer sparen Verbrenner-Fahrer über die vollen drei Monate gerechnet grob 32 bis 36 Euro. Je nach Fahrweise und cleverem Tankzeitpunkt kann das natürlich auch anders aussehen.

Nicht alle sind begeistert

Ganz Deutschland ist sich bei dem Thema übrigens nicht einig. Nach dem aktuellen ZDF-Politbarometer begrüßen 50 Prozent die Steuersenkung, 44 Prozent halten sie für schlecht – vor allem bei Linken- und Grünen-Anhängern kommt der Rabatt nicht gut an. Trotzdem findet eine deutliche Mehrheit von 78 Prozent, dass die Bundesregierung insgesamt zu wenig gegen die steigenden Energiepreise unternimmt.

Auch Ökonomen sehen die Maßnahme laut ZDFheute kritisch: Der Rabatt sei teuer und nicht zielgenau, dämpfe das eigentlich sinnvolle Preissignal beim Sprit und es sei nicht garantiert, dass er wirklich komplett beim Verbraucher ankommt.

Fazit für Frankfurt

Egal was man vom Tankrabatt hält – ab 1. Oktober wird’s für viele von euch an der Zapfsäule etwas günstiger. Haltet die Augen offen, vergleicht die Preise und spart, wo’s geht. Das beste Programm im Main-Gebiet bleibt natürlich weiter am Ball, wenn sich an den Spritpreisen was tut. Jetzt reinhören!

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