
Der Tankrabatt ist gestartet: Bis zu 17 Cent Entlastung pro Liter. Alle aktuellen Fakten zur Steuersenkung und was als Nächstes geplant ist bei Radio Frankfurt.
Seit dem 1. Oktober 2026 ist es amtlich: Der neue Tankrabatt läuft, und ganz Frankfurt schaut auf die Anzeigetafeln an den Tankstellen. Wir hatten euch in einem früheren Beitrag schon erklärt, was der Start bedeutet. Jetzt gibt’s das Update mit den frischen Zahlen und Fakten direkt von der Bundesregierung.
Laut Bundesregierung senkt der Bund die Energiesteuer auf Benzin und Diesel bis Ende 2026 um 14 Cent pro Liter. Rechnet man den Umsatzsteuer-Anteil mit rein, kommt die Bundesregierung auf eine Gesamtentlastung von rund 17 Cent pro Liter. Das ist noch mal ein Stück mehr, als viele zuletzt erwartet hatten – also gute Nachrichten für alle, die täglich tanken müssen.
Insgesamt sollen Bürgerinnen, Bürger und die Wirtschaft laut Bundesregierung um etwa 2,5 Milliarden Euro entlastet werden. Bund und Länder teilen sich die Kosten: Die Länder steuern über einen Umsatzsteuerfestbetrag 1,25 Milliarden Euro bei. Bundestag und Bundesrat haben grünes Licht gegeben, sodass die Steuersenkung pünktlich zum 1. Oktober 2026 an den Start gehen konnte.
Genau das war ja beim letzten Tankrabatt die große Frage – und laut Bundesregierung gibt’s jetzt eine klare Antwort. Die unabhängige Monopolkommission und das Bundeskartellamt kommen zu dem Schluss, dass die Energiesteuersenkung bei Benzin und Diesel im Mai und Juni 2026 weitgehend bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern angekommen ist. Der Tankrabatt hat also seine Funktion erfüllt und Preisspitzen in einer Phase besonders hoher Kraftstoffpreise effektiv abgefangen. Für Pendler, Handwerker und alle, die aufs Auto angewiesen sind, ist das eine handfeste Entlastung im Alltag.
Und hier wird’s richtig spannend: Die Bundesregierung plant offenbar noch mehr. Spätestens zum 1. Januar 2027 soll es Gespräche mit der Mineralölwirtschaft geben, mit dem Ziel, einen vorübergehenden Spritpreisdeckel nach dem Vorbild von Luxemburg oder Belgien einzuführen. Dabei soll die Versorgungssicherheit gewährleistet bleiben, und missbräuchliche Preisaufschläge sollen unterbunden werden. Auch auf EU-Ebene laufen Gespräche, ob ähnlich wie beim Energiekrisenbeitrag 2022 Maßnahmen gegenüber der Mineralölwirtschaft geprüft werden können.
Bundeskanzler Friedrich Merz wird von der Bundesregierung mit den Worten zitiert, wer täglich aufs Auto angewiesen sei, komme an seine Belastungsgrenze – man handle deshalb schnell und habe einen klaren Fahrplan für 2027.
Der Tankrabatt ist dabei nicht die einzige Maßnahme. Die Bundesregierung verweist zusätzlich auf die dauerhafte Erhöhung der Pendlerpauschale, von der Pendlerinnen und Pendler deutlich stärker profitieren als zuvor. Wer wenig verdient, bekommt weiterhin die Mobilitätsprämie. Ab 2027 soll außerdem die Einkommensteuer für Familien und Menschen mit geringen und mittleren Einkommen gesenkt werden. In der Landwirtschaft wurde zudem die Agrardiesel-Rückvergütung wieder vollständig eingeführt.
Parlamentarisch war der Weg zum Tankrabatt Teil eines größeren Gesetzespakets, das laut Bundestag unter anderem auch Änderungen bei der Versicherungsaufsicht und weitere Vorlagen umfasste, die im vereinfachten Verfahren an die Ausschüsse überwiesen wurden.
Klar ist: Der Tankrabatt bringt spürbare Entlastung, auch wenn nicht jeder Cent sofort an der Zapfsäule sichtbar wird. Schaut also weiter regelmäßig auf die Preise – gerade jetzt, wo sich laut Bundesregierung offenbar noch mehr tut in Sachen Spritpreis-Deckel. Wir bleiben für euch dran und halten euch auf dem Laufenden, sobald es Neuigkeiten gibt.
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