
September 2026 war der teuerste Tankmonat aller Zeiten: Super E10 und Diesel auf Rekordniveau. Wir zeigen die Gründe und was die Politik jetzt plant.
Liebe Pendler, jetzt wird’s richtig teuer: Der September 2026 ist laut ADAC der teuerste Tankmonat überhaupt! Super E10 kostete im Schnitt 2,266 Euro pro Liter, Diesel lag bei 2,386 Euro. Damit wurden die bisherigen Rekordwerte von 2,145 Euro für E10 und 2,263 Euro für Diesel deutlich übertroffen. Wir hatten in einem früheren Beitrag schon die Spritpreis-Achterbahn seit 1950 unter die Lupe genommen – und jetzt geht die wilde Fahrt munter weiter. Der Sound der Weltstadt kommt diesmal mit einem ziemlich sauren Unterton: Tanken tut richtig weh.
Der Hauptgrund für die Preisexplosion ist laut ADAC der Krieg mit Beteiligung des Iran, der die Ölexporte aus der Golfregion deutlich beeinträchtigt. Dazu kommt noch die begrenzte Raffineriekapazität, die die Lage auf den Kraftstoffmärkten zusätzlich verschärft. Am teuersten Tanktag im September, dem 16. September, kostete Super E10 sogar 2,314 Euro je Liter, Diesel zog am Tag danach mit 2,471 Euro nach.
Schon im Frühjahr 2026 gab es eine krasse Preisdynamik: Am 6. April kostete ein Liter Super E10 im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,191 Euro, einen Tag später erreichte Diesel mit 2,446 Euro den höchsten Wert seit Beginn der ADAC-Aufzeichnungen. Laut dem Antrag der FDP-Fraktion im Landtag Nordrhein-Westfalen lag das Preisniveau auch Ende September erneut auf Rekordhöhe: Am 29. September kostete Super E10 nach Angaben von SWR.de durchschnittlich 2,25 Euro und Diesel 2,40 Euro je Liter.
Dass bei den Spritpreisen Handlungsbedarf besteht, sehen inzwischen auch Politiker aus verschiedenen Lagern so. Laut dem Antrag der FDP-Fraktion sprach sich Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche bereits im April 2026 für eine zeitweise höhere Pendlerpauschale aus. Kurz darauf zeigte sich Bundeskanzler Friedrich Merz offen für eine Anhebung der Entfernungspauschale von 38 auf bis zu 45 Cent. Auch aus der SPD kam Rückenwind: Der bayerische SPD-Landesvorsitzende Sebastian Roloff forderte ausdrücklich eine Erhöhung auf 45 Cent.
Umgesetzt wurde das bislang trotzdem nicht. Stattdessen entschied sich der Koalitionsausschuss für eine zeitlich begrenzte Senkung der Energiesteuer, den sogenannten Tankrabatt, der zum 1. Oktober 2026 in Kraft treten soll. Die FDP-Fraktion fordert in ihrem Antrag an den Landtag Nordrhein-Westfalen nun, dass sich die Landesregierung über den Bundesrat für eine dauerhafte Anhebung der Pendlerpauschale auf 45 Cent ab dem ersten Kilometer einsetzt – rückwirkend für das gesamte Jahr 2026.
Zur Einordnung: 1950 kostete ein Liter Diesel gerade einmal 33,8 Pfennig, also umgerechnet rund 17 Cent. Normalbenzin lag bei 56,3 Pfennig. Bis in die 1970er-Jahre blieben die Preise relativ stabil, bevor die Ölkrise für einen ersten großen Sprung sorgte. Das bisherige Rekordjahr war 2022 mit durchschnittlich 186,0 Cent für Super E10 und 194,6 Cent für Diesel – ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine. 2025 wurde es dann wieder günstiger: Super E10 kostete im Schnitt 1,688 Euro, Diesel lag laut ADAC-Daten deutlich darunter. Dass der September 2026 jetzt alles in den Schatten stellt, zeigt: Die Spritpreis-Achterbahn nimmt munter weiter Fahrt auf.
Egal ob Frankfurt oder Rhein-Main-Gebiet – wer täglich zur Arbeit fahren muss, spürt die Rekordpreise im Geldbeutel ganz direkt. Das beste Programm im Main-Gebiet hält euch natürlich weiter auf dem Laufenden, wie sich die Lage an den Zapfsäulen entwickelt und was die Politik als Antwort plant. DANKE AN 344.000 HÖRER, die uns dabei treu bleiben – Jetzt reinhören und immer top informiert sein!






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