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WDC-Jahr geht zu Ende: Design Policy Days bringen Frankfurt RheinMain zusammen

Design Policy Days beenden das WDC-Jahr in Frankfurt RheinMain: Drei Konferenztage in Wiesbaden, Offenbach und Frankfurt zu Demokratie, Design und Verwaltung.

Redaktion
·
29. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 11 Minuten

Der Sound der Weltstadt verabschiedet sich vom Design-Jahr

Leute, es wird ernst! Das Jahr als World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 geht in die letzte Runde. Vom 11. bis 14. November steigen die Design Policy Days in Wiesbaden, Offenbach und Frankfurt – der große Schlusspunkt unter ein Jahr, das unter dem Motto „Design for Democracy. Atmospheres for a better life“ stand. Wir sagen euch, was euch erwartet und was sich in den letzten Wochen rund um den Titel noch alles tut.

Drei Tage, drei Orte, ein großes Thema

Wie das Magazin AW Architektur & Wohnen im Interview mit Felix Kosok, Leiter Design-Diskurs im WDC-Programmteam, berichtet, haben die Design Policy Days einen klaren Fahrplan. Los geht’s in Wiesbaden mit dem Thema Public Service Design – sprich: Wie tickt die Verwaltung, wo trifft sie auf die Bürger, und welche Chancen und Risiken bringen Digitalisierung und KI mit sich. Donnerstag zieht die Konferenz weiter nach Offenbach an die Design- und Kunsthochschule, wo Design als Dienstleistung und politische Haltung im Design auf dem Programm stehen. Am Abend gibt’s dazu ein internationales Symposium mit dem italienischen Gestalter Silvio Lorusso über die Arbeitsbedingungen in der Kreativwirtschaft.

Freitag dreht sich dann alles um Design und Politik – in Kooperation mit dem Deutschen Designtag und dem Forschungszentrum Normative Ordnungen der Goethe-Universität Frankfurt. Drei parallele Tracks warten: Roundtables zu Staatsreformen, Zivilgesellschaft und digitaler Souveränität, Projektpräsentationen internationaler Best-Practice-Beispiele sowie Workshops und eine begleitende Ausstellung. Am Samstag folgt laut Kosok der große Abschluss des gesamten WDC-Jahres in der Frankfurter Paulskirche – inklusive Staffelstabübergabe an die kommende World Design Capital Busan 2028.

Internationale Gäste und ein Positionspapier für die Region

Nach Angaben von Felix Kosok im Interview mit AW Architektur & Wohnen bringt die Konferenz eine bunte Mischung an Stimmen zusammen: von Designern über Politikwissenschaftler bis hin zu einer Delegation des Taiwan Design Research Institute, die ihr überarbeitetes Wahlprozedere für Taipeh vorstellt. Auch Vertreter von DigitalService, dem Digitalisierungspartner des Bundes, sind dabei und sprechen über verständlichere Bürgerkommunikation.

Am Samstag wird zudem ein Positionspapier mit Empfehlungen für einen sogenannten Design Action Plan Frankfurt RheinMain vorgestellt. Ziel ist es, die Erkenntnisse aus dem WDC-Jahr langfristig in der Region zu verankern – denn ein Patentrezept dafür gibt es laut Kosok bislang nicht.

Auch in Wiesbaden tut sich noch einiges

Parallel dazu läuft der WerkRaum Wiesbaden als offenes Forum für WDC-Projekte noch bis zum 31. Oktober 2026 auf Hochtouren. Laut der Stadt Wiesbaden dreht sich im Oktober alles um die große Frage: Wie wollen wir leben? Themen wie bezahlbarer Wohnraum, Gesundheit und soziale Gerechtigkeit kommen hier zusammen – mit Formaten wie den Housing Project Days am 16. und 17. Oktober, bei denen Wohnprojektgruppen, Experten und Interessierte ins Gespräch kommen, oder dem Infopunkt zum Ostfeld-Projekt, wo es um bezahlbaren Wohnraum und nachhaltige Mobilität für bis zu 10.000 neue Bewohner geht.

Nach dem Ende des WerkRaum am 31. Oktober werden laut Stadt Wiesbaden übrigens Möbel und Materialien aus dem Projekt weitergegeben – ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft. Interessierte konnten sich bis zum 18. Oktober per E-Mail melden, die Abholung ist für den 2. November angesetzt.

Ein Jahr mit Ecken und Kanten – aber mit Wirkung

Nicht alles lief nach Plan: Wie AW Architektur & Wohnen anmerkt, blieb die überregionale Strahlkraft des WDC-Jahres eher gering, auch weil das Programm – gerade innerhalb der Designszene – nicht immer leicht zugänglich war. Felix Kosok sieht das Jahr dennoch als Erfolg, weil es Impulse gesetzt habe, die über die Region hinaus wirken könnten. Sein Fazit im Interview: Design könne dann wirklich etwas bewegen, wenn Menschen selbst erleben, dass sie durch eigenes kreatives Handeln etwas verändern können.

Das beste Programm im Main-Gebiet hört jedenfalls genau hin, was aus Wiesbaden, Offenbach und Frankfurt in den kommenden Wochen noch zu berichten gibt. Jetzt reinhören und am Ball bleiben – das WDC-Jahr geht mit einem echten Paukenschlag zu Ende!

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