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Orgel-Matinée im Frankfurter Dom: „Maria Himmelskönigin

Am 15. August spielt Dommusikdirektor Andreas Boltz eine Orgel-Matinée im Frankfurter Dom zum Thema „Maria Himmelskönigin

Redaktion
·
7. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 57 Minuten

Musik, Geschichte und ein besonderes Fest

Am Samstag, 15. August 2026, um 12.30 Uhr erwartet euch im Frankfurter Kaiserdom St. Bartholomäus ein ganz besonderes Klangerlebnis: Dommusikdirektor Andreas Boltz spielt im Rahmen der monatlichen Orgelmatinéen ein Programm unter dem Titel „Maria Himmelskönigin“. Der Termin ist kein Zufall – denn der 15. August ist das christliche Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel, kurz Mariä Himmelfahrt, das bereits seit dem 5. Jahrhundert gefeiert wird.

Im Mittelpunkt des Festes steht der Glaube, dass Maria als Erste der Erlösten die von Gott versprochene Zukunft des ewigen Lebens vorweggenommen hat. Diese tiefe theologische Botschaft hat über die Jahrhunderte unzählige Komponisten inspiriert – und genau das spiegelt das Programm an diesem Samstag wider.

Das Programm: Vier Komponisten, ein Thema

Andreas Boltz hat vier außergewöhnliche Werke zusammengestellt, die das Marienfest musikalisch aus ganz verschiedenen Epochen beleuchten:

  • Hans Buchner verarbeitete bereits an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert – einer frühen Phase überlieferter Noten-Orgelmusik – die Melodie des Responsoriums „Quae est ista, quae ascendit“ zu einem kunstvollen vierstimmigen Ricercar. Der Text dieses Stückes wird bis heute im Kirchenlied „Sagt an, wer ist doch diese“ zu Marienfesten gesungen.
  • Hermann Schroeder, einer der bedeutenden deutschen Orgelkomponisten des 20. Jahrhunderts, verband in seiner „Cantio duplex“ zwei marianische Gesänge auf kunstvolle Weise: den Hymnus „Ave maris stella“ und das volkstümliche Kirchenlied „Maria Himmelskönigin“.
  • Charles Tournemire widmete sich in seinem gewaltigen 51-bändigen Orgelwerk „L’Orgue mystique“ ganz dem gregorianischen Choral. Aus der 35. Sammlung, die dem Hochfest Mariä Himmelfahrt gewidmet ist, erklingen das Offertorium „Assumpta est Maria in coelum“ sowie das eindrucksvolle Finalstück „Paraphrase-Carillon“, das den Hymnus „Ave maris stella“ und die Antiphon „Salve Regina“ in der älteren dorischen Melodie verarbeitet.
  • Alexandre Guilmant rundet das Programm ab.

Übrigens lohnt sich beim Besuch ein Blick nach links, bevor ihr den Hochchor betretet: Der sogenannte „Maria-Schlaf-Altar“ zeigt die Todesstunde Marias mit dem Entschlafen im Beisein der Jünger – und die Aufnahme ihrer Seele, dargestellt als weiß gekleidetes Kind, durch die Engel in den Himmel. Ein einzigartiges Kunstwerk, das perfekt zum Thema des Konzerts passt.

Andreas Boltz – der Mann an der größten Orgel Hessens

Seit Juni 2011 wirkt Andreas Boltz als Dommusikdirektor am Frankfurter Kaiserdom. Er ist künstlerischer Leiter der „Frankfurter Domkonzerte“ und gestaltet dort mehrmals jährlich Konzertprogramme als Organist und Dirigent. 2025 spielte er Orgelkonzerte unter anderem in der Pariser Basilika Sainte Clotilde sowie in den Domen von Erfurt und München. Zum 500. Jubiläumskonzert der Reihe „Frankfurter Domkonzerte“ dirigierte er im Mai zwei Aufführungen von Ludwig van Beethovens „Missa solemnis“.

Das Instrument, auf dem Boltz spielt, ist beeindruckend: Die Domorgel verfügt über 116 Register und rund 9.000 Pfeifen – sie ist die größte Orgelanlage in Hessen und die siebtgrößte Orgel in ganz Deutschland. Seit 2011 findet einmal im Monat eine halbstündige Orgelmatinée im Dom statt, gestaltet von Boltz und renommierten Gastorganisten.

Tickets & Infos – so seid ihr dabei!

Der Eintritt zur Orgel-Matinée beträgt 5 Euro. Karten gibt es ausschließlich ab 12.00 Uhr an der Tageskasse vor Ort – also rechtzeitig hinfahren! Weitere Infos zu den Frankfurter Domkonzerten findet ihr direkt beim Veranstalter. Der Sound der Weltstadt wartet auf euch – diesen Samstag im Herzen Frankfurts!

Quellen


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