
Kevin Trapp spricht über seine Rückkehr zu Paris Saint-Germain, seinen Top-Form-Körper mit 36 Jahren und die offene Tür zur Nationalmannschaft unter Jürgen…
Er ist 36, spielt wieder in Paris und fühlt sich fitter denn je – Kevin Trapp, der langjährige Eintracht-Frankfurt-Torwart, sorgt gerade für Gesprächsstoff. Denn auf die Frage, ob das Kapitel Nationalmannschaft für ihn abgeschlossen sei, gibt der Keeper eine klare Antwort: „So ein Buch macht man nie zu.“ Der Sound der Weltstadt trägt manchmal weite Wege – und dieser kommt direkt aus Mainz.
Nach dem Testspiel des FC Paris bei Mainz 05, das mit einem 0:4 endete, stellte sich Trapp direkt am Spielfeldrand den Fragen eines Reporters der Frankfurter Rundschau. Im Hintergrund riefen kleine Mainzer Fans nach Autogrammen und Selfies – Trapp blieb trotzdem locker und gesprächig. Er hatte in der Partie die ersten 65 Minuten gespielt und dabei zwei Treffer kassiert.
Die Niederlage kommentierte er sachlich: „Wir sind seit vier Wochen in einer harten Vorbereitung, haben eine junge und sehr talentierte Mannschaft. Mainz spielt sehr intensiv und aggressiv.“ Zwei Treffer nach Ecken, ein Elfmeter und ein Eigentor – Trapp nimmt’s als Lernstoff mit. Kein Drama, aber auch keine Ausrede.
Nach seinen Jahren bei Eintracht Frankfurt ist Trapp zurück bei Paris Saint-Germain – einem Klub, bei dem er bereits von 2015 bis 2019 unter Vertrag stand. „Es war leicht, sich wieder einzuleben. Ich konnte in meine eigene Wohnung einziehen, ich spreche die Sprache und fühle mich unheimlich wohl“, sagt der 36-Jährige. Anfangs war klar, dass der junge Obed Nkambadio – mit dem die Mannschaft den Aufstieg geschafft hatte – zwischen den Pfosten steht. Doch Trapp setzte sich durch, spielte eine seiner besten Saisons der Karriere und hat noch zwei weitere Jahre Vertrag.
„Ich fühle mich körperlich und mental unfassbar fit. Fitter als vor ein paar Jahren“, betont Trapp. Ein konkreter Grund? Den hat er selbst nicht – „Es ist einfach so.“ Klare Ansage von einem Keeper, der weiß, was er kann.
Sieben Jahre lang war Trapp regelmäßig im Kader der deutschen A-Nationalmannschaft. Zuletzt war er im November 2023 dabei. Und jetzt, mit Jürgen Klopp als neuem Bundestrainer? „Ich will hier im Verein Leistung bringen. So wie es mir in der vergangenen Saison gelungen ist, eine der besten meiner Karriere. Daran will ich anknüpfen. Ich war zuletzt im November 2023 dabei und schaue noch immer hin.“ Das klingt nicht nach Abschied – das klingt nach Ambitionen.
Klopp selbst bewertet Trapp so: „Wir wissen alle, was er für ein Trainertyp ist. Er kann Menschen mitnehmen, er kann Menschen einfangen. Er entfacht viel Energie und war überall erfolgreich.“ Ein Trainer, der Energie entfacht – und ein Torwart, der noch längst nicht fertig ist. Passt doch irgendwie zusammen, oder?
Auch wenn Trapp bei der Rückreise nur den Frankfurter Flughafen zu sehen bekam, ist die Verbindung zur Eintracht nach wie vor da. „Ich war so lange dort und habe immer wieder mal Kontakt zu Spielern“, sagt er. Über seinen Abgang und die Torhütersituation bei der Eintracht möchte er sich nicht äußern – das gehört sich so. Aber Wehmut? Keine Spur. „Das war eine Entscheidung, die von allen Seiten getroffen wurde. Ich bin sehr glücklich mit dem Wechsel.“
Auch sein Frankfurter Startup, die Moelk Company, die er gemeinsam mit Freunden gegründet hat, läuft weiter – trotz der Entfernung. „Wir haben ein gutes Team in Frankfurt. Wir haben fast täglich Kontakt.“
Kevin Trapp zeigt eindrucksvoll, dass 36 für einen Torhüter kein Endpunkt ist. Er ist fit, motiviert, in Paris angekommen – und hält die Tür zur Nationalmannschaft bewusst offen. Ob Jürgen Klopp anklopft, wird die Saison zeigen. Eines ist klar: Dieses Buch ist noch nicht zu Ende geschrieben.






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