
Die Kickers Offenbach gehen nach dem 2:1-Auftaktsieg gegen Walldorf selbstbewusst in die Partie beim SSV Ulm – das Lazarett lichtet sich und der OFC ist bereit!
Der Sound der Weltstadt trägt auch nach Offenbach – und da läuft es gerade richtig rund! Nach dem 2:1-Auftaktsieg gegen Astoria Walldorf gehen die Kickers Offenbach mit einem guten Gefühl in den zweiten Spieltag der Regionalliga Südwest. Am Freitagabend um 19 Uhr warten die „Spatzen“ vom SSV Ulm – und der OFC will nachlegen!
Nach dem Schlusspfiff beim Heimspiel auf dem Bieberer Berg war die Stimmung bestens. Als die anderen Ergebnisse des ersten Spieltages verkündet wurden, sorgte die Konstellation für einen echten Fan-Moment: „Die spielen alle für uns“, rief ein Anhänger von der Glaabsbräu-Tribüne – gut hörbar und mit einem Augenzwinkern. Tatsächlich reichte der knappe Heimerfolg, um sich gemeinsam mit dem FC Homburg Platz vier zu teilen. Nach der enttäuschenden vergangenen Saison wäre das am Rundenende wohl mehr als willkommen.
Trotzdem will OFC-Trainer Mark Zimmermann keine Euphorie aufkommen lassen. „Das war ein Startschuss, mehr nicht“, stellte der 52-Jährige klar. Und das ist auch gut so – denn die Aufgabe in Ulm hat es in sich. Zimmermann war gemeinsam mit Sportdirektor Martin Pieckenhagen persönlich vor Ort, als der SSV Ulm das „Ländle-Derby“ bei den Stuttgarter Kickers mit 2:4 verlor. Bis zur Roten Karte gegen SSV-Zugang Per Lockl in der 54. Minute hatten die „Spatzen“ die Partie noch im Griff und mit 1:0 geführt. Zimmermann beschreibt Ulm als erfahrene und spielstarke Mannschaft – auch wenn das volle Potenzial im Auftaktspiel noch nicht zu sehen war.
Für die Partie gegen den OFC fallen beim SSV gleich mehrere wichtige Akteure aus: Abwehrchef Johannes Reichert befindet sich nach einem Kreuzbandriss in der Reha, Außenspieler Benjamin Goller zog sich im letzten Test einen Schlüsselbeinbruch zu, und Spielmacher Lockl ist gesperrt. Zudem stand zuletzt nur ein Angreifer – Steffen Meuer – zur Verfügung. Den gesperrten Lockl könnte Leon Müller ersetzen, der einst beim FSV und auch beim OFC aktiv war.
Auch beim OFC gab es zuletzt Personalsorgen, doch die Lage entspannt sich leicht. Während Verteidiger Ronny Marcos am Mittwoch aufgrund von Fußsohlenproblemen noch fehlte, kehrten Jelle Goselink und Jan Becker ins Mannschaftstraining zurück. Besonders Becker – vom SV Wehen Wiesbaden ausgeliehen und während der Vorbereitung bester Angreifer – hinterließ einen starken Eindruck, nachdem er zuvor wegen Adduktorenproblemen pausieren musste.
Etwas abseits der Gruppe arbeitete Rehatrainer Basti Kliem mit Mittelfeldmann Onur Ünlücifci sowie den Verteidigern Alexander Sorge und Noah Lehmann. Ünlücifci, der zuletzt im Oktober für den OFC spielte, kämpft sich nach einer Leistenoperation zurück. Sein Vertrag ist ausgelaufen – doch Trainer Zimmermann, erst seit März bei den Kickers, will sich zunächst ein Bild vom 29-Jährigen machen. Gut möglich, dass der Linksfuß erneut in Offenbach unterschreibt. Bis Mittwoch war außerdem Innenverteidiger Dominic Schmidt (25, zuletzt Würzburger Kickers) als Testspieler im Training dabei.
Die Kickers haben den ersten Schritt gemacht – jetzt folgt Schritt zwei! Im Vergleich zur vergangenen Saison, in der Offenbach aus beiden Partien gegen Walldorf nur einen Punkt holte, sind es jetzt bereits drei. Die Richtung stimmt. Ob der OFC diesen Schwung mit nach Ulm nimmt, zeigt sich am Freitagabend um 19 Uhr. Wir drücken die Daumen – und ihr? Jetzt reinhören und dabei sein!






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