
Beim Kickers-Offenbach-Heimspiel gegen Walldorf wurde ein 79-jähriger Fan zweimal ohnmächtig. Sein Sohn lobt die schnellen Helfer und das besonnen reagierende…
Das erste Heimspiel der Kickers Offenbach in der neuen Saison hatte alles, was Fußball-Herz begehrt: Spannung, ein spätes Siegtor und am Ende große Erleichterung. Doch für zwei OFC-Fans aus Rodgau wurde die Partie gegen Walldorf zu einem ganz besonderen Erlebnis – und das nicht nur wegen des 2:1-Erfolgs. Ein 79-jähriger Vater wurde während des Spiels gleich zweimal ohnmächtig. Sein Sohn hat die dramatischen Minuten jetzt öffentlich gemacht – und dabei vor allem eines im Gepäck: Dankbarkeit.
Die beiden standen wie immer in Block 3, als die Hitze ihren Tribut forderte. „Die Sonne schien voll auf uns. Wir hatten beide einen Sauergespritzten getrunken und gingen nach dem Tor zum 1:0 mit einem guten Gefühl in die Pause“, erzählt der Sohn. Nach dem Seitenwechsel wollte der Senior in den Schatten unterhalb der Tribüne – ein Wunsch, den der Junior zwar komisch fand, aber zunächst nicht weiter hinterfragte. „Er wird zwar bald 80, ist aber an sich topfit.“
Im Bereich der Verkaufskioske, wo Vater und Sohn sich gerade mit einem Bekannten unterhielten, passierte es dann: Der ältere Herr schloss die Augen und kippte zur Seite. Trotz mehrmaligem Klatschen auf die Wange – keine Reaktion. Erst nach 15 bis 20 Sekunden öffnete er wieder die Augen. Ordner und Feuerwehrleute waren zu diesem Zeitpunkt bereits zur Stelle, eine Frau brachte eine Cola, kurz darauf trafen die Sanitäter ein. „Das ging alles sehr schnell.“
Noch war der Schrecken nicht vorbei: Im Sitzen verlor der 79-Jährige erneut kurzzeitig das Bewusstsein. Inzwischen war ein Krankenwagen hinter der Waldemar-Klein-Tribüne vorgefahren. Nach einem kurzen Check-up stand die Diagnose fest: eine Synkope – eine kurzzeitige Ohnmacht, oft als Folge einer harmlosen Kreislauf-Reaktion. „So etwas kommt vor, ist aber für Leute, die das nicht kennen, nicht schön“, sagt der Sohn.
Seinem Vater gehe es inzwischen wieder gut. Und das Beste: Pünktlich zum entscheidenden Siegtreffer stand der Senior wieder auf der Tribüne. „Wir haben unsere beiden Tore gesehen, nur nicht das vom Gegner“ – eine Aussage, die zeigt, dass der Fan-Spirit auch nach solch einem Vorfall nicht zu bremsen ist.
Besonders bewegend ist das Fazit des Sohnes. Er lobt ausdrücklich alle Beteiligten – die Helfer, aber auch die Zuschauer ringsherum: „Alles war positiv, auch die Menschen, die bei dem Vorfall drumherumstanden. Es gab keine Gaffer wie bei einem Unfall auf der Autobahn. Alles war top, dafür möchte ich mich bedanken – auch im Namen meines Vaters.“
Das ist eine schöne Geschichte aus dem Main-Gebiet, die zeigt: Wenn es drauf ankommt, rücken die Menschen zusammen. Der Sound der Weltstadt und ihrer Umgebung ist eben nicht nur Musik – es ist auch das füreinander Einstehen. Solche Momente machen deutlich, warum regionale Verbundenheit so wichtig ist. Respekt an alle Helferinnen und Helfer, die an diesem Tag schnell und besonnen gehandelt haben!






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