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Nach der Gen-Z-Demo: So eskalierte die Lage in Frankfurt am Abend

Nach der Gen-Z-Demo eskalierte es in Frankfurt: Plünderungen auf der Zeil, Angriffe auf Polizisten und Festnahmen.

Redaktion
·
1. November 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 5 Stunden

Von friedlich zu außer Kontrolle – der Abend danach

Ihr erinnert euch bestimmt noch an unseren früheren Beitrag zur Gen-Z-Demo in Frankfurt, als sich die Mainmetropole auf Zehntausende Demonstranten vorbereitet hat. Jetzt gibt’s das Update – und das hat es in sich. Denn was tagsüber friedlich begann, ist am Abend des 31. Oktober komplett gekippt. Zehntausende junge Menschen sind für bessere Bildung, gegen hohe Preise und gegen die Wehrpflicht auf die Straße gegangen. Doch dann kam der Abend, und mit ihm die Randale.

Plünderungen auf der Zeil

Wie die Tagesschau berichtet, haben Randalierer in der Frankfurter Innenstadt mehrere Geschäfte geplündert. Teils vermummte Chaoten schlugen und traten Schaufenster ein, demolierten sie mit Schildern oder anderen Gegenständen. Turnschuhe und weitere Waren wurden gestohlen. Auch ein Waffengeschäft wurde attackiert – die Polizei stellte nach eigenen Angaben zwei Waffen aus dem Laden sicher. Ein Polizeisprecher sprach von „zahlreichen Festnahmen“, genaue Zahlen konnte er zunächst nicht nennen. Die Zeil, Frankfurts zentrale Einkaufsstraße und laut ZDFheute eine der meistbesuchten Einkaufsmeilen Deutschlands, wurde komplett abgesperrt. Unbeteiligte Personen durften die Straße zwar verlassen, ein Zutritt war aber nicht mehr möglich.

Auch Spezialeinsatzkräfte der Polizei waren laut ZDFheute in der Innenstadt im Einsatz. Nach Polizeiangaben wurden zudem Molotowcocktails auf Einsatzkräfte geworfen – die Lage war alles andere als entspannt.

Böller, Steine und Flaschen gegen die Polizei

Schon vor den Plünderungen war es laut Tagesschau zu Zusammenstößen zwischen Polizisten und Teilnehmern der Demonstrationszüge gekommen. Beamte wurden mit Böllern, Steinen und Flaschen beworfen, mehrere erlitten nach ersten Erkenntnissen des hessischen Innenministeriums Verletzungen. Hessens Innenminister Roman Poseck sprach von rund 100 linksextremistisch motivierten Gewalttätern, die die Polizei massiv angegriffen hätten. Wer sich später an den Krawallen in der Innenstadt beteiligte, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

Nicht nur Frankfurt betroffen

Frankfurt war an diesem Abend nicht allein. Laut ZDFheute kam es auch in Köln zu heftigen Szenen: Auf der Domplatte nahe dem Hauptbahnhof wurden Polizisten mit Flaschen und Fahrrädern angegriffen, eine Person wurde verletzt, es gab fünf Ingewahrsamnahmen. Eine Fensterscheibe ging durch einen geworfenen E-Scooter zu Bruch. Der Kölner Polizeipräsident Johannes Hermanns zeigte sich laut Tagesschau erschüttert, dass junge Menschen, die friedlich für ihre Zukunft demonstrieren wollten, von Extremisten unterwandert wurden.

Auch aus Berlin, Hamburg, Hannover und Bremen wurden laut ZDFheute Zwischenfälle gemeldet – von Flaschen-, Böller- und Eierwürfen bis zu brennenden Barrikaden. In Berlin wurden nach Polizeiangaben 27 Beamte leicht verletzt. Die eigentliche Kundgebung am Brandenburger Tor mit bis zu 5.000 Teilnehmern verlief laut Tagesschau dagegen „nahezu störungsfrei“.

Wer steckt hinter der Gewalt?

Einig sind sich viele Beobachter: Mit den eigentlichen Protestzielen hatte die Randale wenig zu tun. Die Initiative „Gen Z regelt“ hatte ausdrücklich zu einem gewaltfreien Protest aufgerufen. Laut Tagesschau berichteten Reporter aus mehreren Städten, dass sich Extremisten und Randalierer gezielt unter die friedlich Demonstrierenden gemischt hätten. Protestforscher Florian Staudt schließt laut ZDFheute nicht aus, dass kleine Gruppen gezielt Ausschreitungen gesucht haben – warnte aber davor, alle Demonstrierenden unter Generalverdacht zu stellen.

Bilanz: Hunderttausend auf der Straße, nächste Aktion schon geplant

Ein Sprecher der Initiative, der öffentlich nur unter dem Vornamen Amadeo auftritt, zog laut ZDFheute trotz allem ein positives Fazit der Proteste am Nachmittag und sprach von mehr als 100.000 Teilnehmern bundesweit. Die Initiative will sich demnach bereits am 20. November an europaweiten Protesten beteiligen. Der Polizeigewerkschafter Andreas Roßkopf bezeichnete die Proteste der Gen Z gegenüber der „Rheinischen Post“ grundsätzlich als sehr friedlich – die Lage habe sich aber nach Ende der eigentlichen Veranstaltungen in einigen Städten deutlich zugespitzt.

Was am Ende von diesem Tag bleibt: Zehntausende, die friedlich für ihre Anliegen auf die Straße gegangen sind – und ein Abend, der dieses Bild in Frankfurt und anderen Städten überschattet hat. Wir bleiben für euch dran und halten euch auf dem Laufenden – wie immer, das beste Programm im Main-Gebiet.

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