
Nach den Gen-Z-Protesten in Frankfurt kam es zu schweren Ausschreitungen: Plünderungen, gesperrte Zeil, erhebliche Schäden und zahlreiche Festnahmen.
Das hätte sich wohl niemand so gewünscht: Was als Demonstration unter dem Motto „Gen Z regelt“ begann, endete in der Frankfurter Innenstadt in schweren Ausschreitungen. Wie ZDFheute berichtet, zogen zunächst Tausende junge Menschen friedlich durch die Stadt – für bessere Bildung, bezahlbares Leben und mehr politische Mitbestimmung. Doch der Protestzug wurde mehrfach wegen gezündeter Pyrotechnik gestoppt, und am Abend kippte die Stimmung komplett.
Die Frankfurter Polizei sperrte die Einkaufsstraße Zeil zwischen Hauptwache und Konstablerwache ab, nachdem Randalierer dort mehrere Schaufensterscheiben eingeschlagen hatten. Es kam laut Polizeiangaben zu Plünderungen und chaotischen Szenen. Nach einem Angriff auf ein Waffengeschäft wurden mehrere Personen festgenommen, zwei Waffen konnten sichergestellt werden. Spezialeinsatzkräfte (SEK) rückten in die Innenstadt aus, weil rund um die Zeil weiterhin Pyrotechnik gezündet und Gegenstände auf Polizeikräfte geworfen wurden.
Die Polizei war laut eigenen Angaben mit mehr als 1.000 Kräften im Einsatz. Gegen 1 Uhr nachts setzten die Beamten eine rund 100-köpfige Personengruppe fest, um deren Identitäten festzustellen. Ob es sich dabei um Festnahmen handelte, war zunächst unklar. In der Nacht zum Sonntag beruhigte sich die Lage laut Polizei wieder, die Beamten blieben aber mit starken Kräften in der Innenstadt präsent.
Am Morgen danach begann die Stadtreinigung mit dem Aufräumen der Spuren in der Innenstadt. Laut einem Polizeisprecher müssten zunächst die Schäden begutachtet werden – diese seien „erheblich“, könnten aber noch nicht beziffert werden. Auch die betroffenen Geschäfte, die bei den Ausschreitungen geplündert worden waren, müssten nun geschützt werden. Wie viele Menschen bei den Krawallen verletzt wurden, war laut Polizei ebenfalls noch unklar.
Hessens Ministerpräsident Boris Rhein zeigte sich nach eigenen Worten „schockiert von den Gewaltexzessen“ und kündigte an, die Vorfälle würden nicht ohne Konsequenzen bleiben. Hessens Innenminister Roman Poseck sprach von einer „verheerenden Verbindung von Linksextremisten und gewalttätigen jungen Menschen“ und forderte ein frühzeitiges, hartes Durchgreifen. Nach seinen Angaben wurden bei den Ausschreitungen in Frankfurt mehrere Polizisten verletzt.
Frankfurt stand mit den Ausschreitungen nicht allein da: Auch in Köln, Stuttgart und Hamburg kam es laut Polizeiangaben zu Krawallen, Flaschenwürfen und Bränden. In München, Mainz und bei einem Teil der Berliner Proteste blieb es dagegen größtenteils ruhig.






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