
Mehr als 30 Festnahmen nach Krawallen in Frankfurt: Plünderungen, Molotowcocktails und ein SEK-Einsatz auf der Zeil – die aktuelle Bilanz der Ausschreitungen.
Wir hatten euch schon in einem früheren Beitrag von den Krawallen in der Frankfurter Innenstadt berichtet. Jetzt gibt’s neue Details zum Ausmaß der Ausschreitungen! Nach den bundesweiten „Gen Z regelt“-Protesten ist die Lage vor allem in Frankfurt und Köln eskaliert. Wie ZDFheute berichtet, zogen in der Frankfurter Innenstadt mehrere Personen durch Geschäfte, stahlen Turnschuhe und andere Waren – sogar ein Waffenfachgeschäft wurde angegriffen.
Nach Angaben der Polizei wurden an mehreren Läden Scheiben eingeschlagen und Molotowcocktails auf Einsatzkräfte geworfen. Mehrere Personen wurden festgenommen, zwei Waffen konnten sichergestellt werden. Zusätzlich zu den regulären Kräften waren Spezialeinsatzkräfte der Polizei vor Ort. Die Zeil, eine der meistbesuchten Einkaufsstraßen Deutschlands und über einen Kilometer lang, wurde komplett abgesperrt. Die Polizei teilte mit, dass alle unbeteiligten Personen die Straße verlassen sollten und ein Zutritt nicht mehr möglich sei. Erst in der Nacht zum Sonntag beruhigte sich die Lage nach Polizeiangaben – die Einsatzkräfte blieben aber mit starken Kräften in der Innenstadt präsent.
Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) zeigte sich laut ZDFheute schockiert von den „Gewaltexzessen“ in Frankfurt und kündigte an, Aggressoren, Tätergruppen und den genauen Hergang bewerten zu lassen. Auch CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann äußerte sich kritisch gegenüber der dpa: Ein inhaltliches Ziel der Demonstrationen sei bis zuletzt fraglich geblieben, für manche sei das der perfekte Deckmantel für Gewalt gewesen – was die Mehrheit der Teilnehmer sicher ablehne.
Frankfurt war an diesem Abend nicht allein: In Köln kam es auf der Domplatte zu Angriffen auf Polizisten, es flogen Flaschen und Fahrräder, eine Scheibe ging durch einen geworfenen E-Scooter zu Bruch. Die Polizei sprach laut ZDFheute von fünf Ingewahrsamnahmen. Auch aus Berlin, Hamburg, Hannover und Bremen wurden Zwischenfälle gemeldet, in einigen Städten setzte die Polizei Wasserwerfer ein.
Die Initiative „Gen Z regelt“ zog laut ZDFheute zunächst ein positives Fazit der friedlichen Kundgebungen am Nachmittag. Ein Sprecher, der nur unter seinem Vornamen Amadeo auftritt, betonte, man habe keinen Einfluss auf das gehabt, was nach den Kundgebungen passiert sei. Die Initiative plant demnach, in drei Wochen erneut zu mobilisieren. Die Gewerkschaft der Polizei zog laut ZDFheute eine gemischte Bilanz: Die eigentlichen Proteste seien sehr friedlich verlaufen, erst danach habe sich die Lage in einigen Städten zugespitzt – verantwortlich seien vor allem autonome und teils vermummte Gruppen gewesen.
Die Initiative hatte ursprünglich zu friedlichen Demonstrationen in mehr als 30 deutschen Städten aufgerufen. Gefordert wurden mehr Geld für Schulen, Suchthilfe und Psychotherapie, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten sowie mehr soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz. Die Einführung einer Wehrpflicht und einen Ausbau staatlicher Überwachung lehnt die Initiative ab. Wir bleiben für euch dran, DANKE AN 344.000 HÖRER – Jetzt reinhören auf Radio Frankfurt!






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