
Gen-Z-Protesttag in Frankfurt: Verbarrikadierte Schaufenster, Polizei-Großeinsatz und zwei Demo-Routen durch die Innenstadt – alle Fakten zum Samstag im…
Eure Stadt stand am Samstag im Fokus: Beim bundesweiten Gen-Z-Protesttag wurden auch in Frankfurt Tausende Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Schon am Freitag verbarrikadierten zahlreiche Geschäfte in der Innenstadt ihre Schaufensterscheiben mit Holzplatten – darunter viele Luxusläden in der Goethestraße, wie die Tagesschau berichtet. Einige größere Ketten hatten bereits am Donnerstag angekündigt, ihre Filialen in mehreren Städten zeitweise zu schließen.
Angemeldet waren für Frankfurt zwei Demonstrationen am Nachmittag. Die größere davon organisierte die Initiative Gen Z regelt. Beide Demos sollten laut tag24.de in zeitlichem Abstand auf der gleichen Route laufen, Start war um 14 Uhr an der Weseler Werft in der Nähe der Europäischen Zentralbank. Die Route führte durch die Innenstadt, vorbei an Orten wie Hauptwache und Konstablerwache, wie aus der von der Tagesschau veröffentlichten Streckenkarte hervorgeht.
Die Initiative Gen Z regelt setzt sich unter anderem für mehr Klimaschutz ein, fordert Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und positioniert sich gegen eine Wehrpflicht. Gewalt lehnen die Organisatoren dabei ausdrücklich ab.
Das hessische Innenministerium und die Frankfurter Polizei gingen von einem überwiegend friedlichen Verlauf aus, kündigten aber dennoch einen Großeinsatz an. Nach Angaben des Innenministeriums gab es Erkenntnisse, dass rund 80 gewaltbereite Linksextremisten anreisen. Deshalb bleibe die Lage angespannt. Gefahr könne auch von sogenannten erlebnisorientierten Jugendlichen ausgehen, hatte Frankfurts Polizeipräsident Stefan Müller erklärt. Die Bevölkerung sollte sich laut Polizei auf maximale Verkehrsprobleme in der Innenstadt einstellen.
Auch Handel und Gastgewerbe meldeten sich zu Wort: Der Handelsverband Hessen und der Branchenverband Dehoga riefen die Teilnehmenden in einer gemeinsamen Mitteilung zu einem friedlichen Verlauf auf. Es müsse selbstverständlich sein, dass Geschäfte, Restaurants, Cafés und Hotels ihre Gäste empfangen können und Beschäftigte ihren Arbeitsplatz sicher erreichen, hieß es darin, wie die Tagesschau berichtet.
Der Gen-Z-Protesttag war für mehr als 30 deutsche Städte angekündigt. Neben Frankfurt gab es in Hessen auch kleinere Kundgebungen in Kassel und Eschwege. Weitere Termine waren laut Innenministerium zum damaligen Zeitpunkt nicht bekannt, aber nicht ausgeschlossen. Hintergrund der erhöhten Wachsamkeit: In Frankreich und anderen europäischen Ländern war es bei ähnlichen Protesten bereits zu Krawallen und Plünderungen von Geschäften gekommen.
Die Sicherheitsvorkehrungen in der Bankenstadt waren also kein Zufall, sondern eine direkte Reaktion auf die Erfahrungen aus dem Ausland. Wie die Situation am Ende genau verlief, bleibt abzuwarten – klar ist aber: Frankfurt hat sich auf den Protesttag intensiv vorbereitet, von der Polizei bis zum Einzelhandel.






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