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Nach den Krawallen auf der Zeil: Rhein spricht von Gewaltexzessen

Nach den Krawallen rund um die Zeil zeigt sich Boris Rhein schockiert über die Gewaltexzesse in Frankfurt. Alle neuen Entwicklungen im Überblick.

Redaktion
·
1. November 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 7 Stunden

Die Lage eskaliert weiter

Das beste Programm im Main-Gebiet hält euch auf dem Laufenden – und die Lage in unserer Stadt hat sich nach den Krawallen rund um die Zeil weiter zugespitzt. Wir hatten bereits in einem früheren Beitrag über die Plünderung eines Waffenladens berichtet. Jetzt gibt es neue Fakten, neue Zahlen und eine klare Ansage aus der Politik.

Boris Rhein: „Schockiert von den Gewaltexzessen“

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein hat sich deutlich zu den Ausschreitungen in der Frankfurter Innenstadt geäußert. Er zeigte sich nach Angaben der WELT „schockiert von den Gewaltexzessen“ und kündigte an, dass diese nicht ohne Konsequenzen bleiben würden. Polizisten seien angegriffen, Scheiben eingeschlagen und Geschäfte geplündert worden. Rhein wurde deutlich: „Wer sich so verhält wie die Angreifer in der Frankfurter Innenstadt, stellt sich außerhalb unserer Gesellschaft.“ Man werde Aggressoren, Tätergruppen und den genauen Hergang bewerten und daraus Schlüsse ziehen. Außerdem dankte der Ministerpräsident den eingesetzten Polizistinnen und Polizisten, die sich den Gewalttätern mit hohem persönlichen Einsatz entgegengestellt hätten, um Bürger, Recht und Ordnung zu schützen.

Zahlreiche Festnahmen und gesperrte Zeil

Wie die tagesschau berichtet, gab es über den Tag und Abend in Frankfurt „zahlreiche Festnahmen“ – eine genaue Zahl konnte ein Polizeisprecher zunächst nicht nennen. Mehrere Personen wurden nach der Attacke auf das Waffengeschäft festgenommen, Beamte stellten zwei Waffen aus dem Laden sicher. Um welche Waffen es sich genau handelte, blieb zunächst offen. Die Zeil, Frankfurts zentrale Einkaufsstraße, wurde daraufhin von der Polizei abgesperrt.

Schon vor den Plünderungen war es laut Polizeiangaben zu Zusammenstößen zwischen Beamten und Teilnehmern der Demonstrationszüge gekommen. Polizisten wurden mit Böllern, Steinen und Flaschen beworfen, mehrere Beamte erlitten nach ersten Erkenntnissen des Innenministeriums Verletzungen.

Innenminister Poseck: „Rund 100 linksextremistische Gewalttäter“

Hessens Innenminister Roman Poseck ordnete die Geschehnisse ein: Man gehe von rund 100 linksextremistisch motivierten Gewalttätern aus, die die Polizei massiv mit Flaschenwürfen, Steinen und Pyrotechnik angegriffen hätten. „Ich habe immer wieder darauf hingewiesen, dass wir damit rechnen müssen, dass sich linksextremistisches Gewaltpotenzial unter diese Demonstration mischen wird, und so ist es gekommen“, so Poseck laut tagesschau. Wer sich später an den Krawallen in der Innenstadt beteiligte, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

Ein ARD-Reporter ordnete die Lage vor Ort so ein, dass die Angriffe in der Innenstadt wohl eher nicht von Teilnehmern der eigentlichen Demonstrationszüge ausgegangen seien, sondern von vielen kleinen Tätergruppen, deren Zugehörigkeit noch unklar sei. Das habe es der Polizei erschwert, die Lage in den Griff zu bekommen.

Bundesweite Dimension der Proteste

Die Unruhen in Frankfurt stehen nicht allein da. Nach einem Aufruf der Initiative „Gen Z regelt“ kam es laut WELT in rund 30 deutschen Städten zu Kundgebungen, die zunächst größtenteils friedlich verliefen. Mit Einbruch der Dunkelheit begannen jedoch in mehreren Großstädten Ausschreitungen. In Berlin wurden nach Polizeiangaben 27 Beamte leicht verletzt, 56 Menschen wurden festgenommen. Die eigentliche Kundgebung am Brandenburger Tor mit bis zu 5.000 Teilnehmern verlief dagegen nach Angaben der Polizei „nahezu störungsfrei“. In Köln zogen laut Berichten des WDR andere Gruppen nach der offiziellen Beendigung der Demo in die Südstadt, um dort zu randalieren. Der Kölner Polizeipräsident Johannes Hermanns zeigte sich erschüttert darüber, dass friedlich demonstrierende junge Menschen von Extremisten unterwandert worden seien.

Fazit: Konsequenzen angekündigt

Die Organisatoren von „Gen Z regelt“ hatten ausdrücklich zu einem gewaltfreien Protest aufgerufen – die Ausschreitungen am Abend standen damit in keinem Zusammenhang mit den ursprünglichen Anliegen der Proteste. Für Frankfurt bleibt festzuhalten: Die Politik hat Konsequenzen angekündigt, die Ermittlungen zu den Tätergruppen laufen. Wir bleiben für euch dran – der Sound der Weltstadt informiert euch weiter, sobald es Neuigkeiten gibt. DANKE AN 344.000 HÖRER, die uns gerade jetzt vertrauen. Jetzt reinhören.

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