
Leon Bußmann wechselt nach seinem Titelgewinn in der kanadischen BCHL zum EC Bad Nauheim – alle Hintergründe zum spannenden Neuzugang der Teufel.
Der EC Bad Nauheim hat sich für die kommende Saison mit einem echten Highlight-Neuzugang verstärkt! Der 20-jährige Stürmer Leon Bußmann kommt mit einem Meistertitel im Gepäck in die Wetterau – und das ist keine Übertreibung. Bußmann gewann in diesem Frühjahr mit den Brooks Bandits die British Columbia Hockey League (BCHL), der zweithöchsten Juniorenliga in Nordamerika. Jetzt schlägt er das nächste Kapitel seiner Karriere auf: als U21-Fördervertragsspieler bei den Bad Nauheimer Teufeln.
Bußmanns Weg zu den Teufeln ist alles andere als geradlinig – und genau das macht ihn so interessant. Der Stürmer verbrachte einen Großteil seiner Nachwuchszeit beim Iserlohner EC und stand dort auch viermal im DEL-Kader. Im vergangenen November wagte er dann den großen Schritt: Bußmann wechselte zunächst nach Vernon in Kanada, ehe er zum Jahreswechsel innerhalb der BCHL zu den Brooks Bandits transferiert wurde. Der Grund für den Schritt über den Atlantik? Persönliche Weiterentwicklung.
„Ich bekam die Chance, nach Vernon zu gehen. Und ich dachte mir, so eine Möglichkeit kriegst du vielleicht nur einmal im Leben“, erklärt Bußmann seine Entscheidung. Und die hat sich ausgezahlt: In insgesamt 47 BCHL-Spielen erzielte er neun Tore und legte elf weitere Treffer auf. Krönung des Ganzen: der Titelgewinn mit den Bandits. „Gefühlt sind wir in diesen Tagen die Helden der Stadt. Wir wurden gefeiert. Es hat Riesen-Spaß gemacht“, schildert er die Euphorie in der 12.000-Einwohner-Stadt Brooks in der kanadischen Provinz Alberta.
Was macht die Zeit in Nordamerika so wertvoll? Bußmann bringt es auf den Punkt: Das Spiel in Kanada ist schneller und härter als in der deutschen DNL. „Als junger Spieler habe ich hier meine Eiszeiten bekommen, habe quasi als Juniorenspieler unter Profibedingungen gespielt.“ Vier Stunden Eishalle am Vormittag, dazu Video-Meetings und Krafttraining am Nachmittag – das klingt nach echter Profi-Vorbereitung.
Gegenüber der DNL hebt er vor allem das ausgeglichene Niveau der BCHL hervor: „Hier gibt es in jeder Mannschaft Topspieler auf höherem Niveau. Und ganz generell sind alle Mannschaften auf einem ähnlichen Level. Da gibt es keine so gravierenden Unterschiede wie in der DNL zwischen den Top-Klubs und den hinteren Teams.“ Diese Erfahrung dürfte ihn für den Herrenbereich in Deutschland bestens gerüstet haben.
Eigentlich hätte Bußmann noch ein weiteres Jahr im Juniorenbereich in Kanada spielen dürfen – doch als die Anfrage aus Bad Nauheim kam, zögerte er keinen Moment. „Als die Anfrage aus Bad Nauheim gekommen ist, stand für mich meine Entscheidung fest. Herren-Hockey ist dann doch noch mal etwas anders.“ Eine Rückkehr nach Iserlohn war zwar theoretisch eine Option, doch Bußmann ist überzeugt: „Bad Nauheim ist für mich die perfekte Lösung. Die Gespräche haben mich schnell überzeugt.“
Seine Ziele für die kommende Saison klingen bescheiden, sind aber klar fokussiert: „Weiterentwicklung. Es ist der erste Schritt in den Erwachsenenbereich. Ich möchte dem Team helfen, so gut es geht.“ Wer seinen Weg von Iserlohn über Vernon bis nach Brooks – und jetzt zu den Teufeln – verfolgt hat, weiß: Leon Bußmann weiß, wie man sich durchbeißt. Und Meister wird man schließlich auch nicht durch Zufall.
Der Sound der Weltstadt trifft auf echtes Eishockey-Herz – wir sind gespannt, was Bußmann in Bad Nauheim draufhat. Jetzt reinhören und mit uns die neue Saison feiern!


Gabriele Metzger aus „Verbotene Liebe



Gabriele Metzger aus „Verbotene Liebe

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