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„Verbotene Liebe

Gabriele Metzger aus „Verbotene Liebe

Redaktion
·
7. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 50 Minuten

Ein literarischer Nachmittag mit Gänsehaut-Momenten

Wenn eine bekannte Schauspielerin in ihre Heimatstadt zurückkehrt und das Publikum zum Lachen, Nachdenken und gemeinsamen Singen bringt – dann ist das ein Nachmittag, der lange in Erinnerung bleibt. Genau das ist im AWO-Seniorenzentrum in der Herderstraße in Heusenstamm passiert. Gabriele Metzger, bekannt als Charlotte „Charlie“ Schneider aus der Serie „Verbotene Liebe“, hat dort gemeinsam mit Sigrid Rebell, Vorsitzende der Bürger*innen-Stiftung Heusenstamm, einen literarischen Nachmittag auf die Beine gestellt – und das Publikum restlos begeistert.

Heimkehr in die Geburtsstadt

Gabriele Metzger ist in Heusenstamm geboren und hat dort am Adolf-Reichwein-Gymnasium ihr Abitur gemacht. Früh zog es sie auf die Bühne: Sie studierte Theaterwissenschaften, promovierte in diesem Fach und absolvierte zusätzlich privaten Schauspiel-, Tanz- und Gesangsunterricht. Anschließend folgten zahlreiche Rollen an verschiedenen Frankfurter Bühnen – der Sound der Weltstadt hat sie also früh geprägt. Ihre wohl bekannteste Figur wurde Charlie Schneider, die sie von 1995 bis 2015 in „Verbotene Liebe“ verkörperte. Heute ist die 66-Jährige als Moderatorin und Leserin aktiv.

Dass sie für den Nachmittag im Seniorenzentrum nicht allein auf der Bühne stehen würde, war schnell klar. Sigrid Rebell – nicht nur Organisatorin der Veranstaltung, sondern auch ehemalige Mitschülerin von Metzger – ließ sich überreden mitzumachen. Bereut hat sie es nicht: „Es hat riesen Spaß gemacht“, erzählt Rebell mit einem Lächeln.

Klassiker, Lachen und ein Satz, der nachhallt

Das Programm war sorgfältig auf das Publikum abgestimmt. Die beiden lasen Gedichte und kurze Geschichten, darunter Theodor Fontanes „Herr Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ und ein Gedicht von Eduard Mörike über die Liebe. Im Saal wurde gelacht, aufmerksam zugehört und manche Erinnerung schien wieder lebendig zu werden.

Besonders hängen geblieben ist die Geschichte vom roten Hut – eine heitere, aber tiefgründige Erzählung darüber, ob man sich auch im Alter noch trauen darf aufzufallen. „Was, wenn ich mit meinen 70 Jahren keinen so auffälligen Hut mehr tragen sollte?“, fragt Rebell in ihrer Rolle. Metzgers Antwort: „Dein Mann schaut sicher von oben herab und freut sich, dass du weiterlebst.“ Dann wurde es kurz still im Saal. Denn hinter der heiteren Geschichte steckt eine ernste Botschaft, die nachhallt: „Die Liebe endet nicht, wenn ein Leben endet.“

Aus der Lesung wird ein gemeinsamer Nachmittag

Nach Gedichten und Geschichten wurde es noch einmal musikalisch. „Wir haben gar nicht damit gerechnet, dass ihr noch mehr hören wollt nach unserer Auswahl“, sagte Metzger und lachte. Also stimmten die beiden gemeinsam mit den Seniorinnen und Senioren noch ein Lied an – bei „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“ wurde aus der Veranstaltung endgültig ein echtes Miteinander.

Nach rund einer Stunde war das Programm offiziell vorbei. Doch der Wunsch nach mehr war deutlich zu spüren. „Ihr könnt gerne öfter kommen“, rief ein Mann aus dem Publikum – ein Satz, der mehr sagt als jeder Applaus. Gabriele Metzger und Sigrid Rebell haben ihr Publikum an diesem Nachmittag nicht nur unterhalten, sondern wirklich erreicht. Und das in einer Stadt, die für Metzger von Anfang an alles bedeutet hat: ihre Heimat.

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