
„Verbotene Liebe
Gabriele Metzger aus „Verbotene Liebe
Balkonkraftwerk in Frankfurt: Schon ab 250 Euro und einer Steckdose könnt ihr bis zu 50 % eures Stroms selbst erzeugen. Alle Infos zum Solar-Balkon-Infotag!
Ein Balkon, eine Steckdose und 250 bis 300 Euro – mehr braucht es nicht, um mit dem eigenen Balkonkraftwerk durchzustarten. Klingt fast zu gut? Ist es aber nicht! Frankfurt zeigt, wie die Energiewende direkt vor der Haustür beginnt – und zwar mit richtig viel Sonnenschein.
Beim Frankfurter Solar-Balkon-Infotag im Hof der Villa Gründergeist im Westend war der Andrang groß. Die ehrenamtliche Initiative „Main Solar Balkon“ – ausgezeichnet mit dem Frankfurter Bürgersinn-Preis „Citoyenne“ – lud zum Erfahrungsaustausch ein. Und das Fazit der Fachleute war eindeutig: „Es geht viel einfacher, als du denkst“, sagt Jochen Müller von der Initiative. „Es heißt Steckersolar, weil es so einfach anzuschließen ist wie ein Wasserkocher.“
Das klingt nach echtem Sparpotenzial – und ist es auch! Mit einem Balkonkraftwerk lassen sich laut Experten 30 bis 40, bei manchen sogar 50 Prozent des jährlichen Strombedarfs durch die Sonne decken. Thomas Pohl aus dem Frankfurter Stadtteil Goldstein hat das selbst erlebt: „Meine Ausgaben habe ich schon wieder reingeholt.“ Die Stadt Frankfurt unterstützte ihn dabei – die Klimabonus-Kampagne übernahm die Hälfte der Kosten für seine zwei Module. Sein Tipp an alle Unentschlossenen: „Wer einen Schrank aufbauen kann, kann auch ein Balkonkraftwerk in Betrieb nehmen.“
Und wer jetzt denkt, das sei nur etwas für Eigenheimbesitzer – weit gefehlt! Mieterinnen und Mieter haben das gesetzliche Recht, Sonnenkollektoren anzubringen. Jochen Müller weiß: „Die Frankfurter sind total interessiert an Mini-PV-Anlagen, gerade weil viele in Mietwohnungen leben.“ Auch Haftpflicht- und Hausratversicherungen decken mögliche Risiken ab. Die sind ohnehin gering – „Es darf nur nichts runterfallen“, so Müller mit einem Schmunzeln.
Rund 3.400 Balkonkraftwerke laufen bereits in Frankfurt – das zeigt, wie groß das Interesse in der Main-Metropole ist. Ulf Baier vom Klimareferat bestätigt den Trend, und seine Kollegin Ester Vogt macht mit Solartouren und Solarspaziergängen Lust auf mehr: „In Frankfurt direkt an der Energiewende teilnehmen!“ – das ist das Motto.
Natürlich läuft nicht immer alles reibungslos. Wolfgang Wünnenberg wartet zum Beispiel noch auf die Genehmigung des Denkmalamts für seine PV-Anlage an einem denkmalgeschützten Haus im Nordend. Und Thomas Pohl hätte im Nachhinein gerne von Anfang an einen Batteriespeicher dazugenommen, um überschüssigen Sonnenstrom für später aufzubewahren. Aber keine Sorge: Nachrüsten ist jederzeit möglich!
Ihr wollt wissen, wie ihr in Frankfurt euer eigenes kleines Kraftwerk auf den Balkon stellt? Dann schaut euch die Angebote der Initiative „Main Solar Balkon“ an – dort gibt es alle Infos rund um Anschaffung, Förderung und Installation. Der Sound der Weltstadt ist grün – und die Sonne scheint für alle!
Weitere Infos findet ihr direkt bei der Initiative und beim Frankfurter Klimareferat:

Gabriele Metzger aus „Verbotene Liebe



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