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Kontrollaktion im Naherholungsgebiet: Feuerwehr, DLRG und Ordnungsamt patrouillieren in Mühlheim

Kontrollaktion im Mühlheimer Naherholungsgebiet: Feuerwehr, DLRG und Ordnungspolizei prüften Rettungswege und ahndeten Regelverstöße – mit positivem Ergebnis.

Redaktion
·
24. Juli 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 2 Tagen

Gemeinsame Aktion gegen Regelverstöße und Brandgefahr

Sonnenschein, Grüner See, Streuobstwiesen und jede Menge Natur – das Mühlheimer Naherholungsgebiet (NEG) in den Dietesheimer Steinbrüchen zieht im Sommer Besucher aus Nah und Fern an. Doch wo viele Menschen zusammenkommen, gibt es auch Regelverstöße. Freilaufende Hunde, illegales Schwimmen in den Seen, Wildgrillen, Vandalismus und achtlos entsorgter Müll: Die Liste möglicher Vergehen ist lang. Um dem gezielt entgegenzuwirken, hat die Stadt Mühlheim jetzt eine große Schwerpunktkontrolle im NEG durchgeführt – mit einem klaren Fazit: Diesmal lief vieles überraschend gut.

Feuerwehr, DLRG und Ordnungspolizei im Einsatz

Zwei Teams der Freiwilligen Feuerwehren rückten gemeinsam mit der Ordnungspolizei und der „Schutzfrau vor Ort“, Vera Schlimme, ins Gebiet aus. Zusätzlich patrouillierte die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) mit einem Boot auf dem Grünen See – auf der Suche nach Badegästen, die sich trotz Schwimmverbot ins Wasser wagen. Laut Stadt mussten bei den Kontrollen nur wenige mündliche Verwarnungen ausgesprochen werden. Besonders erfreulich: Freilaufende Hunde und unerlaubte Schwimmer – in den Vorjahren regelmäßige Beschwerdegründe – wurden diesmal nicht festgestellt.

Waldbrandgefahr in Hessen: Rettungswege müssen frei bleiben

Während Ordnungsamt und DLRG vor allem auf Besucherkontakt und Aufklärung setzten, hatte die Feuerwehr einen ganz anderen Fokus: die Überprüfung der Rettungswege. Denn die Waldbrandgefahr ist in Hessen aufgrund der anhaltend trockenen Wetterlage nach wie vor hoch. Dietesheims Wehrführer Gerald Linke fuhr mit seinem vierköpfigen Team die Wege und Pfade im NEG mit zwei Großfahrzeugen ab – und war am Ende erleichtert.

„Je nach Wetterlage und Tageszeit kann es im Sommer schon mal vorkommen, dass der Parkplatz sehr stark gefüllt ist und wichtige Zufahrten von Autos blockiert werden“, erklärt Linke. Bei der jüngsten Kontrolle war das aber kein Problem: „Es gab nicht einen Falschparker vor Ort, was uns natürlich sehr freut.“ Auch auf den Pfaden und Wegen im NEG gab es kaum kritische Stellen. Lediglich ein umgestürzter Baum versperrte an einer Stelle den Weg – an einem Abschnitt, der für große Einsatzfahrzeuge ohnehin nur schwer passierbar wäre, also kein Grund zur Sorge.

Schnelle Erreichbarkeit im Ernstfall ist entscheidend

Warum ist die regelmäßige Überprüfung der Rettungswege so wichtig? Linke bringt es auf den Punkt: Im Ernstfall zählt jede Sekunde. Ob bei einem Waldbrand, einem Verletzten oder einer Person, die ins Wasser gestürzt ist – die Einsatzkräfte müssen mit ihren Fahrzeugen und Geräten schnell und nah an den Einsatzort herankommen. „Wenn es zum Beispiel Verletzte gibt oder jemand ins Wasser gestürzt ist, müssen wir im Zweifelsfall auch mit einem Boot anrücken und damit zu einer geeigneten Stelle fahren, an der wir es sicher ins Wasser lassen können“, erklärt der Wehrführer. Schwere Gerätschaften über weite Distanzen zu tragen kostet Zeit – Zeit, die im Notfall Leben kosten kann.

Trotz der extremen Temperaturen in diesem Sommer hielt sich die Zahl der Brandeinsätze im NEG bislang in Grenzen: Laut Linke wurden die Freiwilligen Feuerwehren bisher nur zu zwei überschaubaren Bränden gerufen. Die Lage bleibe aber dennoch angespannt – weshalb die Feuerwehr das Gebiet weiterhin genau im Blick behalten will.

Sensibilisierung statt Strafen – die Stadt setzt auf Aufklärung

Die Schwerpunktkontrollen sind Teil eines größeren Maßnahmenpakets, das die Stadt Mühlheim für das NEG geplant hat. Ziel ist nicht in erster Linie das Verteilen von Bußgeldern, sondern das Sensibilisieren und Aufklären der Besucher. Wer das Naherholungsgebiet genießen will – und das sollen möglichst viele –, soll auch wissen, wie er es schützt. Für alle, die die malerischen Landschaften rund um die Dietesheimer Steinbrüche lieben: Haltet die Wege frei, respektiert die Regeln und lasst die Natur Natur sein. Der Sound der Weltstadt beginnt manchmal ganz leise – mit Insekten im hohen Gras und funkelnden Reflexionen auf dem Grünen See.

Quellen


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