
Hitzewelle zum Ferienwochenende: Im Rhein-Main-Gebiet steigen die Temperaturen auf bis zu 36 Grad. Auch die erste Woche nach den Ferien bleibt heiß.
Kurze Verschnaufpause, großes Comeback: Nach zwei etwas gemäßigteren Tagen am Donnerstag und Freitag dreht die Hitze zum letzten Ferienwochenende in Hessen wieder richtig auf. Der Sound der Weltstadt Frankfurt wird am Sonntag von einer ordentlichen Hitzewelle begleitet – denn im Rhein-Main-Gebiet klettern die Temperaturen auf bis zu 36 Grad. Jetzt reinhören und informiert bleiben – aber vor allem: Sonnencreme einpacken!
Am Samstag steigen die Temperaturen zunächst auf bis zu 33 Grad in Südhessen. Aber dann kommt der Sonntag: Der letzte Feriensonntag in Hessen wird nochmal richtig heiß, mit Höchstwerten von 29 bis 36 Grad im Süden und dem Rhein-Main-Gebiet. Schauer oder Gewitter? Höchstens vereinzelt. Wer auf Regen hofft, wird größtenteils enttäuscht.
Ein kleiner Trost für die Nacht: Vor allem in Nordhessen kann es auf unter zehn Grad abkühlen. Also Fenster auf und die kühle Nachtluft nutzen – denn tagsüber wird es wieder brütend heiß.
Wer nach den Sommerferien auf kühlere Temperaturen gehofft hat, wird von hr-Meteorologe Ingo Bertram eines Besseren belehrt: „Es wird ein Auf und Ab auf hohem Temperaturniveau“, so Bertram. Die Höchstwerte bleiben bis weit in die erste Schul- und Arbeitswoche über der 30-Grad-Marke. Mittwoch und Donnerstag nächster Woche sollen sogar wieder die 35 Grad in Reichweite sein.
Und noch eine Zahl, die aufhorchen lässt: Dieser Hitzesommer könnte laut Bertram den berühmten „Jahrhundertsommer“ 2003 an vielen hessischen Messstationen toppen. An der Messstation Frankfurt Westend wurden in diesem Jahr bislang bereits 36 Hitzetage verzeichnet – 2003 waren es zum gleichen Zeitpunkt 31 Tage.
So schön das Sommerwetter auch klingen mag – die anhaltende Trockenheit wird zunehmend zum Problem. Regen bleibt weiterhin Mangelware. Laut Bertram wurden an einigen Rhein-Pegeln bereits negative Allzeitrekorde gemessen. Am Pegel Speyer etwa liegt der Wasserstand jetzt schon tiefer als Ende September 2003.
Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) meldet: An der Hälfte der Grundwasser-Messstellen wurden im Juli niedrige oder sehr niedrige Werte festgestellt. Der trockenste Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hat die Lage weiter verschärft – an rund 20 Prozent der Messstellen wurden neue Monatsniedrigstwerte registriert. Das Problem begann bereits im Winter mit unterdurchschnittlichen Regenmengen.
Wichtig zu wissen: Ein als „sehr niedrig“ eingestufter Grundwasserstand bedeutet nicht automatisch einen Wassernotstand. Das Landesamt erklärt: Als „sehr niedrig“ gilt ein Stand, wenn 90 Prozent der Vergleichswerte aus den Jahren 1991 bis 2020 darüber liegen. Eine nachhaltige Erholung der Speicher wird laut Prognose erst im kommenden Winterhalbjahr erwartet – wenn es wieder längere Zeit kräftig regnet.
Das letzte Ferienwochenende im Rhein-Main-Gebiet wird heiß, heiß, heiß! Nutzt die langen Sommertage, aber trinkt ausreichend Wasser, sucht Schatten und schont eure Kraftreserven. Wir bei Radio Frankfurt halten euch mit dem besten Programm im Main-Gebiet auf dem Laufenden – damit ihr immer wisst, was in eurer Stadt los ist. Jetzt reinhören!






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