
In Frankfurt ist eine Person nach einer Malaria-Infektion gestorben – ohne zuvor gereist zu sein.
Frankfurt hat eine erschütternde Nachricht zu verarbeiten: Eine der Personen, die sich im Frankfurter Stadtteil Schwanheim mit Malaria tropica infiziert hatte, ist verstorben. Das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt und die Universitätsmedizin Frankfurt haben den Tod offiziell bestätigt und sprechen den Angehörigen ihr aufrichtiges Mitgefühl aus.
Besonders beunruhigend an dem Fall: Beide betroffenen Personen aus Schwanheim hatten zuvor kein Malaria-Endemiegebiet bereist und auch nicht am Flughafen Frankfurt gearbeitet – und hatten sich dennoch mit dem Malariaerreger Plasmodium falciparum infiziert. Beide wohnten in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Frankfurt.
Das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt macht deutlich: Malaria wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Dennoch bittet die Behörde alle Ärztinnen und Ärzte, bei Patientinnen und Patienten mit unklarem Fieber auch dann an eine mögliche Malariaerkrankung zu denken, wenn keine Reise in ein Risikogebiet stattgefunden hat – vor allem bei Menschen, die am Flughafen oder in dessen Umfeld arbeiten, sich dort aufhalten oder in räumlicher Nähe zum Flughafen wohnen.
Wer in der Nähe des Frankfurter Flughafens wohnt oder dort arbeitet und entsprechende Beschwerden bemerkt, sollte ärztlichen Rat einholen und beim Arztbesuch auf den Wohnort im Umfeld des Flughafens hinweisen. Seit Beginn der Woche wurden dem Gesundheitsamt keine weiteren Malariafälle gemeldet.
Das Gesundheitsamt hat eine Bürgerhotline unter der Nummer 069/212-30030 eingerichtet. Diese ist montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr erreichbar. Häufig gestellte Fragen sind außerdem auf der offiziellen Stadtseite unter frankfurt.de/flughafenmalaria abrufbar.
Ein ganz anderes, aber ebenfalls relevantes Thema für Frankfurt und die Region: Am 20. November 2025 fand in Frankfurt am Main zum zehnten Mal die Finanzkompetenz-Info-Börse FinKom statt – eine Veranstaltung, die Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik sowie aus der Praxis der finanziellen Bildung und der Schuldnerberatung zusammenbrachte. Wie die Universität Duisburg-Essen berichtet, war auch das Forschungsprojekt FIBI-LA – Finanzielle Grundbildung in vulnerablen Lebenslagen – mit einem Beitrag vertreten und wurde für seine engagierte Präventionsarbeit mit dem sogenannten „Finken“ als herausragendes Projekt ausgezeichnet.
FIBI-LA untersucht, wie Menschen mit Lernschwierigkeiten und Menschen in Überschuldungssituationen im Alltag finanziell handlungsfähiger werden können – und welche Rolle dabei das Wohnen und der Wohnort spielen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und läuft noch bis Ende März 2028. Ziel ist es laut Universität Duisburg-Essen, niedrigschwellige Lernmaterialien wie Podcasts und Erklärfilme zu entwickeln, die genau auf die Bedarfe dieser Zielgruppen zugeschnitten sind.
Auch bei der FinKom in Frankfurt war der hessische Finanzminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz anwesend, der in seinem Grußwort die Bedeutung finanzieller Bildung hervorhob. Das zeigt: Das Thema Finanzkompetenz ist längst in der Mitte der Gesellschaft – und auch in Frankfurt – angekommen.
Wie haben sich die Frankfurter Personen mit Malaria infiziert, obwohl sie nicht gereist sind?
Beide betroffenen Personen aus dem Stadtteil Schwanheim wohnten in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Frankfurt. Sie hatten weder ein Malaria-Endemiegebiet bereist noch am Flughafen gearbeitet. Die genauen Umstände der Übertragung werden vom Gesundheitsamt untersucht.
Kann ich mich bei einer erkrankten Person mit Malaria anstecken?
Nein. Das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt weist ausdrücklich darauf hin, dass Malaria nicht von Mensch zu Mensch übertragen wird.
An wen soll ich mich wenden, wenn ich in der Nähe des Frankfurter Flughafens wohne und Fieber habe?
Sucht ärztliche Hilfe und weist dabei auf euren Wohnort im Umfeld des Flughafens hin. Außerdem hat das Gesundheitsamt eine Hotline unter 069/212-30030 eingerichtet, die montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr erreichbar ist.
Was ist die FinKom und was hat sie mit Frankfurt zu tun?
Die Finanzkompetenz-Info-Börse FinKom findet regelmäßig in Frankfurt am Main statt und bringt Fachleute aus Wissenschaft, Politik und Praxis rund um das Thema finanzielle Bildung zusammen. Im November 2025 fand sie zum zehnten Mal statt.
Was erforscht das Projekt FIBI-LA?
FIBI-LA steht für Finanzielle Grundbildung in vulnerablen Lebenslagen. Das Forschungsprojekt der Universität Duisburg-Essen und seiner Verbundpartner untersucht, wie Menschen mit Lernschwierigkeiten und Menschen in Überschuldung im Alltag finanziell besser handlungsfähig werden können – unter anderem durch niedrigschwellige Lernmaterialien wie Podcasts und Erklärfilme.






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