
Frankfurt bricht Rekorde: Am 25. und 26. Juni wurde erstmals über 900 Megawatt Strom verbraucht und der Wasserrekord von 2019 geknackt. Alle Infos hier!
Der Sommer hat Frankfurt voll im Griff – und das war an den Zählern deutlich abzulesen! Am 25. und 26. Juni wurden in unserer Stadt gleich zwei neue Verbrauchsrekorde geknackt: sowohl beim Strom als auch beim Wasser. Der Sound der Weltstadt ist dieser Tage das Surren von Ventilatoren und das Rauschen von Klimaanlagen.
Was die Zahlen beim Strom angeht, ist das Ergebnis eindeutig: Laut Versorger Mainova und seiner Netztochter NRM wurden an diesen beiden Tagen erstmals Lastspitzen von mehr als 900 Megawatt gemessen. Zum Vergleich: In vielen Sommern zuvor lag der Wert rund 100 Megawatt niedriger. Selbst der bisherige Spitzenwert aus dem Juli des Vorjahres wurde um 30 Megawatt übertroffen.
Trotz der enormen Belastung gab es laut einem Mainova-Sprecher keine Versorgungsschwierigkeiten. Die Mitarbeiter hätten das 7.700 Kilometer lange Leitungsnetz mit seinen Trafos und Umschaltwerken besonders genau im Blick gehalten – denn bei Hitze können Bauteile schneller ausfallen. Im Ernstfall könne man aber schnell reagieren.
Die Gründe für den immer weiter wachsenden Energiehunger Frankfurts sind vielfältig. Bevölkerungswachstum, der massive Ausbau von Rechenzentren sowie mehr Elektroautos und Wärmepumpen treiben den Verbrauch dauerhaft nach oben. Spannend: Der Energiebedarf der Rechenzentren macht inzwischen ein Fünftel des gesamten Stadtverbrauchs aus – und hat damit sogar den des Frankfurter Flughafens übertroffen!
An besonders heißen Tagen kommen dann noch weitere Faktoren dazu: Die Kühlung der Hochhäuser, der erhöhte Strombedarf von Büros, Hotels, Supermärkten und Kaufhäusern – und natürlich auch wir alle zu Hause, die Ventilator und Klimaanlage auf Hochtouren laufen lassen.
Und wer nach dem heißen Tag unter die Dusche springt, liegt damit voll im Trend der Stadt. Auch der Wasserverbrauch hat am 25. Juni einen neuen Rekord aufgestellt. Laut dem Versorger Hessenwasser liefen an diesem Tag 440.796 Kubikmeter Wasser durch die Leitungen – damit wurde sogar der bisherige Langzeitrekord aus dem Jahr 2019 gebrochen, als 426.312 Kubikmeter verbraucht wurden. In normalen Zeiten bleibt der Wert unter der Marke von 400.000 Kubikmetern, wobei etwa ein Drittel davon auf die Stadt Frankfurt selbst entfällt.
Mainova kann mithilfe von Zählern, digitalen Messstellen und Sensoren genau verfolgen, wohin das Wasser fließt. Grundsätzlich gilt: Drei Viertel des Wasserverbrauchs entfallen auf private Haushalte und Kleingewerbe, der Rest auf die Industrie – zu der auch die Rechenzentren zählen. Deren Wasserbedarf ist laut Mainova seit Jahren stabil.
Die Rekorde dieses Sommers sind kein Zufall, sondern ein klares Signal: Frankfurt wächst, die Temperaturen steigen, und der Bedarf an Energie und Wasser nimmt langfristig zu. Mainova plant deshalb den weiteren Ausbau des Frankfurter Stromnetzes, um die Stadt auf die Anforderungen der Zukunft vorzubereiten. Bis dahin heißt es: Wasser sparen wo es geht, und die Klimaanlage nicht höher drehen als nötig – euer Geldbeutel und das Netz danken es euch!
Update: Es gibt neue Entwicklungen zu diesem Thema:






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