
Jonathan Burkardt startet nach dem Riera-Ärger neu durch: Im Trainingslager glänzt der Eintracht-Stürmer mit Toren und Topform.
Bei Eintracht Frankfurt weht ein neuer Wind. Nach einem turbulenten Premieren-Jahr, geprägt von Frust, Verletzungen und dem Riera-Chaos, meldet sich Stürmer Jonathan Burkardt mit einem breiten Grinsen zurück. Im Trainingslager im bayrischen Grassau ist der 26-Jährige derzeit einer der auffälligsten Spieler auf dem Platz – und das lässt die SGE-Fans zu Recht jubeln.
Wir hatten euch bereits in einem früheren Beitrag über die Verstärkung in der Defensive berichtet – den Transfer von Innenverteidiger Otávio aus Portugal. Jetzt gibt es neue positive Nachrichten, diesmal aus dem Angriff!
Der Name Alberto Riera sorgt in Frankfurt auch in der Retrospektive noch für Kopfschütteln. Burkardt selbst blickt mit gemischten Gefühlen auf diese Zeit zurück: „Da war viel los, das war eine sehr anstrengende Zeit für mich. Da ist sicher nicht alles glatt gelaufen.“ Kein Wunder – Diskussionen um seinen Körperfettanteil, eine Ausbootung und sogar eine öffentliche Beleidigung seines damaligen Coaches beim Auswärtsspiel in Dortmund prägten eine Saison, die sich niemand so vorgestellt hatte. Doch Burkardt hat den Schalter umgelegt: „Ich konnte da jetzt aber einen Haken dranmachen.“ Und was noch wichtiger ist: „Das, was aktuell in Frankfurt passiert, tut mir sehr gut.“
Das bleibt nicht nur bei Worten. Burkardt zieht im Training und in den Testspielen voll durch. Ein Traumtor gegen den FC Gießen, ein Elfmetertor gegen Trabzonspor – der Stürmer trifft und trifft und trifft. Die aggressive Spielweise von Trainer Adi Hütter scheint wie maßgeschneidert für ihn zu sein. Hohes Anlaufen, intensives Pressing, kurze Wege zum Tor – genau das, was Burkardt braucht und liebt. „Die Spielweise passt sehr gut zu mir. Hohe Balleroberungen, intensiv unterwegs sein, dann kurze Wege zum Tor – genau das üben wir, und das macht sehr viel Spaß.“
Dass Burkardt die intensiven Einheiten so stark wegsteckt, ist kein Zufall. Der ehemalige Mainzer nutzte die Enttäuschung über die Nichtberücksichtigung für die WM und die daraus resultierende lange Sommerpause, um intensiv an sich selbst zu arbeiten. Ernährung, Ausdauer, Verletzungsanfälligkeit – er hinterfragte alles. „Ich hatte viel Zeit, um zu sehen, was ich besser machen kann.“ Das Ergebnis: Burkardt ist körperlich in Topform. Und das ist wichtig, denn in der vergangenen Saison verpasste er einen Großteil der Spielzeit wegen einer Muskelverletzung – erzielte dabei aber trotzdem 13 Treffer in nur 22 Bundesliga-Partien. Eine Quote, die für sich spricht.
Im System von Adi Hütter agiert Burkardt aktuell stets als Teil einer Doppelspitze und wird dabei abwechselnd von Younes Ebnoutalib oder Ansgar Knauff unterstützt. Die Kombination wirkt schon in der Vorbereitung vielversprechend. Burkardt selbst macht keinen Hehl aus seinen Ambitionen: „Meine Torquote war gut, obwohl ich die halbe Saison verpasst habe. Jetzt will ich die komplette Saison mit Leistung vorangehen.“
Und Burkardt denkt noch größer. Nachdem er die WM verpasst hat und mit Julian Nagelsmann auch beim DFB ein Trainerwechsel vollzogen wurde, hofft er auf einen Neustart auch in der Nationalmannschaft. „Mein Ziel ist es, da wieder reinzukommen, ganz klar. Ich möchte hier in Frankfurt meine Leistung bringen, um dann wieder nominiert zu werden.“ Jürgen Klopp und Adi Hütter dürften diese Ansage gerne hören.
Frankfurt, der Sound der Weltstadt wird auch in dieser Saison von Toren begleitet – und Burkardt will dabei ganz vorne mitsingen. Bleibt er fit, wird es eine heiße Saison! Jetzt reinhören und dabei bleiben – wir halten euch auf dem Laufenden.






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