
Messerangriff am Eisernen Steg: Mutter und Sohn sitzen wegen gemeinschaftlichen versuchten Mordes in U-Haft.
Der Fall rund um den Messerangriff am Eisernen Steg in Frankfurt schlägt weiter hohe Wellen – und die Ermittlungen bringen immer erschreckendere Details ans Licht. Wie wir in einem früheren Beitrag berichtet haben, griff eine 70-Jährige am Sonntag, den 19. Juli, am Mainkai eine 37-jährige Frau mit einem Messer an. Neu ist jetzt: Die Tat war kein Spontanangriff – sie wurde gezielt geplant. Und zwar gemeinsam mit dem 47-jährigen Sohn der Angreiferin.
Beim Opfer handelt es sich um die frühere Lebensgefährtin des 47-Jährigen. Die 37-Jährige hatte laut Polizeipräsidium Frankfurt bereits im Vorfeld gerichtliche Kontakt- und Annäherungsverbote gegen beide Tatverdächtigen durchgesetzt – ein klares Zeichen, dass sie sich offenbar schon länger bedroht fühlte.
Am Nachmittag des 19. Juli hielt sich die Frau gegen 15 Uhr gemeinsam mit einem Begleiter am Mainkai auf. Die 70-Jährige soll sie zuvor durch die Frankfurter Innenstadt verfolgt haben, bevor sie von hinten an die Frau herantrat, sie an den Haaren packte und mit einem Messer attackierte. Das Opfer erlitt oberflächliche Schnittverletzungen im Hals- und Gesichtsbereich. Dem Begleiter des Opfers und einem 33-jährigen Zeugen gelang es, die Angreiferin festzuhalten und von der 37-Jährigen zu trennen – bis die Polizei eintraf. Der Zeuge zog sich dabei eine Schnittwunde am Finger zu.
Das ist der entscheidende neue Entwicklungsstand: Intensive Ermittlungen ergaben, dass Mutter und Sohn das Opfer gemeinsam ausspioniert und in der Innenstadt lokalisiert hatten. Es soll konkrete Absprachen zwischen beiden gegeben haben. Der Sohn war also nicht nur informiert – er soll die Tat aktiv koordiniert haben.
Noch am Montag versuchten Beamte, den 47-Jährigen festzunehmen. Dabei stellten sie fest, dass er zunächst in Richtung der Wohnung des Opfers fuhr, sich dann aber wieder entfernte. Gegen 23.30 Uhr wurde er schließlich in Mörfelden-Walldorf im Kreis Groß-Gerau festgenommen. Bei der Durchsuchung seines Fahrzeugs fanden die Einsatzkräfte eine scharfe Schusswaffe, Munition sowie ein Messer – ein Fund, der die Ermittler alarmierte.
Die 70-jährige Tatverdächtige wurde bereits am Montag dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Frankfurt vorgeführt, ihr Sohn folgte am Dienstag. Das Gericht erließ in beiden Fällen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt Haftbefehle – wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen versuchten Mordes sowie der gefährlichen Körperverletzung. Beide befinden sich seither in Untersuchungshaft.
Der Eiserne Steg und der Mainkai gehören zu den belebtesten Orten Frankfurts – frequentiert von Einheimischen und Touristen gleichermaßen. Dass ein derart brutal geplanter Angriff genau hier stattfand, macht den Fall besonders erschreckend. Radio Frankfurt bleibt für euch am Ball und berichtet, sobald es neue Entwicklungen gibt. Jetzt reinhören – Der Sound der Weltstadt!






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