
Anna Elendt aus Dreieich verließ die Schwimm-EM in Paris ohne Medaille, erreichte aber alle drei Einzelfinals. Wie sie auf ihre Leistung blickt, liest du hier.
Knapp daneben ist auch vorbei – das musste Anna Elendt am letzten Wettkampftag der Schwimm-EM in Paris erfahren. Die 24-jährige Schwimmerin aus Dreieich, die für die SG Frankfurt an den Start geht, verließ Paris ohne Medaille. Und das, obwohl sie bis zum Schluss alles gegeben hat!
Am Sonntag startete Elendt zunächst über 50 Meter Brust und kam in 30,35 Sekunden als Fünfte ins Ziel. Ein Rang, der zwar kein Edelmetall bedeutet – aber Elendt selbst zeigte sich trotzdem zufrieden. Am ARD-Mikrofon sagte sie: „Ich habe die Zeit vom Halbfinale noch mal bestätigen können. Ich bin wirklich mehr als glücklich.“ Starke Worte für einen fünften Platz – aber genau das zeigt, wie sehr sie an sich gearbeitet hat.
Vor der EM hatte sich Elendt ein klares Ziel gesetzt: alle drei Einzelfinals erreichen. Das hat sie geschafft! Allerdings blieben die Medaillenränge in allen drei Disziplinen außer Reichweite. Über 200 Meter Brust wurde sie Fünfte, über 100 Meter Siebte – und nun also auch über 50 Meter nur Fünfte.
Rund anderthalb Stunden nach ihrem Einzelstart ging es für Elendt noch einmal ins Wasser – diesmal mit der Lagenstaffel. Die schlug sich ordentlich, musste sich am Ende aber den Staffeln aus Großbritannien, Italien und den unter neutraler Flagge startenden Russinen geschlagen geben. Auch hier also: knapp dran, aber kein Podium.
Schon während der EM machte sich Elendt Gedanken über ihre Zukunft. Die Dreifach-Belastung mit 50, 100 und 200 Metern Brust könnte in Zukunft wegfallen – zumindest teilweise. „Auf jeden Fall die 100 Meter, meine zweite Strecke geht in Richtung 200 Meter. Bei den 50 Metern müssen wir gucken, ob wir sie drinlassen oder nicht“, sagte sie im Interview. Sprich: Mit Blick auf Olympia 2028 könnte sie die kurze Distanz aus dem Programm streichen, um fokussierter und frischer in die wichtigen Rennen zu gehen.
Denn die vielen Starts hinterließen deutlich ihre Spuren. „Ich bin schon müde“, gab Elendt am letzten Wettkampftag offen zu. Bei einem vollgepackten Wettkampfprogramm wie diesem ist das mehr als verständlich!
Keine Medaille, aber trotzdem ein starkes Auftreten – Anna Elendt hat bei der Schwimm-EM in Paris bewiesen, dass sie auf internationalem Niveau mithalten kann. Alle drei Einzelfinals erreicht, bis zuletzt gekämpft und dabei noch wertvolle Erfahrungen für die Zukunft gesammelt. Der Sound der Weltstadt Frankfurt begleitet sie weiter – wir drücken die Daumen für alles, was noch kommt!






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