Die Stiftung Buchkunst zeigt im Museum Angewandte Kunst Frankfurt 60 Jahre prämierte Buchkunst – Anfassen ausdrücklich erlaubt! Jetzt bis 1. November besuchen.
Wann darf man im Museum schon mal anfassen? Im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt ist genau das gerade ausdrücklich erwünscht! Die Stiftung Buchkunst zeigt dort bis zum 1. November ihre Ausstellung „Stiftung Buchkunst: 60 Jahre Schöne Bücher“ – und die rund 90 prämierten Bücher aus sechs Jahrzehnten sollen nicht nur angeschaut, sondern auch gespürt werden.
Geschäftsführerin Birte Kreft machte bei der Pressevorbesichtigung gleich den Anfang: Sie hielt eine kleine, in schwarzem Stoff weich eingebundene Bibel aus dem Jahr 1968 in die Höhe – ein Exponat aus dem eigenen Archiv der Stiftung. Besucherinnen und Besucher sollen sich selbst von den gestalterischen, materiellen und handwerklichen Qualitäten der gezeigten Werke überzeugen können. Und das macht diese Ausstellung wirklich besonders!
Die Stiftung Buchkunst gibt es seit 1966 – und seitdem zeichnet sie jedes Jahr im Wettbewerb um die „Schönsten Deutschen Bücher“ herausragende Beispiele der Buchgestaltung aus. Große und kleine Verlage können sich um den mit 10.000 Euro dotierten Preis bewerben. Bedingung: Das Buch muss in Deutschland gedruckt und gebunden worden sein, eine Mindestauflage von 500 Exemplaren haben und eine ISBN-Nummer besitzen, wie Carolin Blöink, zuständig für Ausstellungen und internationalen Wettbewerb bei der Stiftung, erklärt.
Passend zur Ausstellungseröffnung im Museum Angewandte Kunst verlieh die Stiftung auch den Preis für das schönste Buch 2026 – ein toller Anlass, der zeigt, wie lebendig die Buchkunst in Frankfurt noch heute ist!
Was in den Vitrinen und auf den Tischen liegt, ist alles andere als eine klassische Hitliste. „Wir wollten bewusst keine kanonische ,Best-of‘-Liste zeigen, sondern ein vielstimmiges Panorama der Buchgestaltung aus unterschiedlichen Perspektiven“, sagt Birte Kreft. Ein unabhängiges Gremium aus Expert:innen der Buchgestaltung, -herstellung und des Buchhandels hat im Frühjahr exemplarische Titel ausgewählt.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Neben prämierten Romanen wie Judith Schalanskys „Der Hals der Giraffe“ – 2011 von Kritikerinnen und Kritikern als besten Roman des Jahres bejubelt und von Schalansky selbst gestaltet – sind ausgezeichnete Fachbücher, Kunstbände, Kinder- und Jugendbücher sowie Schulbücher wie der bekannte „Diercke Weltatlas“ zu sehen. Für jeden ist also etwas dabei!
Wer noch tiefer eintauchen möchte, dem bietet die Stiftung Buchkunst zwei Veranstaltungen an:
Ihr seht: Diese Ausstellung ist ein echtes Highlight für alle Bücher-Fans in Frankfurt und im Main-Gebiet! Einfach hingehen, die Bücher in die Hand nehmen und spüren, was gute Buchgestaltung ausmacht. Die Ausstellung „Stiftung Buchkunst: 60 Jahre Schöne Bücher“ läuft noch bis zum 1. November im Museum Angewandte Kunst, Schaumainkai 17, in Frankfurt. Alle Infos zum Begleitprogramm findet ihr unter museumangewandtekunst.de.






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