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75 Jahre TSG 51: Vom Kantinen-Nebenraum zum modernen Kunstrasenplatz in Eschersheim

Die TSG 51 aus Eschersheim feiert 75 Jahre Vereinsgeschichte – vom Kantinen-Nebenraum 1951 bis zum modernen Kunstrasenplatz.

Redaktion
·
14. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 2 Wochen

Eine Frankfurter Erfolgsgeschichte, die Gänsehaut macht

75 Jahre, eine Handvoll Gründer, eine Kantine auf den Sandhöfer Wiesen – und daraus wurde einer der beständigsten Fußballvereine Frankfurts. Die TSG 51 feiert ihr Jubiläum, und das ist mehr als ein Geburtstag. Es ist die Geschichte von Menschen, die nicht locker gelassen haben. Der Sound der Weltstadt steckt auch im Vereinssport – und die TSG 51 ist dafür ein perfektes Beispiel!

Alles begann in Niederrad

Am 3. August 1951 trafen sich Paul Neumann, Bruno Weiß, Hans Faust und weitere Fußballbegeisterte in der Kantine auf den Sandhöfer Wiesen in Niederrad. Paul Neumann wurde erster Vorsitzender. Der Trainings- und Spielbetrieb startete auf den umliegenden Sportplätzen sowie den Übungsplätzen vor dem Waldstadion. Als Clubzimmer diente ein schlichter Nebenraum der Kantine. Bescheiden, aber mit viel Leidenschaft.

Schon 1952 stellte die TSG ihre erste Schülermannschaft auf. 1955 zog der Verein an seinen heutigen Standort: die Niedwiesenstraße in Eschersheim. Die Umkleideräume befanden sich zunächst im Keller eines Wohnheims – provisorisch, aber funktional. 1958 wurde der Platz zum Hartplatz ausgebaut, gleichzeitig entstanden die erste Alte-Herren-Mannschaft sowie A- und B-Jugend. 1964 folgte die Flutlichtanlage. Im selben Jahr übernahm die TSG die ehemalige Pumpstation im Erbbaurecht – aus ihr wurde später das Vereinsheim, das bis heute Mittelpunkt des Vereinslebens ist.

Frauen, die einfach Fußball spielen wollten

Ende der 1960er-Jahre entstand die Idee einer Damenmannschaft – zu einer Zeit, als der Deutsche Fußball-Bund Frauenfußball noch untersagte. 1970 wurden die ersten Spielerpässe für Frauen ausgestellt. Ingrid Dorrmann, Christine Balzer, Bettina Feige und viele andere wollten das tun, was ihre Brüder längst durften. Trainiert wurde auf Asche, umgezogen wurde sich mangels Vereinsheim in einer Privatwohnung. Niederlagen wie 0:22 oder 0:19 gehörten dazu – aber ans Aufhören dachte niemand. „Es ging uns gar nicht ums Gewinnen, sondern um den Spaß“, erinnerte sich Ingrid Dorrmann später. Respekt – das nennen wir echten Frankfurter Kampfgeist!

Aus der Damenmannschaft entwickelte sich 1975 die erste Mädchenfußballmannschaft. Zum 25-jährigen Bestehen 1976 wurde der neue Rasenplatz eingeweiht. 1987 konnten endlich neue Umkleide- und Vereinsräume direkt auf der Sportanlage bezogen werden – im selben Jahr stieg die Damenmannschaft in die Landesliga Süd auf.

Der lange Weg zum Kunstrasen

Zu den prägenden Persönlichkeiten des Vereins gehört Dietmar Dorrmann. Schon als Kind spielte er für die TSG, seit Jahrzehnten engagiert er sich im Vorstand. Während in Frankfurt vielerorts Kunstrasenplätze entstanden, wartete die TSG lange vergeblich. Der alte Rasenplatz verwandelte sich nach Regen regelmäßig in eine Schlammlandschaft. Die Nähe zur Nidda machte Planungen zusätzlich schwierig. Doch Dorrmann blieb hartnäckig: „Ich war wirklich hartnäckig. Und das hat sich letztlich doch ausgezahlt“, sagte der damalige Vorsitzende und heutige Ehrenvorsitzende nach der Einweihung des Kunstrasenplatzes im Jahr 2021.

Mit dem neuen Kunstrasen wurde die Anlage komplett neugestaltet: Groß- und Kleinspielfeld, moderne Flutlichtanlage und neue Wege. Für viele Mitglieder war das weit mehr als eine Baumaßnahme – es war der vorläufige Höhepunkt von 70 Jahren Vereinsgeschichte.

So wird das Jubiläum gefeiert

Das Festprogramm ist richtig vollgepackt! Von Freitag, 14. August, bis Sonntag, 16. August, öffnet täglich von 15 bis 23 Uhr auf dem Sportgelände an der Niedwiesenstraße 124 der Nidda Beach Club. Danach geht’s weiter:

  • Freitag, 21. August: TSG-Gala
  • Samstag, 22. August: Kids Day mit Zauberer, Ballonkünstler und der Freiwilligen Feuerwehr Eschersheim – ab 19.30 Uhr spielt die Band Doctor Blond
  • An allen Festtagen: Fußballturniere, Festzelt sowie Grill- und Getränkestände

Alle aktuellen Infos findet ihr unter www.tsg51.de.

Mehr als ein Verein

Heute trainieren Mädchen und Jungen, Frauen und Männer auf einer Anlage, von der frühere Generationen nur träumen konnten. Die Geschichte der TSG 51 begann 1951 mit einem Nebenraum in einer Kantine. Geschrieben wird sie bis heute an der Niedwiesenstraße – von Menschen, die Verantwortung übernehmen und ihren Verein tragen. Alles Gute zum 75. Geburtstag, TSG 51 – das ist das beste Programm im Main-Gebiet: echter Lokalstolz!

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