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147 Millionen Euro: Frankfurt baut die erste klimaneutrale Schule!

Frankfurt baut für 147 Millionen Euro die erste klimaneutrale Schule: Die neue Johanna-Tesch-Schule in Preungesheim soll mehr Strom produzieren als sie…

Redaktion
·
25. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 55 Minuten

Spatenstich in Preungesheim – Frankfurt macht Schule!

Big News aus Frankfurt! Die Stadt setzt ein riesiges Zeichen für die Zukunft: An der Homburger Landstraße in Preungesheim ist der Spatenstich für die neue Johanna-Tesch-Schule gefallen. 147 Millionen Euro investiert Frankfurt in dieses Mega-Projekt – und das Ergebnis soll Frankfurts erste klimaneutrale Schule überhaupt werden. Wir reden hier von einer integrierten Gesamtschule (IGS), die mehr Strom produziert als sie verbraucht. Klingt nach Zukunft? Ist Zukunft!

Beim symbolischen ersten Spatenstich waren Bildungs- und Baudezernentin Sylvia Weber (SPD), Schulleiterin Annette Günther und Architekt Dietmar Opitz von SHP Architekten dabei. Und natürlich die Schülerinnen und Schüler selbst – die griffen direkt zum Spaten, posierten fürs Foto und machten deutlich: Diese Schule gehört uns!

L-Form, Lernhäuser und ein Beachvolleyballplatz

Der Entwurf von Architekt Opitz sieht einen L-förmigen Bau mit drei Obergeschossen vor, der sich zur Homburger Landstraße hin öffnet. Die clevere Gebäudeform schirmt den Schulhof gleichzeitig vom Lärm der A661 ab – praktisch gedacht! Wobei man hier nicht einfach von „Schulhof“ spricht. Das Konzept nennt es einen „Natur- und Bewegungspark“ mit vielen Bäumen, Pflanzen, Tischtennisplatten, einem Beachvolleyballplatz und einem Schulgarten. Schatten inklusive – nach dem heißen Sommer weiß jeder, wie wichtig das ist, wie Weber beim Termin betonte.

Die L-Form wird durch einen dreigeschossigen Holzbau zur U-Form ergänzt, in dem zwei Drei-Felder-Hallen untergebracht werden. Die Turnhalle im Erdgeschoss bekommt sogar eine Tribüne für bis zu 300 Zuschauer. Das ist nicht nur gut für die Tesch-Schule selbst – auch andere Schulen aus dem Bezirk sollen von den zusätzlichen Sportflächen profitieren. Denn in Preungesheim klagen Vereine und Schulen seit Jahren über zu wenige Hallenzeiten.

Drinnen gibt es statt klassischer Klassenzimmer und langer Schulflure sogenannte jahrgangsübergreifende Lernhäuser, jeweils um einen zentralen Raum angeordnet. Glaselemente sorgen für Sichtbeziehungen zwischen den Räumen. Schulleiterin Günther macht klar, wofür das Gebäude gedacht ist: „Wenn man über den Schulhof in das Schulgebäude kommt, dann ist da keine große repräsentative Eingangshalle, sondern Orte für Schüler zum Chillen.“

Klimaneutral, Solarstrom und Zisterne – so geht Schule 2028!

Das Herzstück des Projekts ist der klimaneutrale Ansatz. Auf dem Dach entstehen Photovoltaikanlagen, die so viel Energie liefern, dass nur 25 Prozent des produzierten Stroms für die Schule selbst gebraucht werden – der Rest wird ins Netz eingespeist. Auch beim Bauen selbst denkt man grün: CO₂-reduzierter Beton, Dämmung aus Holzwolle statt Steinwolle und ein Fundament aus recyceltem Material. Bei jedem Baustoff wurde laut Architekt Opitz geprüft, ob er CO₂ bindet oder ausstößt. Obendrauf kommt eine Zisterne, in der Regenwasser gesammelt und für die Pflege der Grünflächen genutzt wird.

Von Bockenheim nach Preungesheim – ein langer Weg

Die Johanna-Tesch-Schule gibt es seit 2019. Seitdem ist sie übergangsweise in Bockenheim untergebracht – aufgeteilt auf zwei Standorte. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet das: Manche Pausen verbringt man damit, zwischen den Standorten hin- und herzupendeln. Zehntklässler Emmanuel bringt es auf den Punkt: „Manche Pausen verbringt man nur damit, um von einem Standort zum anderen zu wechseln.“ Dass er die neue Schule als Schüler nicht mehr erleben wird, macht das nicht weniger wichtig.

Der neue Standort an der Homburger Landstraße liegt neben der Kletterhalle des Alpensportvereins und ist gut angebunden – die Endhaltestelle der U5 ist nah. Und mit der geplanten Verlängerung der U5 bis zum Bahnhof Frankfurter Berg entsteht sogar eine Haltestelle praktisch direkt vor dem Schulhof.

Bis Sommer 2028 soll Generalunternehmer KGSMN die Schule fertiggestellt haben. Frankfurt macht damit ernst – und zeigt, wie Bildung und Klimaschutz Hand in Hand gehen können. Der Sound der Weltstadt hat eben viele Töne!

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