
Abschied von Hans Traxler: Frankfurt trauert um einen seiner größten Künstler
Hans Traxler, Mitbegründer von „Titanic
Wohnungsnot in Hessen wächst: Bis 2030 fehlen jährlich über 26.000 Wohnungen. Was die Wohnungswirtschaft fordert und was das für Frankfurt bedeutet.
Wer in Hessen eine bezahlbare Wohnung sucht, weiß: Es ist kein Spaß. Und die Situation wird nicht besser – im Gegenteil. Die Wohnungswirtschaft schlägt jetzt offiziell Alarm. Vor allem in den Städten fehlen bezahlbare Wohnungen in einem erschreckenden Ausmaß. Das betrifft uns hier im Main-Gebiet direkt.
Der Vorstand des Verbandes der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft (VdW Südwest), Axel Tausendpfund, macht keinen Hehl aus der Lage: „Schon jetzt gibt es viel zu wenig Wohnungen. Die Baufertigstellungen reichen bei Weitem nicht aus, um daran etwas zu ändern. Und da auch nicht genügend neue Baugenehmigungen erteilt wurden, ist die Perspektive auf mehr Wohnungen in der Zukunft ebenfalls düster.“
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Bis 2030 braucht Hessen laut früheren Analysen des Verbandes jährlich mehr als 26.000 neue Wohnungen – vor allem in kreisfreien Städten und Großstädten. Was ist die Realität? Im ersten Halbjahr 2026 wurden laut Statistischem Landesamt gerade einmal Baugenehmigungen für 8.025 Wohnungen erteilt. Ja, das ist ein Anstieg von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – aber angesichts des riesigen Bedarfs ist das ein Tropfen auf den heißen Stein.
Neben dem Mangel an Baugenehmigungen drückt noch ein weiterer Faktor auf die Bremse: stark gestiegene Baukosten. Für Unternehmen und Investoren wird es schlicht immer teurer, neuen Wohnraum zu schaffen. Das Ergebnis: Weniger Projekte werden überhaupt angegangen, die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage wächst weiter.
Der VdW Südwest, der rund 200 private und öffentliche Unternehmen der Wohnungswirtschaft in Hessen und im südlichen Rheinland-Pfalz vertritt, sieht die Politik klar in der Pflicht. Die Novellierung der hessischen Bauordnung durch die Landesregierung wird dabei durchaus positiv bewertet – sie soll Bauen schneller, einfacher und günstiger machen. Aber Beschlüsse allein reichen nicht.
Tausendpfund bringt es auf den Punkt: „Die Devise der Politik muss lauten: Klare Vorfahrt für den Wohnungsbau, damit wieder mehr bezahlbare Wohnungen entstehen.“ Gut gemeinte Gesetze müssen also eins zu eins in die Tat umgesetzt werden – sonst bleibt alles beim Alten.
Für alle, die im Main-Gebiet leben oder hierher ziehen wollen, ist das eine wichtige Botschaft: Der Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Wer eine bezahlbare Wohnung sucht, muss weiterhin Geduld mitbringen – und die Hoffnung, dass die Politik die richtigen Schritte schnell genug geht. Radio Frankfurt bleibt für euch am Ball und hält euch über alle Entwicklungen in unserer Region auf dem Laufenden. Jetzt reinhören – der Sound der Weltstadt begleitet euch durch den Tag!

Hans Traxler, Mitbegründer von „Titanic



Hans Traxler, Mitbegründer von „Titanic


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