
Abschied von Hans Traxler: Frankfurt trauert um einen seiner größten Künstler
Hans Traxler, Mitbegründer von „Titanic
Elias Breir steht beim FSV Frankfurt unter Trainer Victor Kleinhenz plötzlich in der Startelf. Wie der 21-Jährige seinen Platz verdient hat und warum das…
Trainerwechsel können Karrieren verändern – in die eine oder die andere Richtung. Beim FSV Frankfurt hat der Wechsel an der Seitenlinie für Elias Breir eindeutig die bessere Richtung eingeschlagen. Der 21-jährige Mittelfeldspieler steht unter dem neuen Trainer Victor Kleinhenz in allen drei Meisterschaftsspielen der laufenden Saison in der Startelf – ein Gefühl, das er beim Bornheimer Regionalliga-Team bisher kaum kannte.
„In der Vorbereitung habe ich mich sehr gut gezeigt und hart gearbeitet“, sagt Breir. Der Lohn kam schnell: ein fester Platz in der Stammelf. Und der gebürtige Offenbacher weiß genau, was sein Spiel ausmacht. Das Zocken, das Brillieren – das überlässt er gerne anderen. Laufstärke und Intensität sind sein Ding. Er selbst sieht sich als idealen Ausgleich zu den kreativeren Spielern um ihn herum.
Dass Breir jetzt so regelmäßig von Beginn an auf dem Platz steht, liegt auch an einer taktischen Umstellung. Victor Kleinhenz, der Nachfolger von Tim Görner, setzt auf Ballbesitzfußball und frühes Pressing – und auf eine Doppel-Sechs vor der Abwehrreihe. Genau dort spielt Breir nun gemeinsam mit Giorgio Del Vecchio, dem unumstrittenen Stammspieler und „Vize“-Kapitän des FSV.
Unter Vorgänger Görner sah die Realität noch ganz anders aus: In der vergangenen Saison wartete Breir bis zum 32. Spieltag auf seinen dritten Einsatz in der Startelf. Insgesamt 19 Mal wurde er eingewechselt – fast immer erst in der zweiten Halbzeit. Einen festen Platz hatte Görner für ihn nicht vorgesehen.
Trotzdem bleibt Breir dankbar für die Zeit unter dem alten Trainer: „Ich habe unter Tim unglaublich viel gelernt.“ Und er weiß, dass er nun umdenken muss. Wo Görner auf eine stabile Defensive und schnelle Umschaltmomente setzte, will Kleinhenz das Spiel aktiv gestalten. Breir bringt es pragmatisch auf den Punkt: „Unter Tim hatten wir Erfolg, waren Fünfter und Dritter. Von daher ist es schwierig zu sagen, welches System besser ist.“ Dann schiebt er lächelnd hinterher: „Derzeit macht es Spaß.“
Mit vier Punkten aus drei Spielen steht der FSV Frankfurt auf Rang sechs. Dass es nicht mehr sind, hat bittere Gründe: In der Nachspielzeit kassierte das Team beim 2:2 gegen den VfR Mannheim und beim 1:2 bei Mainz 05 II noch den jeweiligen Gegentreffer. „Da hatten wir nicht das nötige Spielglück“, sagt Breir. Beim 3:0-Sieg über Astoria Walldorf lief dagegen vieles besser zusammen – und der FSV war über weite Strecken die klar bessere Mannschaft.
Jetzt soll eine Serie her, ein Flow entstehen. Die nächste Aufgabe wartet am Freitag um 19 Uhr: Auswärts bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz. Breir erinnert sich an enge Duelle in der Vergangenheit – ein 1:1 am Bornheimer Hang und ein 2:1-Sieg nach Rückstand in der Johannisau aus der Saison 2025/26. Leichte Kost wird das also nicht.
Noch größer wird es dann am 5. September: Kickers Offenbach gastiert beim FSV Frankfurt – Anstoß ist um 14 Uhr. Für Elias Breir, den gebürtigen Offenbacher, ist das mehr als nur ein Ligaspiel. Von seiner Haustür ist er näher am Bieberer Berg als am Bornheimer Hang. Und trotzdem kämpft er in Blau-Schwarz. Seine Aussage dazu ist klar: „In der Regionalliga gibt es kein besseres Spiel für uns.“
Breir hat sich seinen Platz hart erarbeitet – und will ihn nicht mehr hergeben. Einer, der nicht brilliert, aber brennt. Genau solche Typen braucht der FSV Frankfurt in dieser starken Regionalliga-Saison. Wir sind gespannt, wie die Geschichte weitergeht – bleib dran bei Radio Frankfurt, dem Sound der Weltstadt!

Hans Traxler, Mitbegründer von „Titanic



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