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Judo-Derby: TG Schwalbach gegen HTG Bad Homburg – wer steigt ab?

Judo-Derby im Main-Gebiet: TG Schwalbach trifft auf HTG Bad Homburg – der Verlierer steigt aus der 2. Bundesliga Süd ab. Alles zum Abstiegsendspiel am Samstag.

Redaktion
·
26. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 23 Minuten

Das Abstiegsendspiel im Judo: Schwalbach kämpft ums Überleben

Spannung pur im Main-Gebiet! Am Samstag steigt das vielleicht wichtigste Judo-Derby der Saison: Die TG Schwalbach trifft auf die HTG Bad Homburg – und der Verlierer steigt aus der 2. Judo-Bundesliga Süd ab. Für beide Teams geht es um alles. Austragungsort ist der TFP Sportpark (Niederstedter Weg 2) in Bad Homburg. Das offizielle Wiegen der Sportler beginnt um 16 Uhr, der erste Kampf startet um 17 Uhr.

Schwalbach ist Schlusslicht – aber kämpferisch

Die Ausgangslage ist klar: Schwalbach steht nach sechs von sieben Wettkämpfen am Ende der Tabelle. In den bisherigen Begegnungen gegen Aibling-Grafing, München-Großhadern, Nürnberg, Erlangen, Sindelfingen und Heubach holten die Schwalbacher nur ein einziges Unentschieden – ein 7:7 gegen Heubach – und kassierten fünf Niederlagen. Damit liegt das MTS-Team einen Punkt hinter dem Vorletzten aus Bad Homburg.

Trainer Ralf Bacher bringt die Situation auf den Punkt: „Wir sind der kleine Bruder, der dem Großen ein Bein stellen will.“ Klar ist auch: Bad Homburg ist seit Jahrzehnten – mit kleineren Unterbrechungen – in Bundesliga-Gefilden unterwegs und hat sowohl beim Personal als auch bei der Infrastruktur die Nase vorn. Trotzdem gibt sich Bacher kämpferisch: „Der Gegner ist definitiv eine größere Nummer, aber wir werden alles aufbieten, um den letzten Platz noch an Bad Homburg abzugeben.“

Die Schwalbacher Waffen gegen die Schreder-Brüder

Bacher weiß genau, wo die Stärken des Gegners liegen: „Wir wissen, dass Bad Homburg vor allem in den 100er- und 100-plus-Gewichtsklassen stark ist“ – und denkt dabei an die Schreder-Brüder Lukas und Leon. Doch Schwalbach hat ebenfalls einiges aufzubieten. Ovidiu Ioan Mihut, Tim Schnell und – wenn seine Verletzung es zulässt – Ben Wagner sollen in den schweren Gewichtsklassen Punkte holen. Dazu kommen Ilyas Mustafajev (-81 kg), der erst 16-jährige Niederländer Misha Kurghinyan (-73 kg), Nikolaos Chartomatsidis (-66 kg), Florian Ruckteschler und Alessandro Catalano (-60 kg).

Vorbereitet haben sich die Schwalbacher trotz der zweimonatigen Wettkampfpause gewissenhaft – auch im Juli und August wurde trainiert, zuletzt wieder auf zwei bis drei Einheiten pro Woche hochgefahren. Bestmögliche Form also für das Abstiegsendspiel.

Mehr als Abstiegskampf: Rivalen im Kampf um Talente

Der Klassenerhalt hätte für Schwalbach noch eine weitere Bedeutung – und die geht über das Sportliche hinaus. Beide Vereine fischen im selben Kandidatenpool, wenn es um die Anwerbung neuer Kämpfer geht. Wer zweitklassig bleibt, hat hier einen klaren Vorteil gegenüber dem Absteiger. Erschwerend kommt hinzu, dass auch der Erstligist aus Rüsselsheim im selben Gebiet nach Talenten sucht und den Markt zusätzlich enger macht.

„Wir haben ein gutes Verhältnis zu Bad Homburg“, sagt Bacher – macht aber keinen Hehl daraus, dass die Konkurrenz um die besten Kämpfer real ist: „Aber natürlich fehlen uns die guten Kämpfer, die sie angeworben haben und umgekehrt.“ Was die Infrastruktur angeht, sei Schwalbach deutlich kleiner – aber: „Wir haben das Beste aus unseren Möglichkeiten herausgeholt und glauben an unsere Chance.“

Erinnerung an 2025 – und ein klares Ziel für 2026

In der Vorsaison verlor Schwalbach das Duell gegen Bad Homburg noch mit 5:9. Diesmal soll alles anders werden. Trainer Bacher formuliert sein Ziel ganz konkret: „Letztes Jahr haben wir 5:9 gegen Bad Homburg verloren, jetzt wollen wir sie richtig ärgern. Ein 8:6 würde mir schon reichen, das wäre ein Traum.“

Samstag, 17 Uhr, TFP Sportpark in Bad Homburg – wer im Main-Gebiet Judo liebt, weiß, wo er sein muss. Drückt den Schwalbachern die Daumen!

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