Nach einem Einbruch in ein Spielwarengeschäft in Bayern lieferten sich Polizei und ein Tatverdächtiger eine Verfolgungsjagd über drei Autobahnen bis nach…
Was klingt wie ein Actionfilm, ist in der Nacht auf Samstag (29. August) wirklich passiert: Nach einem Einbruch in ein Spielwarengeschäft in Bayern haben bayerische und hessische Polizeikräfte einen Tatverdächtigen nach einer spektakulären Verfolgungsjagd über drei Autobahnen schließlich in Frankfurt am Main vorläufig festgenommen. Der Sound der Weltstadt ist manchmal echter Großstadtkrimi!
Gegen 3 Uhr morgens schlug der Einbruchalarm in einem Spielwarengeschäft im Karlsteiner Ortsteil Dettingen im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg an. Die Videoüberwachungsanlage des Ladens erfasste laut Polizei zwei mutmaßliche Täter. Die Männer sollen Spielkarten mitsamt Vitrinen im Wert von mehreren zehntausend Euro gestohlen haben – kein Kleinkram also!
Mit ihrer Beute flüchteten sie in einem roten Fiat Punto, an dem Kennzeichen mit dem Kürzel „ST“ angebracht waren. Karlstein am Main liegt nur wenige Kilometer von der bayerisch-hessischen Grenze entfernt – und genau das sollte für die nächsten Stunden entscheidend sein.
Bereits gegen 3.15 Uhr gelang es einer Streife der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach, den Fiat im Bereich Kleinostheim zu stoppen. Doch der Fahrer gab Gas und ergriff die Flucht – dabei streifte das Fahrzeug sogar den Streifenwagen und beschädigte ihn leicht. Die Verfolgungsjagd nahm Fahrt auf: Zunächst ging es über die Autobahn 3 in Richtung Frankfurt am Main.
Am Autobahnkreuz Offenbach wechselte der Fahrer auf die Autobahn 661 in Richtung Oberursel. Beim Autobahnkreuz Bad Homburg verließ er dann die Fahrbahn und fuhr in entgegengesetzter Richtung auf die Autobahn 5 auf. In dieser Phase verlor die Polizei den Wagen kurzzeitig aus den Augen – möglicherweise nutzte genau dieser Moment der Komplize, um aus dem fahrenden Auto auszusteigen. Bei der späteren Festnahme war er jedenfalls nicht mehr im Fahrzeug.
Gegen 3.45 Uhr verließ der Fiat die A661 an der Anschlussstelle Heddernheim. An der Kreuzung Marie-Curie-Straße / Rosa-Luxemburg-Straße in Frankfurt-Niederursel verunfallte das Fahrzeug dann – ohne Einwirkung der verfolgenden Beamten. Herbeigeeilte Streifen kesselten den Wagen sofort ein. Der 33-jährige Fahrer aus Nordrhein-Westfalen wurde daraufhin vorläufig festgenommen. Auch ein Polizeihubschrauber war während der Fahndung im Einsatz. Das Polizeipräsidium Unterfranken und das Polizeipräsidium Südosthessen berichteten gemeinsam über den Einsatz.
Die Ermittlungen laufen weiter – nach dem zweiten Täter wird noch gefahndet. Die Ermittler haben drei konkrete Fragen an die Öffentlichkeit:
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Offenbach unter der Rufnummer 069 8098-1234 sowie die Kriminalpolizei Aschaffenburg unter 06021/857-1733 entgegen. Wenn ihr etwas gesehen habt – meldet euch! Jeder Hinweis kann helfen.






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