SC Dortelweil verliert das Regionalliga-Auftaktspiel gegen KSV Hessen Kassel mit 2:5. Nervosität und ein verschlafener Start kosteten die Punkte – doch die…
Was für ein harter Start zurück auf der großen Bühne! Der SC Dortelweil hat sein erstes Spiel in der Frauenfußball-Regionalliga Süd deutlich verloren. Gegen den KSV Hessen Kassel setzte es daheim eine 2:5-Niederlage – und die war vor allem in der ersten Halbzeit mehr als verdient. Wer den Kickerinnen aus dem Bad Vilbeler Stadtteil zuschaute, sah eine Mannschaft, die sichtlich mit den Nerven zu kämpfen hatte.
Schon in der zweiten Spielminute traf Freya Sophie Burk zur Kasseler Führung. Nur sieben Minuten später legte Nina Dietrich zum 0:2 nach. Aus Dortelweiler Sicht lief da schon vieles schief – und es sollte noch bitterer werden. Ein Eigentor von Lea Kemp in der 35. Minute und ein weiterer Treffer durch Hanna Kuntze kurz vor dem Pausenpfiff (45.+2) ließen die Gastgeberinnen mit einem 0:4-Rückstand in die Kabine gehen. Harter Tobak für ein Team, das gerade erst in die Regionalliga aufgestiegen ist.
Kamal Belkini, Abteilungsleiter Frauenfußball beim SC Dortelweil, machte keinen Hehl aus den Ursachen: „Ausschlaggebend für die Niederlage waren der verschlafene Beginn der Partie und die spürbare Nervosität der Mannschaft bei ihrer Regionalliga-Rückkehr. Absolut verständlich, wenn man bedenkt, dass viele Spielerinnen zum ersten Mal in ihrer Karriere auf dieser Bühne gestanden haben.“ Klartext – und das ist gut so. Denn nur wer die Fehler benennt, kann sie abstellen.
„Gerade in der Anfangsphase waren wir völlig überfordert und zu viel mit uns selbst beschäftigt“, ergänzte Belkini. Das 0:4 zur Pause spiegelte das Geschehen auf dem Platz leider ehrlich wider.
Nach dem Seitenwechsel war aber eine andere Mannschaft zu sehen – und das macht Hoffnung! Mit einer ansehnlichen Einzelleistung brachte Kaumo Jennifer Xiong die Dortelweilerinnen in der 59. Minute auf die Anzeigetafel. Keine fünf Minuten später zirkelte Adea Nagavci einen direkt verwandelten Freistoß zum 2:4 in die Maschen (64.). Plötzlich war wieder Leben in der Partie!
Belkini sah es auch so: „Die Mannschaft hat sich in der zweiten Halbzeit gefangen und ist mit einer ganz anderen Körpersprache zu Werke gegangen.“ Doch dann folgte der nächste Dämpfer: Ein Elfmeter, den Dortelweil klar erkannt haben wollte, wurde von der 18-jährigen Schiedsrichterin Franziska Vanessa Knoll vom MFFC Wiesbaden nicht gepfiffen. Belkini haderte: „Das wäre womöglich der Anschlusstreffer gewesen.“ Stattdessen traf Arlene Rühmer zum 5:2-Endstand (73.). Den Schlusspunkt hätte fast noch Svenja Haeberlin gesetzt – doch Gästekeeperin Jana Schiffhauer parierte den Freistoß der Eingewechselten glänzend (87.).
80 Zuschauer sahen ein Spiel mit zwei Halbzeiten, das kaum unterschiedlicher hätte sein können. Das Positive: Dortelweil hat bewiesen, dass das Team auch auf Regionalliga-Niveau treffen und mithalten kann – zumindest über 45 Minuten. Belkini bleibt trotz des Fehlstarts kämpferisch: „Wir werden unsere Lehren aus diesem Spiel ziehen. Die Mannschaft hat gesehen, dass sie in der Lage ist, auch gegen Gegner auf diesem Niveau Tore zu schießen. Willen und Einsatz des Teams haben absolut gestimmt.“
Der Auftakt war holprig – aber er ist nicht das Ende der Geschichte. Der SC Dortelweil steckt die Köpfe zusammen und schaut nach vorne. Wir bleiben für euch dran und berichten weiter über den Frauenfußball aus unserer Region. Das ist der Sound der Weltstadt – auch auf dem Platz!






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